29. Solidarität mit Rabia Cherir

Am 29.4. wurde im libyschen Fernsehen gezeigt, wie der Journalist und Dichter Rabia Cherir (Shrair), der sich aktiv am Kampf gegen das Regime Gaddafis beteiligte, geschlagen wird. Er sei ein Hund und solle wie ein Hund bellen.

(Ich unterstelle, daß kein Fernsehchef wagen würde, derartige Szenen zu zeigen, wenn nicht ein wahnsinniger Führer es angeordnet hätte, um Gegner abzuschrecken.)

Seit jenem Tag gibt es keine Spur von seinem Verbleib. Er war Direktor des Kulturzentrums der Stadt Zawiya.

L&Poe berichtete am 1.5.

Mittlerweile kursiert das entsetzliche Video via Twitter und Internet. Es gibt auch eine Version mit holländischem Text, anscheinend dort im Fernsehen gezeigt. (Vielleicht liest das jemand, der Arabisch kann und den arabischen Text überprüft?)

Der libysch-britische Dichter Ghazi Ghleblawi übersetzte Cherirs Gedicht „Zawiya“, das man hier Englisch und Arabisch lesen kann. Vielleicht übersetzt es jemand ins Deutsche? Oder kennt andere Texte und hat andere Informationen? Einzig die Aufmerksamkeit der Welt könnte das Regime vielleicht daran hindern, ihn zu ermorden.



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