3. Düsseldorfer Tag der Menschenrechte

03.12.2011Aktionen erstellt von United4Iran

Unter dem Motto "Düsseldorf baut Brücken für einen aufgeklärten und demokratischen Iran" veranstalten die beiden Vereine United4Iran Köln und Düsseldorf eine gemeinsame Konferenz in Düsseldorf.

3. Düsseldorfer Tag der Menschenrechte

Düsseldorfer Tag der Menschenrechte: zum 3. Mal findet in der Landeshauptstadt eine Veranstaltung statt, die sich mit der Lage der Menschenrechte in Iran befasst. Zeitzeugen, Experten und Medienleute referieren zu aktuellen Themen und zur Lage in Iran. Durch die Zweisprachigkeit richten sich die Vorträge vornehmlich auch an deutsche Zuhörer.

Der 3. Düsseldorfer Tag der Menschenrechte findet am 10.12.2011 im Bürgersaal der Düsseldorf Arcaden, Friedrichstraße 133, 40217 Düsseldorf, 16-18 Uhr statt.

Als Redner konnten die Veranstalter Dr. Sohrab Razzaghi gewinnen. Er wird sich kritisch mit dem Bericht von Ahmed Shaheed (UN-Berichterstatter zu den Menschenrechten in Iran) auseinandersetzen und insbesondere auf die Auswirkungen der Maßnahmen des Regimes auf die iranische Zivilgesellschaft zu sprechen kommen. Seine Rede trägt den Titel: "Die iranische Zivilgesellschaft und die Menschenrechte –Verpflichtung und Verantwortung".

Dr. Razzaghi ist ein prominenter Menschenrechtler und Experte in Bezug auf die iranische Zivilgesellschaft. Er hat an der Universität von Teheran als?Politikwissenschaftler promoviert und war Professor an der Allameh Tabatabaei University. Dr. Razzaghi war Leiter und Mitbegründer der Iran Civil Society Organization Training and Research Center (ICTRC). Die 2002 in Iran gegründete gemeinnützige Organisation arbeitete am Aufbau der iranischen Zivilgesellschaft, der Demokratieförderung, der Menschenrechte und der Stärkung des freien Zugangs zu Informationen. Die ICTRC wurde im März 2007 illegal von den iranischen Behörden geschlossen. Dr. Razzaghi wurde daraufhin am 24. Oktober 2007 verhaftet und in der Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses in Teheran festgesetzt. Nach den Wahlen im Juni 2009 sah er sich auf Grund des erhöhten Sicherheitsrisikos gezwungen das Land zu verlassen. Dr. Razzaghi erhielt ein Stipendium der Universität Amsterdam und forscht dort zum Thema Zivilgesellschaft.

Ein weiterer interessanter Beitrag kommt von Barbara Gladysch. ?Ihr Thema lautet: "Wut macht Mut – Warum es sich lohnt, sich für etwas einzusetzen".

Barbara Gladysch ist eine gerade auch hier in der Region sehr bekannte deutsche Friedenskämpferin. Sie ist die Gründerin der „Mütter fürden Frieden“. Seit 1997 tritt sie vor allem für tschetschenische Kinder und für Flüchtlinge ein. Mit ihrer Agilität und Ihrem Engagement setzt sie sich immer wieder und unermüdlich in Ausstellungen und Vorträgen für Menschlichkeit und Frieden ein. So steht Barbara Gladysch auch in ständigem Kontakt mit Politikern und Menschenrechtsorganisationen.

Der 3. Düsseldorfer Tag der Menschenrechte wird gemeinsam mit den Kölner Freunden vom Verein United4Iran Köln-Bonn veranstaltet. Er findet in den Düsseldorf Arcaden in Bilk am gleichen Ort statt wie schon der "Tag der Pressefreiheit", den United4Iran Düsseldorf e.V. am 3.5.2011 dort organisierte.

Was soll mit der Veranstaltung erreicht werden? Zunächst einmal eine kompetente, sachliche und wahrheitsgemäße Information über die Lage der Menschen im Iran und die Rolle Deutschlands bezüglich der iranischen Flüchtlinge. Hierbei hat sich gerade die Düsseldorfer Politik vorbildlich gezeigt mit dem Ratsbeschluss vom Juli 2010, in dem die Bereitschaft erklärt wurde, nahezu alle UNHCR-Flüchtlinge des deutschen Kontingentes in der Landeshauptstadt aufzunehmen. Düsseldorf hat damit ein Ausrufezeichen in Sachen Menschlichkeit gesetzt.

Aktuell hinzu kommt die Entschließung des Europäischen Parlaments vom 17. November 2011 zu aktuellen Fällen von Menschenrechtsverletzungen im Iran. In Punkt 17 werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, iranischen Staatsangehörigen, die aus ihrem Land geflohen sind, Zuflucht zu gewähren, beispielsweise durch die Initiative „Shelter City“ („Zufluchtstadt“). Hier können sich die beiden Vereine eine kommunale Zusammenarbeit der beiden Rheinmetropolen sehr gut vorstellen. Angesichts der zunehmenden Kooperationen zwischen Düsseldorf und Köln (auch die beiden Gruppen von United4Iran aus Düsseldorf und Köln richten gemeinsam den Menschenrechtstag aus) wäre es doch ein tolles Zeichen, wenn sich beide Städte gemeinsam zur "Zufluchtsstadt" erklären würden. Der Vorstandsvorsitzende von United4Iran Düsseldorf e.V., Günter Haberland, ist überzeugt: „Das wäre doch mal ein hervorragendes Musterbeispiel für die immer mehr angestrebte Zusammenarbeit zwischen Düsseldorf und Köln.“

Aufmerksam gemacht werden soll auch auf die Tätigkeiten des gemeinnützigen Vereins United4Iran Düsseldorf e.V. bezüglich der Unterstützung von iranischen Flüchtlingen und deren Familien (dazu siehe das Dokument: "Hilfe in der Praxis - hier vor Ort und im Ausland").

Veranstalter: United4Iran Düsseldorf e.V. (www.united4iran-duesseldorf.de), zusammen mit United4Iran Köln-Bonn.

Ort und Erreichbarkeit der Veranstaltung: Friedrichstraße 133 (Bürgersaal), 40217 Düsseldorf. Neben S-Bahn-Haltestelle Bilk (S8, S11, S28), Straßenbahn 706, 707, 708, 712, 713 und Bus 835, 836, NE7. Auto: über A44, A46, A52 und A57.

Navi: Bachstraße 145, 40217 Düsseldorf (Parkhaus). Die Einfahrt zu den Parkplätzen erreichen Sie nur über die Bachstraße.

Parkhaus Düsseldorf Arcaden: 850 Parkplätze, mit Behinderten- und Frauenparkplätzen.

Zeit: Samstag, 10. Dezember 2011, 16 bis 18 Uhr

Rückfragen:

Alexander Kulik
?Pressesprecher?
Leiter Arbeitsgruppe Kommunikation United 4 Iran Düsseldorf e.V. (VR 10271)
?www.united4iran-duesseldorf.de?
[email protected]remove-this.kf-komm.de

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