10 Things I Learned From Beauty Blogging

Liebe Mädels, 
auf ein paar englischsprachigen Blogs habe ich einen interessanten "TAG" entdeckt, den ich gerne aufnehmen würde. Gleichzeitig würde ich mich freuen, wenn auch andere Bloggerinnen mitmachen. Es geht um 10 Dinge, die man durch das Beauty Bloggen gelernt hat. 
10 Things I Learned From Beauty Blogging
Ich schreibe nun seit über drei Jahren meinen Blog "Blush Affair" und natürlich hat sich seit dem ersten Tag viel verändert. Nicht nur meine Fotos, die Inhalte und Themen, sondern auch ich als Person. Ich habe mal versucht diese Entwicklungen in 10 Punkten unterzubringen.
10 Things I learned From Beauty Blogging

10 Things I Learned From Beauty Blogging

2011

1. Neue Türen öffnen sich.Als aller erstes muss ich sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann nicht mehr zu bloggen. Nach über drei Jahren ist Blush Affair so ein großer Teil von mir und meinem Alltag geworden, den ich mir nicht mehr wegdenken kann. Das Bloggen hat sich zu einem wunderbaren Hobby entwickelt und hat mir zugleich schon sehr viel ermöglicht. Rückblickend habe ich vor allem viele tolle Menschen getroffen und interessante Kontakte geknüpft. Außerdem habe ich für mich selbst gemerkt, wie viel Spaß es mir macht zu schreiben, zu fotografieren und mich mit Beautythemen zu beschäftigen, so dass ich mittlerweile sogar versuchen möchte beruflich in diese Richtung zu gehen. Wer weiß wo ich jetzt stehen würde, wenn ich den Blog niemals angefangen hätte..  :)
2. Um Beauty Produkte zu beschreiben, bedarf es einen besonderen Wortschatz. petrolblau, nachtblau, semi-matt, dewy, seidig,...Damit meine ich die Beschreibungen von Farben, Konsistenzen, Texturen, Finishes usw. Um ein Produkt wirklich genaustens zu beschreiben, muss man teilweise wirklich kreativ werden und sich ein paar Wörter aneignen, die man zuvor noch nie gebraucht hat. Gleichzeitig macht das aber auch den Spaß an Make up aus, dass es so viele verschiedene Formen, Farben und Sorten gibt und man die für sich passenden Eigenschaften entdecken kann. Zudem sind Beautyblogs durchzogen mit bestimmten Abkürzungen, die auf viele Neulinge sicherlich erstmal etwas befremdlich wirken. Das merke ich vor allem dann, wenn Freunde mich fragen, was denn ein AMU sei ;)
3. Das Bloggen eröffnet eine ganz neue Marken- und Produktwelt.Bevor ich angefangen habe zu bloggen und selbst andere Blogs zu lesen, hatte ich zwar auch schon ein großes Interesse an Make up, aber meine Beautywelt war eher auf die Drogerie beschränkt. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen online Produkte zu bestellen oder High End Produkte in der Parfümerie zu kaufen. Aber mit der Zeit wurde man neugieriger und mutiger. So bestellte ich plötzlich Lidschattenpaletten bei Zoeva, entdeckte Sleek für mich, war fasziniert von Mac und kaufte mir meinen ersten Dior Lippenstift. Nun reicht es teilweise schon aus nur eine Verpackungsecke zu sehen und man weiß um welche Marke es sich handelt. Vor allem bei Foundations bin ich froh, über den Drogeriemarkt-Tellerrand hinausgeblickt zu haben, denn so gabs auch endlich mal die richtige Farben für meine blasse Haut. Im Allgemeinen hätte ich wohl viele geliebte Produkte ohne das Bloggen und Lesen anderen Blogs niemals entdeckt und würde sehr viel verpassen. Und vor allem habe ich gelernt, wie wichtig eine Eyeshadow Base ist! :D
4. Meine preisliche Schmerzgrenze hat sich verändert.Mit der Eröffnung einer neuer Markenwelt kamen gleichzeitig auch andere Preise auf mich zu. Vor ein paar Jahren wäre es für mich unvorstellbar gewesen, dass ich einen Lippenstift für 20 Euro oder eine Foundation für 40 Euro kaufe. Auch jetzt sind das noch hohe Summen für mich, aber ich wenn mir das Produkt wirklich zusagt, dann bin ich bereit dazu mehr auszugeben. Dennoch habe ich durch die vielen Reviews auf meinem Blog auch gelernt, dass teuer nicht immer besser sein muss. Daher kaufe ich immer noch gerne in der Drogerie ein.
5. Das perfekte Foto braucht sehr viele Anläufe.Gerade bei den Reviews und Augen Make ups lege ich sehr viel Wert auf möglichst authentische Bilder, d.h. realistisch abgebildete Farben. Das funktioniert leider nicht immer so gut, wie man möchte. Zum einen muss das Licht stimmen und gerade im Winter hat man abends keine Chance mehr auf eine gute Beleuchtung. Ein Grund dafür, dass ich mir Tageslichtlampen angeschafft habe. Dann spielt natürlich auch eine gute Kamera eine große Rolle und die richtige Bearbeitung der Bilder. So kann es gut und gerne mal sein, dass man für das perfekte Foto ungefähr 50 Mal auf den Auslöser gedrückt hat. Mit der Zeit ist man etwa geübter und ein Schwenkdisplay hilft vor allem bei Fotografieren des Auges, dennoch habe ich gelernt, dass Speicherkarten mit viel Platz definitiv von Vorteil sind und dass ich für das Fotografieren Zeit einrechnen muss ;)
6. Bloggen ist sehr zeitintensiv.Es ist nicht nur das Fotografieren, das nicht immer sofort klappen möchte und daher zeitintensiv ist. Für eine gute Review ist natürlich auch Recherche wichtig und auch der Text kann nicht mal eben so zwischen Tür und Angel geschrieben werden. Zu Beginn meines Blogs habe ich tatsächlich noch bis zu 30 Posts im Monat verfasst. Zum einen hatte ich damals noch viel mehr Freizeit, zum anderen waren die Posts aber auch eher kurz und inhaltlich nicht so ergiebig. So kann man es natürlich auch handhaben. Mir ist mittlerweile der Inhalt wichtiger und daher braucht ein Artikel schon ein bisschen mehr Zeit. Aber auch das Studium ist nun am Ende nochmal sehr einnehmend und daher muss man für sich selbst einfach Prioritäten setzen.Ich denke, dass das Bloggen nur Sinn macht, wenn man Zeit hat, denn nur dann hat man Spaß dabei und kann seinen Ansprüchen gerecht werden. Lange Zeit ist es mir sehr schwer gefallen, kein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich nur noch einen Post die Woche geschafft habe. Aber genau das ist es: Ich möchte nicht geschafft sein vom Bloggen, sondern Freude daran habe. Somit mache ich mir weniger Druck und bin nicht immer up-to-date und schaffe nicht immer das, was ich mir vorgenommen habe. Dafür steckt in jedem Post mein Herzblut und ich kann auch wirklich dahinter stehen. Das ist mir das Wichtigste!
7. Erfolg erfordert Entscheidungen.Mit der Zeit wuchs mein Blog, worüber ich mich natürlich riesig gefreut habe, bis heute. Jeder neue Leser ist eine kleine Motivation, jeder Kommentar versüßt den Alltag und positives Feedback verleiht ein kleines bisschen Bestätigung, dass man etwas richtig macht. Mit dem wachsenden Erfolg kommen aber auch zunehmend Anfragen von Firmen. Irgendwann steht man dann vor der Entscheidung, wie man diese Anfragen und Angebote für sich nutzen möchte.Zum einen bieten PR Samples eine größere Marken- und Produktvielfalt, da ich mir vieler der Produkte nicht selbst kaufen kann und manche vielleicht sogar gar nicht entdeckt hätte. Andererseits steigt so natürlich der Anteil von nicht-selbstgekauften Produkten, was einigen Leserinnen vielleicht auch mißfällt. Mir war und ist es sehr wichtig immer meine ehrliche Meinung zu geben und das bleibt auch oberstes Gebot bei allen Kooperationen, die ich eingehe. Neben den PR Samples sind es aber auch Entscheidungen, inwieweit man mit seinem Blog Geld verdienen möchte. Lange habe ich mich mit diesem Gedanken nicht beschäftigt und jegliche Kooperation "einfach so" umgesetzt. Letztlich kommt dann aber irgendwann die Frage auf, ob man für eine solche Werbung nicht auch bezahlt werden sollte. Somit musste ich lernen, den Wert meiner Arbeit einzuschätzen und diese mit einer Vergütung wertschätzen zu lassen. Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich mit meinem Blog Geld verdienen möchte, wenn es angebracht ist, thematisch zu mir passt und er dadurch nicht an Authentizität verliert. Daher sind solche Beiträge sehr selten und immer gekennzeichnet. Ich denke, dass jede Beauty Bloggerin für sich selbst entscheiden muss, wie sie mit diesem Thema umgeht und wie transparent sie es letztlich macht.
8. Bloggen bedeutet Teil einer Community zu sein oder sein zu können.Für mich ist dies eigentlich eines der besten Dinge, die ich gelernt oder erfahren habe. Durch den Blog habe ich so viele tolle Mädels kennengelernt und daraus sind sogar Freundschaften entstanden. Damit meine ich andere Bloggerinnen als auch Leserinnen. Vor allem bei Events macht es immer wieder Spaß mit Gleichgesinnten ausgiebig über Beauty zu quatschen und sich auszutauschen, sich gegenseitig Tipps und Empfehlungen zu geben. Ich habe hier sehr positive Erfahrungen gesammelt und bisher keinen Neid oder Missgunst untereinander erlebt. Vor allem finde ich, dass gegenseitiges Verlinken, Hinweise auf weitere Reviews von anderen Bloggerinnen etc. allen einen Mehrwert bietet.
9. Man stößt nicht immer auf Verständnis.Mit der Zeit erfuhren auch immer mehr Freunde und Verwandte von meinem Blog und die Reaktionen unterschieden sich doch sehr. Die einen sind begeistert und lesen hier sogar regelmäßig mit, die anderen interessieren die Themen nicht, sie sehen aber die Mühe und das Herzblut dahinter. Dann gibt es natürlich auch diejenigen, die absolut nicht nachvollziehen können, dass man zum einen so viele Produkte zu Hause hat und zum anderen auch noch darüber schreibt. Viele sehen Beauty eben als ein sehr oberflächliches Hobby, nicht mal als ein Hobby. Davon lasse ich mich aber nicht beirren. Ich bin der Meinung, dass jeder einen Faible für etwas hat oder eine Sammlleidenschaft, ein außergewöhnliches Hobby etc. Für mich ist das Beauty Bloggen Ausdruck von Kreativität, Spaß an Make up, Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten und Inspiration. 
10. Man kann es nicht jedem recht machen.Eine Erkenntnis, zu der ich erst so richtig mit der Zeit gelangt bin. Es wird immer jemanden geben, der meinen Blog nicht gut findet, meine Looks nicht mag, meinen Schreibstil doof findet oder auch einfach mich doof findet. Mit negativen Worten oder Kritik kann ich umgehen und finde sie auch wichtig. Dennoch gingen mir solche Dinge früher viel näher, haben mich verunsichert und ich habe mir viel zu viele Gedanken darum gemacht, wie etwas ankommt.Natürlich schaue ich, welche Posts wie oft angeklickt und kommentiert wurden, um einzuschätzen, ob ich diese Themen auch in Zukunft aufnehme. Letztlich schreibe ich ja nicht nur für mich, sondern für euch. Dennoch kann man nicht jeden für seine Themen und Interessen begeistern und daher sollten Zahlen nicht immer entscheidend sein. Ich kann für mich sagen, dass ich mit mir und dem Blog vollkommen im Reinen bin und auch wenn ich es nicht immer jedem recht machen kann, hoffe ich, dass ich euch hin und wieder für meine Welt begeistern kann. 

10 Things I Learned From Beauty Blogging

2014

So, das war ein laaanger Text und auch das sollte ich vielleicht noch lernen: mich kürzer zu fassen. Aber ich war schon immer ein Mensch der vielen Worte und das wird sich wahrscheinlich nicht mehr ändern.Ich hoffe, dass auch ihr euch nach 3 Jahren Blush Affair hier immer noch wohl fühlt, auch wenn es Veränderungen gab.
Jetzt seid ihr gefragt: Ich würde mich sehr freuen, wenn die Bloggerinnen unter euch vielleicht auch mal die Dinge zusammentragen, die sie durch das Beauty Bloggen gelernt haben. Seien es persönliche Erfahrungen oder auch auf Make up bezogen. 
Und an meine Leserinnen gebe ich gerne diese Frage weiter: Was habt ihr denn durch das LESEN von Beauty Blogs gelernt? :)
Alles Liebe,
10 Things I Learned From Beauty Blogging