106. Dies Koma ist bezaubernd schön

Die Position des Anarchisten, der sprachliche Dekonstruktionsarbeiten verrichtet, war in der Lyrikszene nach dem Tod Thomas Klings lange vakant. Am kompromisslosen Experiment versucht sich nun seit einiger Zeit der aus dem Saarland stammende, 1979 geborene Wahl-Berliner Konstantin Ames, der als selbsternannter „Schnösel vom Literaturinstitut“ schon einige exzellente Talentproben abgeliefert hat.

Nach einigen Auftritten in Zeitschriften und auf diversen Lesebühnen legt Ames nun via Direktvertrieb im Internet seinen ersten Gedichtband „Alsohäute“ vor, in der „roughbooks“-Reihe von Urs Engeler. Was Ames in einem Essay einmal als „Verhohnepiepelung“ und „forcierte Flapsigkeit“ bezeichnet hat, wird hier mit Feuereifer in zwei Dutzend Gedichten zelebriert: eine zwischen Alltagswitz, Kalauer, hohem Ton und Sprachresteverwertung balancierende Wortakrobatik, die ihren Sprachstoff unablässig grammatischen Zerreißproben unterzieht. / Michael Braun, Tagesspiegel

Konstantin Ames:Alsohäute. Gedichte. roughbook 011, Leipzig und Holderbank SO, 2011. 60 Seiten, 7,50 €. (www.roughbooks.ch)

 



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
Sommer, Sonne und Longevity: Warum Sonnencreme einer der wichtigsten Anti-Aging-Faktoren überhaupt ist
wallpaper-1019588
Schildkrötengehege gestalten: natürliche Ideen mit Struktur
wallpaper-1019588
[Senf] Rule of One (and a half)
wallpaper-1019588
Tag der offenen Tür – Sonntag 24.5.2026