23. März 2012, Rückkehr?, 5.50 Uhr

Kaffee, Zigarette, ja, warum eigentlich nicht. Ich könnte so plötzlich wie ich die Türen zuwarf wieder auftauchen, könnte plötzlich in den Hallen meines eigenen Blog stehen, könnte mich umsehen, könnte die Spinnnetze von den Balken ziehen, ja, wie sieht es denn hier aus?, könnte ich rufen, ich könnte meine Schritte bedächtig setzen und doch eine Maus (viele Mäuse) aufschrecken, die es sich hier längst gemütlich gemacht hatten, ja, warum eigentlich nicht?, flüstere ich, leise, um den Penner, der dort drüben schläft, nicht zu stören. Ich könnte plötzlich wieder da sein, einfach um ganz nah bei mir und meinen Büchern, um ganz nah bei den Buchstaben, dem, was passiert und nicht passiert, zu sein.
Sie entschuldigen, ich muss einen Schluck von meinem Kaffee nehmen, denn sonst wird er mir kalt.
Ich werde die Pathologie, sollte ich wieder einziehen sollen, ausfegen müssen. Tapezieren? Ich mag keine Tapeten, lieber kahle Wände, auf die man Kopfbilder projizieren kann. Ein Tisch zum Schreiben, den müsste ich mir auch besorgen.
Wo beginnen? Mein neues Buch ist erschienen. Sie wissen davon? “Die Sorgen der Killer“. So dünn es ist, so schwer wiegt es in meiner Hand, aber eine jede Hand wird es anders beurteilen. Freund Alex schrieb drüben in Facebook, er lese die erste Geschichte, das war irgendwann vorhin, vor sechs Stunden. Natürlich bin ich aufgeregt, bin ich gespannt, was er sagen wird.
Ich blicke mich um, vielleicht bleibe ich, vielleicht nicht.



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