20 % Solarstrom für Deutschlands Kommunen

Städte und Gemeinden sollen bereits in den kommenden Jahren bis zu 20 % ihres Stromverbrauches durch Photovoltaikanlagen erzeugen. „Gerade ländliche Kommunen produzieren heute oft schon mehr als 1/5 des dort verbrauchten Stromes durch Solarstromanlagen“, erklärt Jörg Dürr-Pucher, Generalbevollmächtigter der Deutschen Umwelthilfe, „Wenn größere Freilandanlagen installiert sind, werden Kommunen sogar häufig Solarstromexporteure.“

Der in großen Schritten preisgünstiger werdende Solarstrom soll in den nächsten Jahren einen immer größeren Beitrag zur Energiewende leisten. Die erfolgreiche Kampagne SolarLokal – an der sich inzwischen bundesweit rund 400 Kommunen beteiligen – macht deutlich, dass der Erfolg des Solarstroms vom Engagement der Kommunalpolitik, der kommunalen und regionalen Umweltverbände, vom Einsatz der Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Landwirte abhängt. Mit der Initiative 20%-Solarkommune machen Städte und Gemeinden konkret vor Ort deutlich, dass Solarstrom in Deutschland einen wesentlichen Beitrag zum Ersatz von Atomstrom und dem Klimakiller Kohle leisten kann.

„Durch innovative Produkte wie unser Sunpac, das die Speicherung von Solarstrom für Privathaushalte ermöglicht, werden wir einen Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze leisten“, erklärt Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, „denn ein deutlicher Anstieg des Anteils des Solarstroms führt auch zu einer steigenden Verantwortung der Solarstromproduzenten für die Stabilität unserer Stromnetze“.

Im Verbund mit anderen erneuerbaren Energien wie Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie wollen die Deutsche Umwelthilfe und SolarWorld möglichst schnell 100 % des Stroms in Deutschland aus klimaschonenden Quellen erzeugen. Seit der Atomkatastrophe in Fukushima ist die Unterstützung der Menschen und der Politik für eine Energiewende noch einmal deutlich gestiegen.

„Neben den 400 SolarLokal-Kommunen in Deutschland fordern wir auch alle anderen Städte und Gemeinden auf, sich für das 20%-Ziel beim Solarstrom einzusetzen und an der Kampagne 20%-Solarkommune zu beteiligen“, so Dürr-Pucher. Die teilnehmenden Kommunen werden gebeten, ihren Gesamtstromverbrauch und den in das örtliche Netz eingespeisten Solarstrom bei der Deutschen Umwelthilfe zu melden. Dabei werden sie sicherlich von ihrem regionalen Stromversorger mit den notwendigen Zahlen unterstützt.


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