20 Fehlerquellen, die Sie beim Vertikutieren vermeiden sollten

Vertikutierer und SchnittgutNach dem Vertikutieren sollten Sie das Schnittgut direkt aufsammeln, um Schädlinge zu vermeiden.

Um den Filz im Rasen zu bekämpfen, können Sie die Rasenfläche vertikutieren. Doch dabei können Fehler gemacht und somit dem Rasen erheblich geschadet werden. Das alljährliche Vertikutieren des Rasens ist für die meisten Gartenbesitzer eine Art Ritual im Frühling. Vor allem Einsteiger sind oft verunsichert und machen Fehler. Diese lassen sich dann nur mit viel Geduld und einer neuen Aussaat beheben. Wir zeigen Ihnen, was die gängigsten Fehlerquellen beim Vertikutieren und wie Sie diese beheben können. 

Vor dem letzten Frost vertikutieren 

Viele Gartenbesitzer können keine Geduld mehr aufbringen, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen scheinen. Sie sollten jedoch nicht vor Mitte April den Vertikutierer anfassen. Der Grund hierfür ist, dass der Boden vor dem letzten Frost noch zu kühl ist. Wer zu diesem Zeitpunkt schon vertikutiert, schadet dem Rasen. Da das Gras noch nicht wächst, würden die restlichen Grashalme einfach abbrechen. Mit dem Vertikutieren sollten Sie sich daher gedulden, bis die Temperaturen im zweistelligen Bereich liegen. Erst dann können Sie mit dem Vertikutieren starten.

Den Rasen nur in eine Richtung vertikutieren

Vom Rasenmähen kennen wir die perfekten Linien, die im Gras durch das Mähen gezeichnet werden. Oftmals begehen Gartenbesitzer den Fehler und vertikutieren den Rasen auf die gleiche Weise. Das ist jedoch nicht sinnvoll. Stattdessen sollten Sie den Rasen sowohl längs als auch quer vertikutieren. Beim Vertikutieren können Sie sich an einem Schachbrettmuster orientieren. So erwischen Sie jeden Grashalm, ermöglichen ein gleichmäßiges Wachstum und erkennen besser die Stellen, die eine Nachsaat benötigen. 

Erst nach der Wachstumsphase vertikutieren 

Sie sollten jedoch auch nicht zu spät vertikutieren. Tatsächlich sind milde Temperaturen für das Vertikutieren am besten geeignet. Andernfalls könnte das Wachstum der Grashalme bereits zu weit fortgeschritten sein und das Vertikutieren erfüllt seinen Zweck nicht mehr. Achten Sie also darauf, dass Sie zwischen Frühling und Sommer das erste Mal den Rasen im Jahr vertikutieren. 

Auf nassen Boden vertikutieren

Oftmals greifen Gartenbesitzer auch nach einem starken Regentag zum Vertikutierer. Das schadet dem Gerät jedoch erheblich. Nässe kann nicht nur zu Rost führen, sondern kann auch für den Anwender das Vertikutieren erheblich erschweren. Das Vertikutieren fällt somit nicht nur schwerer, sondern es kann auch der Langlebigkeit des Gerätes schaden. Die Oberfläche des Rasens sollte daher vollkommen trocken sein. Hat es stark geregnet, bleibt der Vertikutierer im Schuppen.

Die Schnitttiefe nicht anpassen

Oftmals ist es möglich, die Schnitttiefe des Vertikutierers individuell einzustellen. Hier passiert es schnell, dass die Schnitttiefe zu tief eingestellt wird. Die Grasnarbe könnten Sie so erheblich beschädigen. Der Rasen erholt sich an den bearbeiteten Stellen erst nach vielen Wochen, einige erholen sich jedoch gar nicht mehr. Die Faustregel von Experten besagt, dass eine Schnitttiefe von zwei bis maximal drei Millimetern optimal ist. 

Den Rasen nach dem Vertikutieren betreten

Die Gartenpflege ist vorbei und die Kinder können wieder auf der Grünfläche spielen…  oder? Die Antwort lautet Nein. Der Rasen muss sich nach dem Vertikutieren zunächst erholen. Hierfür ist es wichtig, dass Sie den Rasen mehrere Wochen infolge nicht betreten. Nur so kann das Wachstum optimal erfolgen. 

Vertikutierer in ArbeitAchten Sie beim Vertikutieren darauf, dass Sie ein Schachbrettmuster in den Garten zeichen.

Mehrere Male im Jahr vertikutieren

Experten raten dazu, den Rasen zweimal im Jahr zu vertikutieren: im Frühling und im Herbst. Ein zu häufiges Vertikutieren könnte dem Gras mehr schaden als guttun. Ebenfalls gibt es für den Rasen keinerlei Vorteile, wenn dieser im Hochsommer vertikutiert wird.

Rollrasen vertikutieren 

Sollten Sie neue Grünflächen erst angelegt haben, lohnt sich das Vertikutieren noch nicht. Der Rasen muss zunächst gedeihen bzw. an die Umweltbedingungen gewöhnen. Rasenmähen macht Sinn, vertikutieren jedoch nicht. Bis zum ersten Vertikutieren dürfen bis zu drei Jahre vergehen. Ein frischer Rollrasen verfügt schließlich über ausreichend Nährstoffe. 

Vertikutieren statt Rasenmähen

Der Rasenmäher ist der beste Freund des Vertikutierers. Das verstehen viele Gartenbesitzer jedoch nicht. Sie vertikutieren, ohne zuvor den Rasen auf eine gute Schnitthöhe zu trimmen. Das ist fatal. Achten Sie daher darauf, dass Sie einige Tage vor dem Vertikutieren den Rasenmäher bereits verwenden. 

Vor dem Vertikutieren nicht düngen

Mit dem Düngen sollten Sie es über das Jahr hinweg nicht übertreiben. Mehr Nährstoffe als nötig kann ein Rasen sowieso nicht aufnehmen. Da Sie jedoch nur ein bis zweimal im Jahr vertikutieren, lohnt sich auch eine Rundumpflege des Rasens. Es ist daher sinnvoll, 2 Wochen vor dem Vertikutieren den Rasen zu düngen. 

Beim Vertikutieren stehen bleiben

Gartenarbeit kann anstrengend sein. Pausen gehören daher auch einfach dazu. Diese sollten bei einem Vertikutierer mit einem ausgeschalteten Motor stattfinden. Der Vertikutierer dringt mit den Zinken in den Boden ein. Verharren Sie zu lange auf einer Stelle, gräbt dieser immer weiter und Sie können sich den schönen Garten ruinieren.

Keine Vorarbeit leisten

Ein Vertikutierer hat viel Druck und Leistung und kann somit auch Äste zermalmen und weitere kleine Gegenstände im Gras beseitigen. Trotz der Leistungsfähigkeit ist das nicht zu empfehlen. Das Schneidwerk des Vertikutierers könnten Sie dadurch beschädigen. Stattdessen ist es sinnvoll, vor dem Vertikutieren alle großen Gegenstände aus dem Gras zu beseitigen. Auf diese Weise können Sie die Lebensdauer Ihres Vertikutierers verlängern. 

Keinen Vertikutierer verwenden

Das Vertikutieren lockert den Boden auf und kann den Grashalmen Feuchtigkeit ermöglichen, da die Nährstoffaufnahme wieder gelingt. Wer also gar nicht vertikutiert, könnte schon bald eine trockene Rasenfläche vorfinden. Einmal im Jahr zu vertikutieren, ist daher Pflicht. 

Den Rasen nicht lüften 

Ein Vertikutierer lockert den Boden auf, er benötigt gleichwohl eine Lüftung. Diese ist in vielen Modellen enthalten. Beim Kauf eines Vertikutierers wählen Gartenbesitzer meist günstige Modelle, da der Vertikutierer nur ein bis zweimal im Jahr zum Einsatz kommt. Eine Lüftungskomponente ist aber sehr nützlich, um den Rasen auch wirklich zu lüften. Hier empfiehlt es sich daher, tiefer in die Brieftasche zu greifen. 

Im ersten Schritt vertikutieren

Oftmals verwenden Gartenbesitzer den Vertikutierer und erst dann den Rasenmäher. Das ist jedoch eine falsche Reihenfolge. Für ein erfolgreiches Vertikutieren gehen Sie wie folgt vor: 

  1. Rasen düngen
  2. Äste, Laub und Steine aufsammeln
  3. Rasen mähen 
  4. Vertikutieren

Das falsche Werkzeug

Es gibt verschiedene Vertikutierer im Handel. So gibt es Handvertikutierer, Benzinvertikutierer und Elektrovertikutierer. 

Wir empfehlen Ihnen Vertikutierer, die einen Antrieb besitzen. Die Technik erleichtert die Gartenarbeit und kann für eine flexible Anwendung nützlich sein. Nur bei kleinen Rasenflächen wie einem Vorgarten lohnt sich ein Handvertikutierer. Fehlerquellen beim Vertikutieren entstehen, wenn Sie sich zu viel Arbeit durch falsches Werkzeug machen.

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Schnittgut liegen lassen 

Das Vertikutieren kann schon einmal Zeit in Anspruch nehmen. Die Lust, das Schnittgut aus dem Rasen nach der Arbeit zu entfernen, ist meist gering. Die Folge? Das Schnittgut bleibt liegen. Das sollten Sie aber gerade nicht tun. Das liegengelassene Schnittgut dient als perfekter Lebensraum für Schädlinge und genau diese möchten Sie nicht im eigenen Rasen vorfinden. Gehen Sie daher die Extrameile und sammeln Sie nach dem Vertikutieren das Schnittgut auf. Nur so lohnt sich auch die Arbeit. 

Keine Harke verwenden

Das Schnittgut können Sie auch per Hand aufheben. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass Sie kleine Teile des Schnittguts nicht erwischen. Um auf Nummer sicherzugehen, und wirklich alle Restabfälle vom Vertikutieren zu erwischen, ist eine Harke nützlich. 

HarkeIm Nachgang sollte der Rasen immer mithilfe einer Harke vom Schnittgut befreit werden

Einen zu lehmigen Boden vertikutieren 

Für die Bodenverhältnisse in Ihrem Garten können Sie meist nichts. Es gibt unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten. Lehmiger Boden ist der Feind des Vertikutierers. Ohne Nacharbeit den Boden zu vertikutieren, wird keine Früchte bringen. Der Grund hierfür ist die Staunässe, die nach dem Vertikutieren entwickelt wird. Das können Sie jedoch vermeiden. Hierfür müssen Sie den Rasen mit Sand aufschütten, und zwar nachdem Sie den Rasen vertikutiert haben. 

Im Nachgang nicht wässern

Nach dem Vertikutieren muss sich der Rasen zunächst von den Strapazen erholen. Um die Erholungsphase zu beschleunigen, sollten Sie den Rasen in den nächsten Wochen ausreichend und vor allem regelmäßig wässern. Viele Gartenbesitzer lassen den Rasen nach dem Vertikutieren meist Rasen sein und pflegen diesen nicht im Nachgang. Das kann zu einem trockenen Boden führen und ist durch eine einfache Bewässerung zu vermeiden. 

Kleiner Tipp: Mit einem Bewässerungscomputer können Sie die Bewässerung sogar automatisieren und es erfordert keinen weiteren Aufwand Ihrerseits. 

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Fazit der Fehlerquellen beim Vertikutieren

Der Frühling ist die richtige Jahreszeit, um den Rasen zu vertikutieren. Dem ungeübten Gärtner können jedoch einige Fehlerquellen beim Vertikutieren unterlaufen. Es gilt hierbei den richtigen Zeitpunkt und das richtige Gerät zu finden. Ebenso sollte die korrekte Reihenfolge und Ausführung beachtet werden. Der Rasen darf auch nicht zu häufig oder zu wenig vertikutiert werden.


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