102. Euterclique

„Wilders, Sarrazin und Broder mitsamt der Euterclique können stolz darauf sein, diese Brut mit ihrer ,Streitkultur’ aufgezogen und gehätschelt zu haben, die im Namen der Freiheit, der christlich-demokratischen Nächstenliebe, alle ,Gutmenschen’, Linke, Liberale und Muslime, die nicht mit dieser kranken Gedankenwelt d’accord sind, zur Zielscheibe manifestiert haben. Das, was in Oslo passierte, ist einzig auf das Konto dieser angestoßenen ,Schicksalsfrage’ zuzuschreiben…“ – stellt Ercan Tekin auf der Seite „Turkishpress“ unter der Überschrift „Wilders, Sarrazin, Broder – geistige Brandstifter?“ fest, wobei das Fragezeichen eine eher rhetorische Funktion hat.

Mit der „Euterclique“ sind Seyran Ates, Necla Kelek, Güner Balci, Cigdem Toprak und andere Journalistinnen gemeint, die dem Mitarbeiter von „Turkishpress“ dermaßen zuwider sind, dass er sich nicht dazu überwinden kann, sie beim Namen zu nennen. / Henryk M. Broder, Die Welt

Man muß nicht jede Ansicht von Broder, Kelek und beliebig anderen teilen, aber die Metonymie „Euterclique“ in Bezug auf ein paar Frauen, deren Ansichten „mann“ nicht teilt, ist widerlich, sexistisch und verräterisch.

Im folgenden Auszug aus Ercan Tekins Beitrag sind von den 6 Anführungszeichen die ersten beiden einschlägig (wir erinnern uns, es geht um den Anschlag in Norwegen!, „diese Kulturlandschaft“ meint eine vermeintlich christlich-“jüdische“ Verschwörung gegen einen vom Autor zwangsvereinheitlichten „Islam“:

Die Devise lautet nun in dieser christlich-“jüdisch“ geprägten Kulturlandschaft entweder „rette sich wer kann!“ oder „jetzt erst recht!“.



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