3 Dinge, die Sie über Feng Shui wissen sollten

Die Yin-Yang-Monade: nicht die beiden Hälften sind wichtig, sondern die immerwährende Bewegung, die zwei Hälften zu einem Ganzen macht.

Yin und Yang: Das Wesentliche ist auch bei dieser Monade genau das, was man nicht sieht: ständige, ruhig fließende Bewegung, die  aus zwei Hälften ein lebendiges Ganzes macht.

Als ich zu Beginn meiner Tätigkeit als Feng Shui-Beraterin mit dem Finanzamt eine Frage zu klären hatte, fragte mich die Dame hinter dem Schreibtisch: “Feng Shui – is das nich nen asiatischer Kampfsport?”

Naja, ganz knapp vorbei.  Auch “mit Einrichten” hat Feng Shui tatsächlich nur bedingt zu tun.  Die asiatische Harmonielehre Feng Shui ist auf dem gleichen Stamm gewachsen wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Was die TCM mit Akupunktur für die Energie im Inneren des Menschen leistet, bringt Feng Shui im äußeren, unmittelbaren Wohnumfeld auf den Punkt. In beiden Fällen geht es um die unsichtbare Kraft, die Leben formt.

Wenn Sie gutes Feng Shui – also positive, stärkende Energie – in Ihrer Wohnung schaffen wollen, sollten Sie drei Dinge wissen:

1. Feng Shui hat was mit Esoterik zu tun – aber nichts mit Okkultismus!

Seit zehn Jahren beschäftige ich mich mit Feng Shui, seit vier Jahren biete ich offiziell Beratungen an. Leider stelle ich immer wieder fest, dass Feng Shui sehr unterschiedlich angesehen ist. Das liegt zum Teil an der Darstellung in den Medien, wo man zur Unterhaltung der Zuschauer etwas vorspielt – zum Beispiel Menschen, die vorgeben, Energie “sehen” zu können. Nun mag es sein, dass es besondere Begabungen gibt, doch  gehört das in den Okkultismus. Feng Shui dagegen gehört in erster Linie in die Esoterik.

Worin liegt der Unterschied?

3 Dinge, die Sie über Feng Shui wissen sollten

Antoine de Saint Exupery: “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.”

Esoterik bedeutet, Ursachen für das Nicht-Sichtbare zu erforschen. Wenn Sie jemanden fragen “Liebst du mich?”, betätigen Sie sich esoterisch. Liebe ist Energie. Liebe ist nicht sichtbar, sondern nur in ihren Auswirkungen erfahrbar. Und entweder spüren Sie etwas, was neu da ist, oder Sie spüren nichts, wo etwas sein sollte, sonst würden Sie nicht fragen. In beiden Fällen forschen Sie nach der Ursache, wieso oder wieso nicht. Und je nachdem, wie die Antwort ausfällt, würden Sie versuchen herauszufinden, wie Sie die Liebe stärken oder neu wecken können. (Im Idealfall zumindest.)

Wenn Ihnen jemand die Tarotkarten legt oder mit Engeln oder den Seelen Verstorbener  spricht oder Energien “sieht”, betätigt er sich okkult. Er lässt sich in einer bestimmten Weise auf Energie ein bzw. arbeitet mit ihr. Hierzu gehören streng genommen auch Berufe wie Geistheiler oder Reiki-Lehrer, die sich als eine Art “Kanal” verstehen, durch die universelle Energie auf den Punkt zum Patienten kommt.

Ich möchte an dieser Stelle nicht den Okkultismus in Frage stellen – jedes Lebewesen ist medial veranlagt, das eine mehr, das andere weniger, gilt auch für Menschen. Der Glaube an etwas ist ein wesentlicher Faktor im Prozess der Heilung.

Mir ist hier wichtig, die beiden Richtungen zu trennen. Okkultismus hat in weiten Teilen einen weniger guten Ruf, weil sich alles nur auf der Gefühlsebene abspielt und rein subjektiv erfahrbar ist. Leider ist da auch viel Raum für Scharlatanerie gegeben, die Geld kostet und nichts bringt.

Ein großartiges Buch von einem großartigen Physiker, der in einfachen Worten das Wesentliche beschreibt – unbedingt zu empfehlen:
Hans Peter Dürr: “Warum es ums Ganze geht…”
(Bild: Fischer TB)

Ohne Esoterik allerdings scheitert jede körperlich-seelisch-geistige Entwicklung. Die Bauern im alten China betätigten sich esoterisch, wenn sie danach fragten, woher der Wind weht – den Wind selbst sahen sie nicht, doch er konnte ihre Ernte vernichten. Die Gelehrten des Daoismus betätigten sich esoterisch, in dem sie fragten, was Wind überhaupt ist und was ihn wehen lässt. Esoterisch ist die Quantenphysik, die Albert Einstein angestoßen hat und Max Planck und seine Nachfolger weiterführen Für sie ist das Sichtbare nur ein Abglanz der Realität.

Wenn Sie gutes Feng Shui in Ihren Räumen schaffen wollen,  fragen Sie in erster Linie nach dem Ist-Zustand – warum sind Sie der Meinung, dass das Feng Shui in ihrem Zuhause nicht gut ist? In meiner Feng Shui-Beratung nimmt das Anamnesegespräch vorab einen großen Raum ein. Darin fragen wir, ob und wie die Einrichtung in der Wohnung so optimiert werden soll, dass Energie störungsfrei fließen kann.

2. Es gibt keine “Feng Shui Produkte”!

Einstein & Co. und die Gelehrten des Daoismus zeigen eine Gemeinsamkeit: Das, was wir sehen, ist nur der Abglanz der Realität. Das Wesentliche hinter allem ist unsichtbar, es ist ständig in Bewegung, aber es unterliegt dabei natürlichen Gesetzmäßigkeiten. Wer weiß, wie sich die Energie um sich herum bewegt und wovon ihre Bewegung abhängt, kann dieses Wissen für sich nutzen. Wer gutes Feng Shui schaffen will, arbeitet nicht mit der Energie, sondern mit dem Sichtbaren.

Im Feng Shui kommt es nicht in erster Linie auf die Farbe der Zimmerwand an, sondern darauf, für welchen Bereich unseres Lebens dieser Raumbereich mit der Wand steht und wie er unser Leben derzeit abbildet. Wenn in diesem Lebensbereich alles rund läuft, zeigt sich das meist auch in der intuitiv richtigen Anordnung der Möbel, in der Farb- und Materialwahl, die einer natürlichen Gesetzmäßigkeit folgt.

Wenn dagegen der Bewohner sich in sich nicht wohlfühlt, herrscht auch meist in der Wohnung energetischer Krieg. In dem Fall, dass er das verändern will, fragen wir danach, was er sich wünscht, wie es denn sein soll. Hier positiv formulierte Antworten zu finden ist für viele schon eine Herausforderung, denn meist weiß man ja eher, wie es nicht sein soll. Erst wenn die Antworten da sind, werden Möbel gerückt und ggf. entsprechende Farben und Materialien vorgeschlagen, um den Energiefluss in ein harmonisches Mäandern zu bringen. Der Bewohner das Maß aller Dinge.

Aber es handelt sich immer um Gegenstände, mit denen wir leben, die wir gern mögen und gern benutzen. Vergessen Sie die extra ausgewiesene “Feng Shui Deko”. Es gibt keine “Feng Shui-Zimmerspringbrunnen” oder “Feng Shui Kristalle”.  Flöten über der Tür gehören nicht zu unserer westlichen Kultur, genauso wenig wie die Kröte auf Geldstücken vor einem Spiegel. Wenn Sie einen Zimmerspringbrunnen installieren möchten, können Sie irgendeinen nehmen oder, noch besser, selber basteln – Hauptsache, Sie mögen ihn und er steht am richtigen Ort!

3. Gutes Feng Shui schaffen bedeutet mehr als “Welche Farbe für die Partner-Ecke?”

Wenn mich ein Interessent anruft und einen Termin für ein Vorgespräch möchte, ist die erste Frage: “Soll es eine Feng Shui Beratung sein oder eine Einrichtungsberatung?” Der Unterschied ist leider nicht immer so klar und, zugegeben – auch schwierig zu vermitteln. Eine Feng Shui Beratung ist keine Einrichtungsberatung. Wer wissen möchte, welche Farbe seine Wände, Gardinen und Sofas haben sollen und gern sein Wohnzimmer im Asia-Style hätte, wird von einem Einrichtungsberater daraufhin optimal beraten.

Eine Feng Shui-Beratung ist ganzheitlich, sie hat nicht die Wohnung, sondern den Bewohner darin im Fokus. Das Haus folgt dem Bewohner – sein Leben spiegelt sich in seinem Grundriss. Ohne ihn wäre nichts da, seine Wohnung zeigt seine Vorlieben, aber auch seine Probleme. Wenn er sich wohlfühlt, ist alles gut. Doch wenn er sein Leben verändern und seiner positiven Entwicklung mehr Raum geben will, kann eine Feng Shui Beratung ihm über den Wohnungsgrundriss wertvolle Anregungen bieten.

Sie wohnen in Köln oder nahebei und möchten etwas zum Feng Shui in Ihrer Wohnung wissen? Dann vereinbaren Sie doch mal einen unverbindlichen Gesprächstermin – fordern Sie meinen Rückruf an!

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