127. Unsere Kinder fragen nicht viel

In der jahreszeitlichen Organisation des Bandes drückt sich ein gewisser Zug zum zyklischen Geschehen aus. Etwas geht verloren, anderswo wuchert etwas, unaufhaltsam sind diese Bewegungen, vorerst (um noch ein Hölderlin-Wort zu bemühen) deutungslos. Aber dort, wo sich ein argusgeäugtes Wort als Nullkoordinate einrammt, beginnt die zyklische Bewegung: „Die Kinder haben / es vor sich, das Erzählen aus der Kindheit.“ beziehungsweise: „Die Jahreszeit / stellt das Jetzt wieder her, das stapelweise / in den Schubladen liegt.“ Wo die Drehung ihr Zentrum hat, im Auge des Sturms herrscht Stille: „Unsere Eltern / sind tot. Unsere Kinder fragen nicht viel.“ / Tobias Roth, Fixpoetry

Jürgen Becker: Scheunen im Gelände. Mit Collagen von Rango Bohne, mit einem Nachwort von Michael Krüger.

 Buchgestaltung und Typographie: Friedrich Pfäfflin, Marbach.
 Lektorat: Christian Döring, Berlin. ISBN 978-3-938776-31-5, 20,00 EUR Lyrik Kabinett, München 2012



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