100 DVDs in 100 Wochen: Is‘ was, Doc?

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Veröffentlicht am 1. Oktober 2014 | von Jeannine Riepl

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100 DVDs in 100 Wochen: Is‘ was, Doc?

Nummer 26 im Feature 100 DVDs in 100 Wochen ist Peter Bogdanovichs Is‘ was, Doc?, eine Komödie in Screwball-Tradition. Ich muss zugeben, dass ich nicht so unbedingt zu den Fans von Komödien zähle. Meistens sind sie nicht so witzig wie gedacht, oft ist der Humor sehr platt und überhaupt so gar nicht mein Fall. Ich bin also gespannt, ob Is’ was, Doc? mich trotzdem überzeugen kann.

Der Inhalt: Okay, wo fange ich am besten an? Howard Bannister (Ryan O’Neal) ist als Musikologe zu einem äußerst spannenden Kongress – oder besser gesagt – einem Bankett zur Verleihung eines Stipendiums eingeladen. Er kämpft mit einem weiteren Bewerber um die Ausschreibung und wird vor allem von seiner Verlobten Eunice Burns (Madeline Kahn) dazu gedrängt sich entsprechend zu benehmen. Die hat aber die Rechnung ohne Katastrophen-Magnet Judy Maxwell (Barbra Streisand) gemacht. Die Dame macht es sich nämlich zur Aufgabe, Howard aus seinem Spießer-Dasein zu befreien und soviel Chaos wie möglich zu stiften.

Zugegeben, mit dem Inhalt kann man nicht sonderlich viel anfangen, aber hey, es handelt sich hierbei um einen Film in klassischer Screwball-Tradition. Sprich: es gibt zwischen den Sketchen absolut keine Atempause. Witz folgt auf Witz, Atempausen braucht kein Mensch. Um von der Rückseite der DVD sinngemäß den Ablauf wiedergeben: Ein Hotelzimmer brennt aus, drei Autos versinken im Meer, ein Richter bricht zusammen, eine Gangsterbande quittiert ihren Job, ein ruhiger Professor verliert die Nerven. Und Schuld an allem hat Barbra Streisand, die wie ein Wirbelwind durch den ganzen Film fegt.

Peter Bogdanovich hat übrigens Ryan O’Neal zu Cary Grant geschickt, damit er ihm Tipps für seine erste Komödie gibt – alleine das klingt schon nach Unterhaltung genug, irgendwie. Jedenfalls hat ihm dieser geraten, immer seidene Unterwäsche zu tragen. Aha – was für ein grandioser Rat. Nichtsdestotrotz ist Is was, Doc? gespickt von herrlich amüsanten Szenen und zahlreichen Hommagen etwa an klassischem Slapstick und in Richtung Warner-Brothers Cartoons - denn schon der Filmtitel stammt ja aus einem Bugs-Bunny Zeichentrickfilm der 50er Jahre. Und ich muss zugeben, obwohl ich Komödien eben immer sehr skeptisch gegenüber stehe, ist diese aus dem Jahr 1972 wirklich gelungen. Die obligatorische riesige Glasscheibe darf bei der irrwitzigen Verfolgungsjagd quer durch San Francisco natürlich auch nicht fehlen.

Daher meine Empfehlung: Unbedingt anschauen! Und wenn man sich so sein Wochenende amüsanter machen möchte – einen Shot pro von Streisand verursachten Unfall und einem lustigen Abend steht nichts mehr im Wege. Nächstes Mal geht es weiter mit Martin Scorseses Wie ein wilder Stier.

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Tags:100 DVDs in 100 Wochen


Über den Autor

100 DVDs in 100 Wochen: Is‘ was, Doc?

Jeannine Riepl Aufgabenbereich selbst definiert als: Background-Infosammlerin im Bereich Film und TV. Findet dass “Keine Feier ohne Geier” einer der witzigsten Sätze in der Geschichte des Disney-Films ist.



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