2 Jahre ohne Shampoo | ein Rückblick

Hallo zusammen,

das vergangene Wochenende war bei mir sehr frühlingshaft. Es tat gut, die ersten warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Wir waren viel draußen und unterwegs. Einige Projekte sind jetzt auch vollendet und ich habe etwas mehr Zeit in eine Online Pause und Familienzeit investiert.

Das werde ich noch etwa eine Woche machen, bis ich mich richtig in den Social Media zurückmelde. Es ist ein Kräftetanken und Akku laden für mich und war dringend nötig.

2 Jahre ohne Shampoo

Am 21. Februar 2017 habe ich mit der chemiefreien Haarpflege begonnen. Zwar sind es noch drei Tage bis zum zweijährigen Jubiläum, doch ich werde Euch heute trotzdem schon einen Rückblick und ein Update auf meine aktuelle Pflegeroutine geben.

Angefangen habe ich mit fester Seife. Das erste Ergebnis war katastrophal. Ich wusste noch nichts über saure Rinsen und habe die Seifenreste kaum aus den Haaren bekommen. Sie waren wachsig und überhaupt nicht schön anzusehen.

Als ich noch am selben Tag Erbes Blog gefunden habe, bin ich für Stunden darin eingetaucht und habe mir über viele Wochen sehr viel zur alternativen Haarpflege angelesen.

Da ich die Wachshaare nicht lassen wollte, habe ich am nächsten Tag erneut gewaschen. Diesmal mit Natron und einer Kräuterteerinse. Damit bekam ich die Seife wieder heraus und optisch war es besser als vorher. Wenn auch noch lange nicht so gut, wie mit dem Shampoo und der Spülung aus der Flasche.

12 Wochen testen und durchhalten

Nach der Natronwäsche habe ich versucht nur mit Wasser und Kräuterrinse zu waschen. Es hat 12 Wochen gedauert, bis ich mit der Optik meiner Haare wieder zufrieden war. In diesen 12 Wochen habe ich auch mit verschiedenen Ölen zur Haarpflege experimentiert: Sonnenblumenöl und Kokosöl machte ich mir mal weniger, mal großzügiger in Haare.

Das hat in der Anpassungs- und Umstellungsphase nicht wirklich zu weniger fettigen Haaren geführt. Nach etwa 6 Wochen habe ich von der Teerinse zur Apfelessigrinse gewechselt, was eine deutliche Verbesserung bewirkte. Damit bekam ich den Kalk, der während der Wäsche ins Haar gespült wird und wachsig wird, besser heraus.

Die Haare habe ich mehrmals täglich für 10 Minuten mit einer Holzmassagebürste gut durch gebürstet und somit das Sebum (das Körpereigene Haaröl) vom Ansatz bis in Spitzen verteilt.

Sieben Monate habe ich die Wasser-Apfelessigrinse-Wäsche durchgehalten. Die Abstände zwischen den Wäschen wurde länger, bis zum Ende schaffte ich 14 Tage nur bürsten, bis ich wieder Wasser an meine Haare ließ.

Dann war ich an einem Punkt, an dem ich nicht mehr mit meinen Haaren zufrieden war. Ich hatte das Gefühl, dass das Sebum nicht mehr weniger wurde.

Umstellung auf Roggenmehl

Im Oktober 2017 habe ich die Water only Methode dann gegen „Roggenmehl-Shampoo“ ausgetauscht. Dazu nehme ich einen Esslöffel Roggenmehl und verrühre es mit Wasser mithilfe einer Gabel, damit es nicht klumpt, bis die Masse eine Shampoo ähnliche Konsistenz hat.

Das verteile ich von den Spitzen, in die Haarlängen und auf dem Ansatz, massiere es kurz ein und spüle es mit warmen Wasser wieder heraus. Anschließend tauche ich meine kompletten Haare in 0,5l Apfelessigrinse, die ich nicht ausspüle.

Die Haare riechen dann stark nach Essig, solange sie nass sind. Wer es also gar nicht riechen kann, sollte die saure Rinse besser ausspülen.

Mit dieser Methode habe ich den Waschrhythmus auf 4 Wochen erhöhen können. Dazwischen bürste ich die Haare nur noch. Öl verwende ich bis jetzt keines mehr zusätzlich. Diese Methode verwende ich bis heute und bin damit wirklich zufrieden.

Gesunde Haare fast zum Nulltarif

Mein Haarausfall, den ich schon als normal angesehen habe, ist fast auf null zurück gegangen. Zwischendurch habe ich etwa 10cm abgeschnitten, um den Spliss heraus zu bekommen. Die sind allerdings schon lange wieder nachgewachsen.

Das Päckchen Roggenmehl, das ich damals für 2€ gekauft habe, ist immer noch mehr als halb voll. Apfelessig benutze ich zum Kochen und für Salate und die wenigen Male, die ich ihn für die Rinse brauche, fällt damit kaum ins Gewicht. Meine Holzhaarbürste habe ich in dieser Zeit ein Mal erneuert.

Zu Shampoo-Zeiten bin ich alle 14 Tage in den Drogeriemarkt gelaufen, um Nachschub zu holen. Ich habe also viel Geld gespart, seit ich ohne Chemie und Mikroplastik wasche.

Zum Abschluss zeige ich Euch noch 2 aktuelle Fotos.

2 Jahre ohne Shampoo | ein Rückblick© Greenful Spirit 2019 2 Jahre ohne Shampoo | ein Rückblick© Greenful Spirit 2019

Die Wellen kommen vom geflochtenen Zopf, den ich oft trage. Das ist im Alltag für mich pflegeleicht und nachts breche ich mir damit keine Haare ab. Ansonsten trage ich sie offen. Ein großes Frisiertalent bin ich nicht. Aber das ist mir auch nicht wichtig.

Viel wichtiger ist mir die Tatsache, dass ich weniger Plastikverpackungen brauche, keine Chemie mehr an meine Haare lasse und kein Mikroplastik mehr durch den Abfluss in die Flüsse entlasse.

Habt Ihr bereits versucht, Eure Haare ohne Chemie zu pflegen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen und teilt den Beitrag. Kommt gut in die neue Woche.

Farah

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