1. Dettinger Ermstal Swim & Run

Von Wonseong

Das Bild täuscht: Auch wenn ich den Pokal für den ersten Platz in der M40 bekommen habe, hat es eigentlich „nur“ zu Platz 3 gereicht. Aber der Reihe nach…

Irgendwann erhielt ich von Bernd Weis auf Facebook die Einladung zum 1. Dettinger Ermstal Swim & Run. Toll, dachte ich. Passt doch genau: Neun Tage vor Roth nochmal ordentlich den Vergaser durchblasen mit einer kurzen, intensiven Spitze und dann nur noch locker das Tapering durchziehen. Kurzentschlossen meldete ich mich an, um diesen Event vor der Haustüre (wenn die Jungens endlich mal den Verteiler B28/B312 fertig kriegen würden, wäre ich in 20 Minuten da) nebenbei als Kontrasttraining zu den langen Einheiten der vergangenen Wochen mitzunehmen.

Leider klappte mit der Organisation noch nicht alles ganz rund beim ersten Versuch. So stresste ich mich und musste zwei wichtige Aufgaben auf nächste Woche verschieben, um „pünktlich“ um 17:15 Uhr im Dettinger Freibad zu sein. Dort stellte sich aber heraus, dass wir zwar die Wechselzone bis 17:45 Uhr hergerichtet haben müssen, unser Start aber erst um 20:00 Uhr erfolgen sollte. Argggh!

Anyway, zumindest wurde das Wetter immer besser, wenn es hintenraus auch schon ziemlich schattig war (12°C beim Heimfahren). Also wie ich das bei mir kenne: Je kürzer und intensiver der Wettkampf, desto länger muss ich mich warmmachen. Knapp eine Stunde vorher also warmlaufen und dann leider etwas zu lang „warm“ geschwommen. Die Minuten am Start zogen sich und wir fröstelten so dahin. Ich brauchte dann auch ungefähr bis zur Hälfte der Laufstrecke, bis ich so langsam auftaute. Selbst schuld.

Die Bahn 2 teilte ich mir mit so illustren Namen wie Matze Klumpp, Bernd Weis und Bernd Kiesel (alle M40). Ich war ja bis auf ein Mal die vergangenen Wochen nur im Neo im Freigewässer unterwegs (Spezifizität!) und meine Rollwenden waren ergo von der allerübelsten Sorte. So ließ ich Matze nach 200 m einen Tick zu weit entkommen und – schwupp – weg war er. Nach einem total verunglückten Wechsel, bei dem mich Bernd Kiesel noch überholte (der nicht den selben Fehler machte und sauber im Wasserschatten blieb), machte ich mich auf die Aufholjagd. Leider sollte es um Haaresbreite nicht klappen und ich belegte hinter den üblichen Verdächtigen Michi Wetzel, Jens Meier, Matze Klumpp einmal mehr den undankbaren vierten Platz und damit auch die Preisgeldränge (zum Glück verdiene ich mein Geld auf einfachere Weise).

Zurück zum Pokal: Die ersten Drei (Preisgeldränge) fielen aus der AK-Wertung raus und so durfte ich ganz oben auf dem Podium stehen. Nebenbei tat mir Michi leid, der am selben Abend nach der Siegerehrung noch zum Schliersee fahren musste um am heutigen Samstag das Bundesliga-Team des AST Süßen zu vertreten. Das Leben kann echt hart sein…

Fazit:

Eine tolle Idee der Dettinger, die, wie ich hörte, im Grunde gern einen richtigen Triathlon veranstaltet hätten, aber wie so oft keine Radstrecke genehmigt bekamen. Natürlich ein paar Kinderkrankheiten (Müssen die Abstände zwischen den Startgruppen wirklich so endlos sein? Wir haben ja auch die schwächeren Mädels überholt und das ging völlig problemlos). Leider schweinekalt hintenraus. Aber insgesamt „a subber Sach“! Und obendrein ein effektives Kurzzeit-Training (siehe die Infografik im gestrigen Artikel).

Race Stats:

  • Wetter: Sonne & Wolken, ca. 16°C (Wasser gefühlte 18°C)
  • Strecke: 400 m Schwimmen im Dettinger Freibad + 4 km Laufen (4 ziemlich hakelige Runden á 1000 m)
  • Platzierung: 4. Platz overall (3. M40)
  • Zeiten: Gibt’s leider noch nicht – reiche ich nach!