10 alte Wörter, die wir öfter verwenden sollten

Von Franka @Ladies_andGents

Jahrzehntelang waren sie da und dann sind sie einfach weg: alte Wörter! Niemand nimmt sie in den Mund oder schreibt sie auf. Warum eigentlich? Und wo sind sie hin? Ich habe mich für euch auf die Suche nach Wörtern gemacht und versuche sie wieder aufleben zu lassen.

Abbitte

ist das demütige Bitten um Vergebung.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Heute sagen wir Entschuldigung. Damit befreien wir uns selbst von der Schuld. Wir ent-schulden uns. Die Abbitte ist wesentlich höflicher, da diese nicht angenommen werden muss. Wir stellen es dem Opfer frei, unsere Abbitte anzunehmen oder nicht.

Blaustrumpf

ist eine gebildete, emanzipierte Frau, die mit ihrer Art gegen das gängige Frauenbild ihrer Zeit verstößt.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Die Bezeichnung Blaustrumpf war abwertend gemeint. Aber das heutige Wort der Emanze finde ich auch nicht charmanter. Die Blaustrümpfe haben sich für unser Wahlrecht und den Zugang zur Hochschule eingesetzt. Ein Hoch auf die Blaustrümpfe!

Fräulein

ist die Bezeichnung für eine unverheiratete Frau.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Sind wir nicht alle ein bisschen ein Fräuleinwunder? Dieser Begriff ist sogar den Amis bekannt. Sie meinen damit attraktive und selbstbewusste Frauen aus dem Nachkriegsdeutschland.

Halbstark

ist die Bezeichnung für junge Männer, die aggressiv auftreten.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Halbstark impliziert ja schon, dass sie stärker tun als sie sind. Also Jungs: Tobt euch aus und dann kommt wieder brav nach Hause.

Kaiserwetter

meint sonniges Wetter und einen wolkenfreien Himmel.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Stellt euch den Wettermann vor, wie er vom Kaiserwetter spricht statt von Hochs und Tiefs! Großartig!

Pardauz

ist ein Synonym für Hoppla

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Hoppla klingt niedlich. Wenn mir ein Malheur passiert, sieht das aber selten niedlich aus. Es gleicht eher einem Pardauz.

Pfennigfuchser

meint eine geizige Person.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Den Pfennig gibt es nicht mehr. Aber das Wort Pfennigfuchser nimmt dem Geiz seine negative Eigenschaft. Ein Fuchs ist schlau. Und Geld sparen auch!

Schlampamen

bedeutet so viel wie schlemmen.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Weil schlampampen freudig klingt. Vergnügt und gedankenverloren.

Steckenpferd

meint eine Beschäftigung, der wir mit viel Leidenschaft nachgehen.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Das Steckenpferd ist ein Kinderspielzeug. Wenn Erwachsene von ihrem Steckenpferd reden, bedeutet es, dass sie dabei wieder zum Kind werden und viel Freude an der Tätigkeit haben.

Zeche

meint die Rechnung für Essen und Trinken. Im Ruhrpott nennt man auch ein Bergwerk Zeche.

Warum sollten wir das Wort öfter nutzen? Weil wir das Wort Zeche heute nur noch benutzten, wenn wir von Zeche prellen sprechen. Das ist doch nicht fair!

Welche vom aussterben bedrohten Wörter fallen euch noch ein?