08.08.2018: Wildnis-Trail Etappe 3

Wildnistrail Etappe 3

English version below


Heute steht schon die Etappe #3 an. Es geht von Gemünd nach Heimbach. Genauer gesagt nach Heimbach- Hasenfeld, denn dort ist unsere Pension. Angegeben ist die Strecke mit 22,4km. Wir werden etwas mehr gehen, da unsere Pension schon ein kleines Stück weiter auf der vierten Etappe liegt.

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Aber fangen wir am Anfang an. Diese Nacht hat es ja begonnen zu gewittern und auch am Morgen ist noch keine Besserung in Sicht. Wir stehen um kurz vor 6 Uhr auf und machen alles fertig. Ein kurzer Blick auf das Regenradar lässt uns aber hoffen, denn es soll angeblich um 7:30 Uhr aufhören zu regnen. Blitz und Donner sind bereits weiter gezogen und im Moment sieht es für unseren Start nachher richtig gut aus. Frohen Mutes sind wir pünktlich um 7 Uhr beim Frühstück. Wir sind zwar die ersten, aber innerhalb kürzester Zeit kommt immerhin noch ein Mann in den Frühstücksraum. Diesmal haben wir ein Buffet und das kann sich wirklich sehen lassen. Es ist alles da. Wurst, Käse, Brot, Brötchen, Aufstrich, Honig, Marmelade, frisches Obst und diverse Sorten Yoghurt. Kaffe, Tee und Orangensaft stehen auf dem Tisch und wenn wir wollen können wir auch frisches Rührei oder Spiegelei bekommen. Wir stopfen uns voll und verschwinden immer mal wieder hin zum Buffet, denn es ist wirklich lecker. Während wir frühstücken hat der Regen bereits komplett aufgehört und als wir zurück ins Zimmer gehen, da sehen wir sogar schon wieder blaue Lücken in der Wolkendecke. Und wie es der Zufall so will, kommt uns das Pärchen von gestern entgegen, als wir den Speiseraum verlassen. Und wie klein die Welt wirklich ist, sehen wir dann, als die Frau, die wir bereits auf den ersten beiden Etappen gesehen haben auch noch zum Frühstück kommt. Wirklich lustig!

Wir machen im Zimmer die Rucksäcke fertig und gehen den Schlüssel abgeben. Die Hausherrin fragt uns auch noch, ob wir uns nicht noch etwas Proviant für den Weg mitnehmen wollen. Da wir aber so gut ausgestattet sind schnappen wir uns nur einen Apfel und machen uns auf den Weg. Wir gehen den Berg hinunter und finden recht schnell die Wildkatze wieder. Durch den Regen in der Nacht hat es sich schön abgekühlt und wir kommen nicht sofort ins Schwitzen. Es geht sich gut, aber wenn die Sonne gleich rauskommt, dann wird es bestimmt wie in einer Waschküche sein 😊

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Als wir in den Wald kommen, müssen wir besonders für aufpassen. Extrem viele kleine Kröten oder Fröschen (?) hüpfen auf den Wegen entlang. Sobald wir uns nähern, suchen sie zwar das Weite, aber trotzdem muss man aufpassen, denn manche der kleinen Kerle sind nicht so clever und hüpfen eher in unsere Richtung und somit in Richtung Schuhe. So einen kleinen Burschen wollen wir ja nicht platt treten und so gehen wir etwas vorsichtiger. Trotzdem kommen wir gut voran, denn der Weg ist schön breit und flach. Mit den Walkingstöcken kommen wir gut zurecht und wir sind, unserer Meinung nach, doch recht schnell, haben aber genug Zeit uns die Gegend anzuschauen, Bilder zu machen oder einfach nur mal so in den Wald zu gucken.

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Irgendwann biegen wir dann auf einen kleinen Trail ein und da können wir nur nich hintereinander gehen und müssen uns ab und an mal bücken, denn die feuchten Blätter hängen tief. Die Sonne kommt etwas mehr durch und sie macht die Luft einfach nur schwül. Immerhin ist es nicht richtig heiß. Zum wandern ist es zwar anstrengend, aber definitiv angenehmer als gestern im Ofenland 😉 . Froh sind wir definitiv, dass wir Autan dabei haben, denn heute wimmelt es vor Fliegzeuch. Die drehen aber schnell wieder ab als sie uns riechen- Ob das nur am Autan liegt wissen wir nicht 😉 Wir gehen und gehen und freuen uns, dass der Weg nicht zu starke Steigungen nimmt und das Wetter offensichtlich auch schön zu bleiben scheint. Vom Gewitter aus der Nacht ist nix mehr zu sehen.

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Wir kommen an der Abtei Mariawald an und gehen dort etwas essen. Erbsensuppe mit Würstchen und einem Bier für 8,50€. Hätten wir die Portionen vorher gesehen, dann hätten wir einen Kinderteller genommen. Das war bestimmt mehr als 500ml für jeden. Die Schale haben wir auch nicht geschafft. Schade aber zu viel können und wollen wir uns auch nicht zwingen zu essen. Wir müssen ja noch ein gutes Stück weiter gehen.

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Mariawalds Geschichte beginnt bereits bevor das eigentliche Kloster erbaut wurde. Laut der Überlieferung hat ein Heimbach Handwerker 1470 eine aus Holz geschnitzt Pieta im Kermeter Wald aufgestellt. Hieraus entwickelte sich bald ein Wallfahrtsort, da man dem Bild der Schmerzhaften Muttergottes Wundheilungen zusprach. Man begann mit dem Bau eines Klosters, welches den Namen „Mariawald“ erhalten hat und 1486 bezogen werden konnte. Der Mariawalder Gnadenaltar, ein Antwerpen Schnitzaltar mit der Darstellung der Passion Christi und die Kirchen- und Kreuzgangfenster sind die Besonderen Schönheiten des Klosters. Bis 1795 entwickelte sich Mariawald zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte, dann wurde das Kloster von den Franzosen aufgehoben, was wiederum zur Zerstörung der Anlage und zur Versteigerung der Güter führte. Heute sind einige der historischen Kirchenfenster z.B. im Victoria- Albert- Museum in London zu besichtigen. Erst 1860 erwarben Trappisten aus dem Elsass die Ruine und bauten sie wieder auf. Zur Abtei wurde das Kloster 1909 erhoben. Unter dem NS- Regime wurde das Kloster 1941 aufgelöst, 1945 war allerdings das Klosterleben wieder in vollem Gange.

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Direkt nach der Abtei kommen wir an einen Ehrenfriedhof vorbei. Hier wurden die Kriegsgefallenen, die vor Ort ihren Wunden erlegenen Soldaten und einige Zivilisten bestattet. 1959 wurden Kriegstote aus der Umgebung hierher gebracht und umgebettet. Mittlerweile liegen 414 Tote auf dem Friedhof begraben. Hinter einer kleiner Metalltüre ist eine Namensliste zu finden, in der auch genau genannt wird, wo derjenige zu finden ist.

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Neben der Namensliste ist auch noch ein kleines Heftchen. In diesem „Gästebuch“ haben die Besucher des Friedhofs Eintragungen vorgenommen. Manche sind wirklich ergreifend und mit einem flauen Gefühl im Magen, was nicht von der Erbsensuppe kommt, gehen wir weiter. Der Weg ist recht unspektakulär. Immer schön parallel zum Hang, so dass es fast keine Steigung gibt. Über schmale Pfade kommen wir nach Heimbach.

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Wir laufen weiter entlang der Hauptstraße und kommen irgendwann an der Pension an. Auch hier werden wir schon erwartet. Ein netter älterer Herr zeigt uns unser Zimmer uns wir müssen schmunzeln. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Das Zimmer ist wieder in Ordnung, alles da, was man braucht und diesmal haben wir sogar einen Balkon. Aber wie es aussieht sind wir die einzigen Gäste hier. Naja, auch nicht schlimm, dann haben wir wenigsten Ruhe 😉

Wir machen uns wieder fertig und dann gehen wir auf die Suche nach etwas zu Essen. Keine 30 Meter von der Pension entfernt ist ein Restaurant. Wir gehen rein und auch hier sind wir die einzigen Gäste. Die Dame ist super nett und zeigt uns erstmal einen Tisch im Biergarten. Wir machen es uns gemütlich und bestellen was zu trinken und zu Essen. Das Weizen ist natürlich gut und das Schnitzel mit Pommes kann sich wirklich sehen lassen. Vorher bekommen wir noch Brot und Salat. Nach und nach kommen auch noch einige andere Gäste und so füllt sich der kleine Biergarten doch noch. Pappsatt gehen wir zur Pension zurück und machen es und gemütlich. Heute hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter, wir haben keinen Tropfen abbekommen. So wie es aussieht soll es aber nicht so bleiben. Die Unwetterwarnung steht noch immer. Aber darum werden wir uns morgen früh wieder kümmern, wenn wir los wollen. Zur Not wird Dennis uns abholen und wir lassen die letzte Etappe eben ausfallen. Das wäre zwar schade, aber unvernünftig wollen wir ja auch nicht sein.

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Stage #3 is scheduled for today. We will hike from Gemünd to Heimbach. More precisely to Heimbach-Hasenfeld, because there is our pension. The route is indicated with 22,4km. We will walk a little more, because our pension is already a little bit further on the fourth stage.

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But let’s start at the beginning. This night it has started to rain an we heard  thunder and in the morning there is no improvement in sight. We get up at 6am and get everything ready. But a quick look at the rain radar gives us hope, because it said that it will stop raining at 7:30 am. Thunder and lightning have already moved on and at the moment things are looking really good for our start later on. We are in a good mood at 7 am and go to eat breakfast. We are the first ones there, but within a short time another man comes into the breakfast room. This time we have a buffet and it’s really something to see. It’s all there. Sausage, cheese, bread, rolls, spread, honey, jam, fresh fruit and various kinds of yoghurt. Coffee, tea and orange juice are on the table and if we want we can also get fresh scrambled eggs or fried eggs. We stuff ourselves full and go again and again to the buffet, because it is really delicious. While we have breakfast the rain has already stopped completely and when we go back into the room, we even see blue gaps in the clouds again. And as luck would have it, the couple from yesterday came to meet us as we left the dining room. And how small the world really is, we see right after that encounter, because the woman, whom we have already seen on the first two stages also comes to eat breakfast. Really funny!

We pack our backpacks and hand in the keys. The lady of the house also asks us if we would like to take some more food for the way. But since we are so well equipped, we just grab an apple and set off. We go down the mountain and quickly find the wildcat again. The rain at night has cooled the air down nicely and we don’t sweat immediately. It’s going well, but when the sun comes out, it will certainly be like a laundry room 😊

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When we get into the forest, we have to be especially careful. Many little toads or frogs (?) jump along the paths. Some of the little guys are not so clever and rather jump in our direction and thus in the direction of shoes. We don’t want to kick such a little fellow and so we walk a little more carefully. Nevertheless, we are making good progress, because the path is beautifully wide and flat. We get along well with the walking sticks and we are, in our opinion, quite fast, but we have enough time to look at the area, take pictures or just look into the forest.

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At some point we turn onto a small trail and there we can only go one behind the other and have to bend down from time to time, because the moist leaves hang low. The sun gets through a little more and it just makes the air humid. After all, it’s not really hot. It is exhausting to hike, but definitely more pleasant than yesterday  😉 . We are definitely happy that we have Autan with us, because today the area is swarming with mosquitos. But they quickly turn off again when they smell us – we don’t know if this is just because of the Autan 😉 We go and go and are happy that the path doesn’t take too steep gradients and the weather obviously also seems to stay nice. There’s nothing left of the storm from the night.

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We arrive at Mariawald Abbey and have dinner there. Pea soup with sausages and a beer for 8,50€. If we had seen the portions before, we would have taken a children’s plate. That was probably more than 500ml for each of us. We didn’t finish the bowl. 

Mariawald’s story begins even before the actual monastery was built. According to tradition, a Heimbach craftsman carved a Pieta out of wood in the Kermeter forest in 1470. This soon developed into a place of pilgrimage, since the image of the Painful Mother of God was attributed wound-healing. Construction began on a monastery, which was given the name „Mariawald“ and could be occupied in 1486. The Mariawald altar of grace, an Antwerp carved altar depicting the Passion of Christ and the church and cloister windows are the special beauties of the monastery.

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Until 1795 Mariawald developed into one of the most important places of pilgrimage, then the monastery was abolished by the French, which in turn led to the destruction of the complex and the auction of the goods. Today, some of the historic church windows can be seen in the Victoria Albert Museum in London, for example. It was not until 1860 that Trappists from Alsace acquired the ruin and rebuilt it. The monastery was elevated to an abbey in 1909. Under the Nazi regime the monastery was dissolved in 1941, but in 1945 monastic life was in full swing again.

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Directly after the abbey we pass a cemetery of honour. Here the soldiers who died in the war, the soldiers who died on the spot and some civilians were buried. In 1959, war dead were brought here from the surrounding area and transferred. Meanwhile 414 dead are buried in the cemetery. Behind a small metal door you will find a list of names in which you will also find exactly where you can find him.

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Besides the list of names there is also a small booklet. In this „Guestbook“ the visitors of the cemetery have made entries. Some of them are really touching and with a weak feeling in the stomach, which does not come from the pea soup, we go on. The path is quite unspectacular. Always parallel to the slope, so that there is almost no incline. Over narrow paths we come to Heimbach.

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We continue along the main road and arrive at the guesthouse at some point. Here, too, we are already expected. A nice older gentleman shows us our room and we must smile. Time seems to have stood still here. The room is ok, everything you need is there and this time we even have a balcony. But it looks like we’re the only guests here. Well, not bad either, then we have at least a quiet😉

We get ready again and then we go looking for something to eat. There is a restaurant less than 30 metres from the pension. We go in, and we’re the only guests here. The lady is super ni ce and shows us a table in the beer garden. We’ll get comfortable and order something to drink and eat. The wheat is of course good and the schnitzel with chips is really something to be proud of. We’ll have bread and salad first. Little by little alsnigho some other guests come and so the small beer garden fills up. Absolutely full we go back to the pension and make ourselves comfortable. Today we were really lucky with the weather, we didn’t see a drop. It looks like it’s not going to stay that way. The storm warning still stands. But we’ll deal with that in the morning we want to get going. If necessary Dennis will pick us up and we will skip the last stage. That would be a pity, but we don’t want to be unreasonable.

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