24/9/17

Bald ist es soweit, Bundestagswahl. Aber keine Angst, die Welt wird sich auch am Montag noch weiter drehen.

In einer Woche wählen wir. Aller Wahrscheinlichkeit wird Angela Merkel noch einmal Kanzlerin, ein bisschen fühlt es sich an wie Bundesliga in den letzten Jahren, man schaut vielmehr auf die Champions League-Plätze, Meister wird ja sowieso Bayern.

Und genau da geht's schon los. Die AfD steigt in die Champions League auf. Aktuelle Umfragen sehen die gut beanzugten Nazis als drittstärkste Kraft in den Bundestag einziehen, und ich gebe zu, jedesmal, wenn ich darüber nachdenke, möchte ich kotzen.

Seit Wochen geht es in sämtlichen Medien gefühlt nur noch darum - um das Sich-distanzieren, um das vermeintliche Demontieren, ums Anfeuern und Zurückfeuern mit den fröhlichen Rechten. Mann, Mann, Mann, die feiern bestimmt täglich mit viel Schampus, so viel Aufmerksamkeit, wie die im Moment bekommen. Wenn sie bis vor Kurzem noch zumindest unter 10 Prozent lagen - spätestens seit der kostenlosen breit aufgestellten Medienkampagne fühlt sich auch der letzte unentschlossene, verrostete Rückwärtsgewandte auch ermutigt, bei Goebbels, äh, Gauland sein Kreuz zu machen. Immerhin sind die jetzt richtiger Mainstream, das Dschungelcamp, GNTM oder Nickleback unter den Parteien.

Egal. Wir können das jetzt nicht mehr verhindern. Es wird passieren, alle werden nächsten Sonntag den Atem anhalten, dann am Abend betroffen gucken, sagen, man „habe das so nicht kommen sehen", man „müsse die Situation jetzt analysieren", „sehen, wo die Ziele verfehlt wurden", aber auch „die Leistung der Mannschaft anerkennen". Alles wie in der Bundesliga.

Was wir jetzt alle tun sollten - uns mit dem Gedanken abfinden, dass mindestens 12 Prozent in unserem reichen, satten, wohlständigen, freien Land kein Problem damit haben, eine Partei zu wählen, die offen verfassungsfeindlich agiert und Volksverhetzung betreibt. Und dann sollten wir alle Mittel und Wege finden, die anderen Parteien, unseren Rechtsstaat und uns gegenseitig zu stärken und dabei zu unterstützen, dass wir nicht immer weiter in die braune Spirale rutschen. Wir können uns engagieren, auch und vor allem außerhalb der beschränkten Welt eines Displays oder Bildschirms und in sozialen Medien. Vielleicht mal in der echten Welt mit anpacken. Freiheit ist was, wofür es sich einzusetzen lohnt, sag ich mal.

Ich selbst habe schon gewählt; was oder wen, verrate ich nicht, aber ich hab brav meine Briefwahl abgeschickt, denn ich sitze grad in der neusten Oligarchie rum, im Trump-Land, und ehrlich: sogar hier ist die Welt noch schön, trotz Apokalypse, und die Menschen - zumindest die, mit denen ich bisher so gesprochen habe - verarbeiten zwar ihren Schock noch, aber sind schon mit bewundernswerter Energie wieder dabei, nach vorn zu schauen und zu gehen. Vielleicht schaffen wir das ja auch.

Also - auch wenn das Ergebnis wahrscheinlich schon feststeht, Champions League inklusive, geht alle am Sonntag wählen, macht euer Kreuz nicht bei den Anzugnazis und dann schauen wir weiter, Kotztüte und Aspirin in der Hand!

24/9/17

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