10 Tipps für einen bienenfreundlichen Garten

Bienenfreundlichen Garten mit vielen Blumen bestückenEine Bienenwiese beinhaltet eine bunte Vielfalt an Blumen, Stauden und Kräutern, die in Kombination miteinander für einen perfekten Lebensraum sorgen.

Für Honigbienen, Hummeln und Wildbienen im Besonderen sind Pestizide und auch Nahrungsmangel ein sehr großes Problem und sorgen für eine Bedrohung der Tierarten. Der Mensch und auch die Pflanzenwelt sind jedoch auf die Arbeitskraft dieser Tierchen angewiesen. Sie bestäuben Pflanzen und sind somit nachweislich für den Ernteerfolg bei den Nahrungsmitteln verantwortlich und spielen bei deren Ernte und Produktion eine entscheidende Rolle. Für einen bienenfreundlichen Garten zu sorgen, ist somit durchaus sinnvoll.

Ebenso sind sie wichtig, damit die Pflanzen auch bestäubt werden und Früchte wachsen können. Somit sollten wir für die Bienen möglichst gute Bedingungen schaffen, damit sie leben und ihrer Arbeit nachgehen können. Doch wie können Sie den Tieren helfen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen bienenfreundlichen Garten anlegen können und den Tieren so einen guten Lebensraum schaffen und das Überleben der einzelnen Arten sichern können.

Das gesamte Jahr mit bienenfreundlichen Pflanzen im Garten

Eine sterile Rasenfläche ist für Bienen kein Paradies. Die Tiere brauchen Blühpflanzen, um Nektar und Pollen zu finden. Um einen bienenfreundlichen Garten anzulegen, sollten vom frühen Frühjahr bis in den Spätherbst Pflanzen blühen, von denen sie sich ernähren können. Sie können auch ein kleines Bienenparadies auf Ihrem Balkon anlegen. Wenn die Bienen vom Winter ausgehungert sind, freuen sie sich über Salweide, Schneerose, Winterling, Haselnuss oder auch Winter-Heckenkirsche. Es gibt viele Pflanzen, die Bienen sehr zu schätzen wissen. Das übliche Nahrungsangebot für Bienen nimmt jedoch im August schon wieder ab. Für den Herbst eignen sich Pflanzen wie Sonnenblumen, Dahlien, blaue Gänseblümchen, Astern, Prachtscharten und Efeu. 

Einige bienenfreundliche Pflanzen

Die Tiere essen und bestäuben nicht nur Blumen, sie mögen auch Sträucher und Bäume. Die beliebtesten sind: 

  • Weide
  • Weißdorn
  • Pfaffenhütchen
  • Kornelkirsche
  • Schlehe

Stauden

  • Akelei
  • Sonnnhut
  • Schafgarbe
  • Lungenkraut
  • Katzenminze

Sommerblumen

  • Kornblume
  • Kapuzinerkresse
  • Schmuckkörbchen
  • Zinnien
  • Löwenmäulchen

Keine gefüllten Blüten für Bienen

Bienen finden in gefüllten Blüten keine Nahrung. Doch viele Gärtner nutzen diese, da die Pflanzen einen opulenten Blütenkopf haben und sich aus kaum sichtbar vielen Schichten von Blütenblättern zusammensetzt. Sie sehen wunderschön aus. Pfingstrosen, Astern, viele Rosensorten und auch Dahlien zählen zu den gefüllten  Pflanzen. Doch die Insekten finden in diesen Pflanzen keine Nahrung, da sie aufgrund der Blätterfülle nicht zum Blütenstempel der Pflanze vordringen können. Um einen guten Ausgleich zu schaffen, sollte zu jeder gefüllten zwei ungefüllte Pflanzen gepflanzt werden. Tolle Begleitpflanzen für Rosen sind Fetthenne, Katzenminze, Frauenmantel und Steppensalbei.

Lückenfüller sind gern gesehen

Einer Wüste für Bienen kommen nackte Erde, trostlose Monokulturen und eintönige Rasenflächen gleich. An diesen Orten finden sie keinerlei Nahrung. Um den Bienen ein kleines Paradies anzubieten, können Sie  jede kleine Lücke nutzen und dort Ringelblumen, Lein und Kapuzinerkresse anpflanzen. Diese Blumen sind auch im Gemüsegarten bestens aufgehoben. Bienen bestäuben Ihre Gemüsepflanzen und zudem halten die Pflanzen Schädlinge fern. 

Wildblumenecke

Viele Menschen möchten einen ordentlichen Garten. Eine grüne Rasenfläche ohne Unkraut, gepflegte Hecken und Beete. Oft findet sich dort aber für Bienen keine Nahrung. Verwildern lassen möchte jedoch niemand sein Grundstück. Dafür können Sie eine kleine Ecke in Ihrem Garten als Wildblumenecke anlegen und beim Rasenmähen einige kleine Inseln stehen lassen. Bienen finden bis Ende Oktober Nahrung, wenn Sie Brennnessel stehen lassen. Ebenso freuen sich Bienen über Wildblumen wie Rainfarn, Schafgarbe, Malven, Glockenblumen, Wiesen-Salbei und Margeriten.

Bio – Den Bienen zuliebe

Sie können Bienen auch mit biologischen Lebensmitteln helfen, da bei diesen keine Spritzmittel eingesetzt werden und eine bienenfreundliche Landwirtschaft betrieben wird. 

Wildsträucher

Schlehdorn, Weißdorn, Holunder, Heckenrose, Kornelkirsche, Felsenbirne und Berberitze sind bienenfreundliche Wildsträucher und können sowohl als Heckenformation wie auch Solitärgehölze eingesetzt werden. Für Bienen sind Wildsträucher in der Blütezeit absolute Schlemmerparadiese. Im Winter bieten sie heimischen Wintervögeln zudem eine wundervolle Früchtequelle mit Ihren Früchten. Einige Arten sind sehr gut geeignet, um aus den Früchten der Wildsträucher sehr gesunde und köstliche Wildfruchtmarmeladen herzustellen. 

Nisthilfen für Wildbienen im bienenfreundlichen Garten

Gerade Wildbienen sind vom Aussterben bedroht. Nisthilfen sind daher für diese Tiere sehr gut, um ihnen bei ihrer Erhaltung zu helfen. Es gibt jedoch auch Arten, die gern im sandigen Boden brüten, andere mögen eher lehmigen Sand in einem Tontopf. Einige brüten auch gern in Bambusstäben, Totholz oder markhaltigen Stängelstücken. Es ist nicht schwer, einen Nistkasten für Bienen zu basteln. Jedoch lässt sich dieser auch in verschiedenen Geschäften kaufen. Dieser sollte am besten an einem trockenen, sonnigen Ort in der Nähe der Hauswand aufgestellt werden.

Bienenfreundlich und trotzdem gepflegt

Ein bienenfreundlicher Garten bedeutet nicht, dass Sie ein verwildertes Grundstück haben.  Dabei sollte auf Abwechslung und Artenvielfalt geachtet werden. In einen gepflegten, englischen Rasen können somit stellenweise Schneeglöckchen, Krokusse und Blausterne gepflanzt werden. Rosen haben gern Steppensalbei, Frauenmantel und Katzenminze als Nachbarn. Einjährige Blumen wie Kornblumen, Ringelblumen, Kosmeen, Mohnblumen und auch Phazelien eigenen sich hervorragend als Lückenfüller in Staudenbeeten. Einjährige Sommerblumen (Lobelien, Tagetes und Jungfer) können auch im Balkonkasten Platz nehmen und Bienen haben dadurch genügend Nahrung.

Kräuter sind ein Bienenparadies

Viele Menschen lieben frische Kräuter über ihrem Essen und nutzen diese gern zum Kochen. Doch auch für die Bienen sind Kräuter ein geschmackliches Paradies. Nicht nur Bienen werden von Kräuter angelockt, auch Hummeln und bunte Schmetterlinge lieben Salbei, Thymian, Pfefferminze, Borretsch, Schnittlauch, Lavendel, Oregano, Ysop und Basilikum. Die Kräuter lassen sich wunderbar im Balkonkasten oder auch in Beeten anpflanzen. Für Bienen ist dies ein wunderbares, reichhaltiges Buffet.

Keine Chemie für Bienengärten

Verzichten Sie auf Chemie, wenn Sie den Bienen einen bienenfreundlichen Garten bieten möchten. Chemie in Form von Pestiziden schaden Bienen und Insekten und Pflanzen lassen sich auch durch gezielten Fruchtwechsel und Mischkultur vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Es helfen auch größere Abstände der Pflanzen zueinander und beim Düngen sollten Sie auf organische Düngemittel setzen. Diese können Stallmist, Kompost oder Hornspäne sein. 


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