100 DVDs in 100 Wochen: Butch Cassidy und Sundance Kid

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100 DVDs in 100 Wochen: Butch Cassidy und Sundance Kid

Nummer 92 im Feature 100 DVDs in 100 Wochen ist, wieder Mal, ein Western – diesmal von Regisseur George Roy Hill: Butch Cassidy und Sundance Kid (1969, Originaltitel: Butch Cassidy and the Sundance Kid).

Im Laufe des Features sind mir wirklich schon unzählige Western untergekommen – so gut wie alle haben eines gemeinsam: Ich mag sie nicht. Es gibt einfach Genres, die einem nicht unbedingt liegen und da gehören Western für mich leider dazu. Nichtsdestotrotz versuche ich mich positiv auf Butch Cassidy und Sundance Kid einzulassen.

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Die Story des Films aus dem Jahr 1969 zeigt die beiden Outlaws Butch Cassidy (Paul Newman) und Sundance Kid (den bis dahin recht unbekannten Robert Redford) beim Überfall ihrer Bande auf die Union-Pacific-Bahn. Doch es soll nicht ein einfacher Raub sein, nein, sie beschließen den Zug sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt zu überfallen. Was zunächst gut funktioniert, stellt sich beim zweiten Mal als Schnapsidee heraus, denn der Sheriff wartet bereits im Zug auf sie. Die beiden entkommen nur knapp und so beginnt eine Verfolgungsjagd quer durch die USA bis nach Bolivien.

Ich muss ehrlich zugeben, ich bin positiv überrascht. Butch Cassidy und Sundance Kid zählt zu den etwas ungewöhnlicheren, weil viel lustigeren, Western. Die beiden Hauptfiguren tun etwas, was Westernhelden normalerweise nicht machen – sie laufen tatsächlich weg. Das bemerkte auch der Autor William Goldman, als dieser die Geschichte zum ersten Mal in den 50ern in die Hände bekam. Ende der 60er ging er dann gemeinsam mit Regisseur George Roy Hill das Projekt an – nach einigen Kämpfen mit den Produzenten konnte der Film schließlich Riesenerfolge (4 Oscars) erzielen – er machte aus Goldman einen der gefragtesten Autoren Hollywoods und den bis dato unbekannten Redford zum Star. Apropos Redford: Wer sich schon immer gefragt hat, wovon das Sundance Film Festival seinen Namen hat – hier die Antwort: Redford kaufte sich eine Ranch in Utah, welche er auf den Namen Sundance taufte, später gründete er im nahegelegenen Park City ein Filmfestival, auf welches der Name überging.

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Es ist wohl sowohl die etwas stümperhafte Art, mit der die beiden Outlaws ans Fliehen herangehen, als auch die etwas seltsam anmutende Dreiecksbeziehung mit Etta Place (Katharine Ross), welche Butch Cassidy und Sundance Kid zu einem sehr unterhaltsamen Western macht – während der 106 Minuten Laufzeit langweilt man sich eigentlich nie. Umso dramatischer ist dann der Schluss, welcher zwar das Schicksal der beiden Freunde nicht offen lässt – zu sehen bekommt man es allerdings nicht, man hört ihr Ende.

Meine Empfehlung: Warum eigentlich nicht? Es gibt derart viele Western, welche nach dem immer gleichen Schema ablaufen – Butch Cassidy und Sundance Kid ist da eine willkommene Abwechslung.

Das nächste Mal geht es weiter mit Akira Kurosawa’s Rashomon.


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Autor

Jeannine Riepl

Aufgabenbereich selbst definiert als: Background-Infosammlerin im Bereich Film und TV. Findet dass “Keine Feier ohne Geier” einer der witzigsten Sätze in der Geschichte des Disney-Films ist.


 
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