31. Talent ohne Geld hilft wenig

Goethes eigene Haushaltsführung war aufwendig, sein gesamtes Ministergehalt ging dafür drauf. Ein Wanddiagramm in der Ausstellung zeigt allerdings, dass der Dichter Einkünfte aus vielfältigen Quellen bezog. Die Honorare machten dabei, aufs Ganze seines Lebens gesehen, den dicksten Batzen aus. Eine «halbe Million» seines Privatvermögens, bilanzierte der alte Goethe rückblickend, sei durch seine «Hände gegangen, um das zu lernen, was ich jetzt weiss». Auch künstlerische Autonomie muss man sich leisten können. Der reife Goethe hatte dem Geniekult seiner Stürmer-und-Dränger-Zeit abgeschworen, er sah klar die glücklichen Bedingungen, die sein Fortkommen befördert hatten, wenn er notierte: «Es ist nicht genug, dass man Talent habe, es gehört mehr dazu, um gescheit zu werden; man muss auch in grossen Verhältnissen leben, und Gelegenheit haben, den spielenden Figuren der Zeit in die Karten zu sehen und selber zu Gewinn und Verlust mitzuspielen.» / Joachim Güntner, NZZ

Goethe und das Geld. Der Dichter und die moderne Wirtschaft. Bis 30. Dezember im Goethe-Haus Frankfurt. Katalog 279 S., 25 €.



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
[Manga] Revolt [1]
wallpaper-1019588
Warum deine Gasheizung jetzt zum unkalkulierbaren Risiko wird (LNG-Krise 2026)
wallpaper-1019588
Thomann Artist Concert Ukulele ACA – für Einsteiger kaufen
wallpaper-1019588
Diese 12 Frühlingsblumen bringen von Frühling bis Sommer Farbe in Garten und Balkon