[30Tage-30 Schätze] Tag 28-Literaturverfilmungen

Ich liebe Bücher und ich liebe Filme. Mein Spezialgebiet im Studium war Intermedialität. Das ist die Wissenschaft, die sich damit beschäftigt, wie ein Medium die Vorzüge eines anderen Mediums für sich nutzt. Vereinfacht ausgedrückt. Das Internet, das Bloggen ist ein perfektes Beispiel: wir lesen nicht nur noch, wir reden und schreiben darüber in einem anderen Medium, dem Internet. Das fasziniert mich, das finde ich großartig. Nur so können tolle Geschichten aus vielen verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden. Denn jedes Medium hat seine Grenzen und seine Vorzüge. Und dies zu nutzen, zu kombinieren, kann manchmal tolle neue Kunstwerke zu schaffen.

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Tag 28 - Ein Buch, das zum Glück verfilmt wurde

Leider gelingt es nicht vielen Leuten, Buch und Film als sehr unterschiedliche und eigenständige Werke zu betrachten. Viele erwarten, dass eine Buchverfilmungen dem Buch entspricht und tolerieren kaum Abweichungen in Handlungssträngen oder Ausgestaltungen. Wenn man sich aber bewusst macht, was ein Buch und was ein Film leisten kann, dann kann man diese beiden Medien nur sehr bedingt miteinander vergleichen. Eine Vorliebe für das eine oder das andere zu haben ist natürlich davon ausgenommen. Aber ich finde, man sollte trotz seiner persönlichen Vorliebe immer etwas Abstand nehmen und mit einem kühlen Kopf die neue Kunstform betrachten.

Wusstet ihr, dass die ersten Filme in Spielfilmlänge nur Literaturverfilmungen waren? Dieser Trend lebt seit ein paar Jahren wieder auf und er macht Sinn. Schon damals wusste man, dass in Büchern dramaturgisch funktionierende Geschichten stecken. Warum also sich neue ausdenken?
Daher faszinieren mich Literaturverfilmungen. Sowohl privat als auch beruflich. Es ist spannend zu sehen, was man aus einem Buch alles herausholen kann… oder eben nicht.

Ein klassisches Beispiel sind die Harry Potter-Filme. Ja, sie haben zum Teil viele Einzelheiten weggelassen. Aber betrachtet man sie ohne die Bücher, so muss man anerkennen, dass die Macher es sehr gut geschafft haben, die Grundaussage und Hauptgeschichte einzufangen. Die Filme sind auch ohne Kenntnis der Bücher zum Großteil verständlich.

Ein ganz andere Beispiel ist Panem. Die Bücher haben mir besonders hinsichtlich der Weltdarstellung zu wenig Details gehabt. Die Autorin hat, meiner Meinung nach, nur das Nötigste erzählt, geht man aber in die Tiefe, dann fehlen Informationen. Das ist mir vor allem in den Fortsetzungen aufgefallen.
Dann kam der erste Film.

Und ich war begeistert! Der Film hat alles ausgeglichen, was mir im Buch gefallen hat. Dementsprechend freue ich mich schon sehr auf den zweiten Film, der im Herbst diesen Jahres in die Kinos kommt.
Natürlich wurde hier und da etwas verändert, aber die Veränderungen machen Sinn und helfen dem Film bzw. der Geschichte.

Welche Verfilmungen haben euch gefallen?


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