10 Tipps für eine optimale Gartenbewässerung

10 Tipps für eine optimale Gartenbewässerung

Für Pflanzen ist Wasser unentbehrlich – sie brauchen es zum Leben. In unseren Gärten kommt es auf den dicht bepflanzten Beeten, besonders in sonnigen und heißen Lagen, sehr schnell zu einem Wassermangel. Dieser führt letztendlich zu großen Schäden an den Pflanzen. Somit gehört eine regelmäßige Gartenbewässerung zu den wichtigsten Aufgaben in Nutz- und Ziergartenanlagen. Je nach Gartengröße greifen viele Gartenbesitzer entweder auf die klassische Gießkanne zurück oder setzen eine automatische Bewässerungsmöglichkeit ein. Aber unabhängig davon, welche Art der Bewässerung Sie bevorzugen, sollten Sie beim gießen so einiges beachten. Deshalb haben wir für Sie im Folgenden 10 hilfreiche Tipps, wie Sie ihren Garten optimal bewässern. So bewahren Sie mit Sicherheit jede Pflanze vor dem austrocknen und erleichtern sich die Arbeit bei der Bewässerung.

1. Für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgen

Der überwiegende Teil unserer Pflanzen benötigt eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Allerdings kann vor dem Gießen ein ganz leichtes Austrocknen des Wurzelballens einen Wachstumsschub für die Wurzeln auslösen. Wirken die Pflanzen bereits besonders welk, ist es höchste Zeit für die Gartenbewässerung. Ein zeichen hierfür sind schlaff erscheinende Blätter oder hängende Blütenköpfe.

Gerade für die Ausbildung gesunder Wurzeln ist ein gleichmäßiges, durchdringendes Gießen wichtig. Benetzen Sie auf Dauer nur die oberen Erdschichten, werden die Pflanzen ihre Saugwurzeln nur unregelmäßig ausbilden. Diese sind im Normalfall bei den Pflanzen für einen stetigen Wassernachschub verantwortlich.

2. Nicht zu häufiges, aber durchdringendes Gießen

Ein nicht allzu häufiges, aber ausreichend durchdringendes Gießen sorgt für ausreichend stark entwickelte Wurzeln. Das Motto ist: lieber etwas seltener, aber reichlich Wasser als oft zu wenig. Demnach reichen für ein Beet üblicherweise ein bis zwei wöchentliche Gießvorgänge aus.

Wenn Sie zu Gießkanne und Wasserschlauch greifen oder Ihre Bewässerungsanlage in Gang setzen, sollte das Wasser so ausgiebig sprudeln können, dass auch die untersten Bodenschichten gut damit versorgt sind. Gießen Sie auf die Dauer lediglich obere Erdschichten, würden die Pflanzenwurzeln sich vorzugsweise im oberen Bereich ausbreiten, um auch in Trockenperioden ausreichend Feuchtigkeit ansaugen zu können.

3. Früh morgens oder spät abends gießen

Als günstigste Zeit zum Gießen gelten die Morgen- oder besser noch die Abendstunden. Dann ist das Wasser in der Lage, effektiv einzusickern, während in der Hitze der Mittagszeit ein großer Teil der Feuchtigkeit sehr schnell verdunsten würde. An kalten Tagen oder auch zur Vorbeugung von Schneckenfraß ist morgendliche Gartenbewässerung empfehlenswert.

Trifft das Gießwasser auf den am Abend oder über die Nacht abgekühlten Gartenboden, verdunstet dagegen weniger Wasser. Die Pflanzen sind dann in der Lage, sich rechtzeitig vor der Hitze des Tages mit ausreichend Wasser zu versorgen. Trifft eine starke direkte Sonnenstrahlung auf Wassertropfen, kann es zum unerwünschten Brennglaseffekt kommen. Dieser hinterlässt hässliche Flecken auf Blüten und Blättern – und ist somit ein weiterer Grund, den Gießzeitpunkt nicht im strahlenden Sonnenschein zu wählen.

4. Die passenden Wassermengen geben

Richtiges Gießen bedeutet also, dass stets ausreichend Wasser an das gesamte Wurzelwerk der Pflanzen gelangt. Während ungleichmäßiges Gießen und zu geringe Wassermengen gerade bei gemulchten Böden nur die oberen Zentimeter des Gartenbodens durchfeuchten, sind besonders unsere Nutzpflanzen nach der Pflanzung bzw. nach ihrem Austrieb und in ihren Reifephasen vor der Ernte besonders auf eine gleichmäßige, ausreichende Bodenfeuchtigkeit angewiesen. Die verschiedenen Pflanzen zeigen ohnehin unterschiedliche Abhängigkeiten von der Wasserzufuhr: Gerade Sommerblumen, Gemüse und viele Stauden sind während ihrer Wachstumszeit auf eine gleichmäßige, ausreichende Wasserzufuhr angewiesen.

Gehölze sollten Sie dagegen allenfalls während anhaltender Trockenperioden oder auf schnell austrocknenden Böden zusätzlich gießen. Denn ihr ausreichend weit verzweigtes Wurzelsystem sorgt für genügend Flüssigkeitszufuhr. Allerdings sind frisch gepflanzte Sträucher oder Bäume für extra Wassergaben dankbar. Damit das Gießwasser auch tatsächlich im Wurzelbereich der Gehölze ankommt, bewährt sich das Anlegen eines Gießrandes: Dazu wird ein kleiner Erdwall rund um den Rand der Baumscheibe aufgeworfen.

5. Die Blätter sollten trocken bleiben

Ein Benetzen der oberirdischen Pflanzenteile und besonders der Blätter sollte vermieden werden. Einerseits wird dadurch Wasser vergeudet und andererseits besteht die Gefahr, dass aus den nassen Blättern auch kranke Blätter werden. Müssen die Pflanzen dazu noch zu eng heranwachsen, wird durchnässtes Blattwerk anfälliger für diverse Blattpilzerkrankungen und Pilzinfektionen wie Mehltau, Apfelschorf, Rosenrost, Grauschimmelfäule oder Braunfäule bei Tomaten.

Das macht auch den Einsatz eines herkömmlichen Wassersprengers im Gemüsebeet bedenklich. Denn er verteilt das kostbare Nass allzu großzügig auf den Blättern. Am Besten werden die Pflanzen direkt an den Wurzeln mit der Kanne oder mit Spitze oder Brause des Gartenschlauchs gegossen. Dazu rechnen Sie etwa zehn bis zwanzig Liter pro Quadratmeter. Das entspricht etwa zwei gefüllten Gießkannen.

Zudem gilt: keine Regel ohne Ausnahme. Zum Fortspülen einiger hartnäckiger Schädlinge wie Spinnenmilben oder Blattläuse dürfen Sie die Gewächse ohne Weiteres auch einmal entgegen der Gießempfehlungen von oben bespritzen – am besten an bewölkten Tagen oder in den Morgenstunden.

6. Größere Wassermengen in Teilen gießen

Ob mit der Gießkanne oder mit dem Wasserschlauch: Nach dem Beginn der jeweiligen Gartenbewässerung braucht das Gießwasser einen Moment, bis es vollständig im Gartenboden versickert ist. Das dauert umso länger, je abgetrockneter oder gar verkrustet die Erde ist. Bevor das Wasser ungenutzt über die Oberfläche abläuft, sollte die notwendige Menge Gießwasser in zeitlich versetzten Teilmengen abgegeben werden.

Danach gilt eine Grundregel der Gartenbewässerung umso mehr: Lockern Sie nach der Gartenbewässerung die Oberfläche des Bodens ausreichend. Denn eine feinkrümelige Bodenstruktur verhindert allzu schnelles Verdunsten des Wassers aus der Erde.

7. Sowohl verteilt als auch punktgenau gießen

Gut verteilte Feuchtigkeit ist der erstrebenswerte Zustand des Gartenbodens. Allerdings ist es ungünstig, immer nur an den jeweiligen Wurzelbereich zu gießen. In der Folge kann sich nämlich einseitiges Wurzelwachstum ausprägen. Damit verschlechtert sich die Nährstoffausbeute im Gartenboden. Daher ist es günstig, das Wasser mit der Gießkanne rund um die jeweilige Pflanze und außerdem im ganzen Traufenbereich zu verteilen.

Beispiel: Als Traufbereich eines Baumes wird das Ausmaß seiner Krone, übertragen auf die horizontale Fläche rund um seinen Stamm bezeichnet.

8. Die richtige Erde verwenden

Es gibt leichte Sand-, schwere Ton- und gemischte Lehmböden. Sandböden haben viele Luftzwischenräume und können nur wenig Wasser und Nährstoffe speichern. Wer feine Tonteilchen untermischt und regelmäßig Kompost einarbeitet, kann Sandböden allmählich verbessern. Außerdem sollten Sie den Sandboden mit einer Mulchschicht abgedecken, welche die Wasserverdunstung eingrenzt. Tonböden sind nährstoffreich. Sie sind optimale Wasserspeicher. Sind sie allzu schwer, sollte Sand oder Kalk eingearbeitet werden.

Lehmböden sind besonders gut: Als Mischungen aus Sand und feinen Tonteilchen speichern Lehmböden gerade so viel Wasser, wie die Pflanzen brauchen. Dieser Qualitätsboden ist warm, gut durchlüftet und nährstoffreich. Er eignet sich nicht nur für Zierpflanzen, sondern auch für den Obst- und Gemüseanbau – und gerade infolge des Winters oder ausgeprägter Nässeperioden sorgt er für den besten Wasserabzug.

9. Keine Staunässe

Gartenboden besteht idealerweise aus Muttererde über einer Schicht aus Humus. Die Gartenbewässerung ist in den meisten Fällen bei Beachtung der genannten Regeln unproblematisch. Aber wenn sich dicht unter der Oberfläche des Gartenbodens eine besonders ausgeprägte wasserundurchlässige Tonschicht befindet, kann Wasser manchmal allzu schlecht ablaufen. Dann müssen sogenannte Sickerschächte angelegt werden. Dazu werden im Abstand von etwa 15 Metern senkrechte Löcher durch die Tonschicht gebohrt, um das Sickerwasser nach und nach abzuleiten. Ansonsten verfaulen die Wurzeln trotz regulärer Gartenbewässerung. Die Sickerschächte werden dabei mit Kies aufgefüllt.

Ein anderer Fall tritt ein, wenn der Grundwasserspiegel im Garten allgemein zu hoch ist. Dann wird der Garten mit etwa 80 cm tiefen Gräben durchzogen, in die Drainagerohre eingelegt werden. Diese sollten mit einem leichten Gefälle zu einer Sickergrube hin führen.

10. Wasser sparen – automatische Gartenbewässerung nutzen

Eine Regel der sinnvollen Gartenbewässerung besagt, so viel wie nötig, aber auch so wenig wie möglich zu gießen. Wunderbar funktioniert das über automatische Methoden der Gartenbewässerung. Sie sparen dabei nicht nur Wasser sondern verringern auch den Aufwand bei der Bewässerung. Zu den Möglichkeiten einer automatischen Gartenbewässerung gehören beispielsweise Sprinkleranlagen, die oft zur Beregnung von Rasenflächen eingesetzt werden oder auch eine Tröpfchenbewässerung, die Wasser zur Bewässerung kostensparend einsetzt. Bei letzteren bewässern Tropfrohrsysteme Gehölze und Hecken äußerst effizient.

Auch Viereckregner und Versenkregner gehören zu den Systemen automatischer Gartenbewässerung. Die entsprechenden Modelle werden einfach an die Wasserleitung angeschlossen, dann verteilen sie das Wasser gleichmäßig über die jeweilige Gartenfläche. Ein Viereckregner hat meist einen Mechanismus zum Schwenken, der eine Beregnung größerer Bereiche ermöglicht. Er kann unproblematisch im Garten umgestellt werden. Moderne Versenkregner lassen eine automatische, und bei Einsatz von Feuchtigkeitssensoren, besonders intelligente Gartenbewässerung zu – und sie verschwinden bei Inaktivität ganz einfach im Boden.


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