Wurmkur bei Katzen – 13 Fragen (und Antworten) rund um die Entwurmung von Katzen

Wurmkur bei Katzen – 13 Fragen (und Antworten) rund um die Entwurmung von Katzen

Die meisten Katzenhalter ekeln sich vor Wurminfektionen bei ihren Katzen.

So geht es dir bestimmt auch - Parasiten, die im Darm deiner Katze leben sind nun einmal keine leckere Angelegenheit. Zumal auch die Gefahr einer Übertragung auf den Menschen besteht!

Aber Fakt ist leider: Jede Katze kann im Laufe ihres Lebens von Würmern befallen werden, selbst reine Wohnungskatzen.

Während sich ein kurzfristiger und nur leichter Wurmbefall häufig überhaupt nicht bemerkbar macht, kann ein massiver Befall deines Haustieres ernstzunehmende gesundheitliche Beschwerden bereiten.

Mit einer Wurmkur für Katzen ist es möglich, die Infektionen mit Würmern in Grenzen zu halten.

Allerdings sind Wurmkuren nicht unumstritten und es gibt auch einige Alternativen zur regelmäßigen Entwurmung von Katzen.

Mit diesem Artikel erhältst du Antworten zu den gängigen Fragen zur Wurmkur bei Katzen:

1. Wozu dienen Wurmkuren bei Katzen?

Wurmkuren werden bei Katzen akut oder auch zur Vorsoge gegen Wurmbefall eingesetzt.

So stellt Wurmbefall bei Katzen keine Seltenheit dar. Diese Parasiten, wie zum Beispiel Band-, Haken- und Spulwürmer, werden auf unterschiedlichen Wegen, beispielsweise über Flöhe übertragen.

Mit einer Wurmkur ist es möglich, etwaige Würmer bei der Katze noch bevor sie Schäden anrichten zu zerstören und deren Ausbreitung zu vermeiden.

Allerdings wirken Wurmkuren nur dann, wenn eine Katze bereits Würmer hat. Eine längerfristige Wirkung, um eine erneute Infektion mit diesen Darmparasiten zu vermeiden, ist mit einer Wurmkur nicht möglich.

Die Wirksamkeit eines Entwurmungsmittels hält nur für etwa 24 Stunden an. Das bedeutet, dass eine erneute Infektion bereits nach dieser Zeit durchaus möglich ist.

2. Schaden Würmer der Katze?

Würmer zählen im Gegensatz zu Flöhen und Zecken zu den Endoparasiten, denn sie leben im Inneren des Tieres und ernähren sich dort von dessen Blut.

Dadurch kann ein Befall in erster Linie zu Blutarmut führen, aber auch weitere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Allerdings ist dies nicht bei jeder Wurminfektion gleichermaßen der Fall.

In der Regel treten Schäden erst dann auf, wenn der Wurmbefall sehr massiv ist oder über einen längeren Zeitraum anhält. Die Würmer ernähren sich zunächst vom Blut der Katze.

Dies kann insbesondere für kleine Kätzchen schwerwiegende Folgen haben. Zugleich können sie sich stark schädigend auf das Immunsystem und den Organismus der betroffenen Tiere auswirken.

Zu den gesundheitlichen Folgen zählen beispielsweise Schäden im Magen- und Darm-Trakt. Dies kann sich in einer gestörten Nährstoffverwertung bemerkbar machen, in Erbrechen oder Durchfall.

Im Zuge einer Wurminfektion kann zudem häufig beobachtet werden, dass eine erhöhte Anzahl an weißen Blutkörperchen vorliegt oder Enzyme der Leber erhöht sind. Insbesondere bei Jungtieren können oftmals schwere Verläufe beobachtet werden, welche auch zum Tod führen können.

3. Können Würmer von Katzen auf Menschen übertragen werden?

Bei einigen Würmern handelt es sich um sogenannte Zoonoserreger. Das bedeutet, dass sie nicht nur beim Tier vorkommen, sondern dass ebenso eine Übertragung auf den Menschen möglich ist.

Mit einer Übertragung auf den Menschen können Infektionen und Erkrankungen unterschiedlicher Art ausgelöst werden. So ist es beispielsweise möglich, dass die Larven in den Organen und Geweben wandern und dort Schäden anrichten.

Deshalb ist es besonders wichtig, auf eine sehr gute Hygiene bei der Katzentoilettenreinigung zu achten. Eine frühzeitige Entfernung der Ausscheidungen der Katze kann dabei genauso helfen eine Ansteckung zu vermeiden wie das gründliche Waschen der Hände.

Ist ein Wurmbefall bei der Katze bekannt, dann solltest du noch mehr auf die Hygiene achten und beispielsweise vorübergehend Einmalhandschuhe für die Reinigung der Katzentoilette verwenden.

Besonders gefährdet sind Kinder, denn sie sind zumeist noch nicht in der Lage, die Hygienemaßnahmen richtig einzuhalten.

Bei einem bekannten Wurmbefall bei einer Katze im Haushalt sollte immer daran gedacht werden, eine etwaige Übertragung auf den Menschen von einem Arzt abklären zu lassen.

4. Wie bekommen Katzen Würmer?

Katzen können sich mit Würmern auf unterschiedlichen Wegen infizieren. Eine Ansteckung mit Haken- und Spulwürmern ist beispielsweise bereits über die Muttermilch möglich, wodurch sich auch Kitten anstecken können.

Eine Wurminfektion ist später zudem möglich, indem sich die Katze direkt über Wurmeier aus dem Kot bereits befallener Tiere ansteckt.

Wenn eine Katze bereits infiziert ist, scheidet sie die Würmer mit dem Kot aus. Nach wenigen Tagen reifen diese Eier im Kot heran und andere Tiere aber auch Menschen können sich darüber anstecken.

Bandwürmer nehmen Freigänger hingegen über infizierte Beutetiere, wie beispielsweise Mäuse oder Vögel, auf.

Einmal ausgereift sind Würmer sehr widerstandsfähig und finden viele Wege, ein Tier oder einen Menschen zu infizieren. So können infektiöse Wurmeier zum Beispiel auch über die Sohle von Schuhen in den Wohnraum gelangen.

Einige Wurmarten, wie Hakenwürmer, können auch über die Haut wie die Pfoten in den Körper der Katze gelangen.

5. Können Wohnungskatzen unter Wurmbefall leiden?

Katzen mit Freigang können häufiger von Wurmbefall betroffen sein als reine Wohnungskatzen. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass sich dein Stubentiger auch bei reiner Wohnungshaltung Würmer einfängt. Denn Wurmeier können auch über Schuhe oder andere Gegenstände in den Wohnraum getragen werden und dort deine Katze befallen.

6. Wie lässt sich Wurmbefall bei Katzen feststellen?

Wurmbefall bei Katzen kannst du zunächst anhand einiger typischer Symptome bemerken.

Zu diesen zählen je nach Ausbreitung beispielsweise:

  • Allgemeine Schwäche
  • Husten
  • Schuppige Haut
  • Stumpfes und struppiges Fell
  • Abnehmen trotz normalem Fressverhalten
  • Schlittenfahren: Die Katze zieht ihr Hinterteil über den Boden
  • Häufiges Lecken am Hinterteil
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Haarausfall am Rücken
  • Aufgeblähter Bauch, wird auch als Wurmbauch bezeichnet (häufig bei Jungtieren zu beobachten)
  • Wachstumsstörungen bei Jungtieren
  • Schlechte Wundheilung
  • Gesteigerte Krankheitsanfälligkeit
  • Wurmteile oder Blut im Kot
  • Hautentzündungen (häufig an den Pfoten)

Die Symptome können somit sehr vielfältig sein und je nach Schweregrad, Gesundheitszustand und Alter des Tieres und Art der Würmer variieren.

Bei Verdacht auf Wurmbefall solltest du dich sofort an einen Tierarzt wenden. Dieser kann feststellen, ob tatsächlich eine Wurminfektion stattgefunden hat und deiner Katze entsprechende Mittel zur Entwurmung verabreichen.

7. Wie oft sollten Katzen entwurmt werden?

Wie oft eine Katze entwurmt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Häufig ist zu hören, dass insbesondere Freigänger einmal im Monat oder im Quartal prophylaktisch entwurmt werden, während es bei reinen Wohnungskatzen oftmals nur bei einer Entwurmung im Jahr bleibt.

Die Vorgehensweisen der Intervalle zur Entwurmung unterscheiden sich allerdings teils deutlich voneinander.

Die Empfehlungen der ESCAAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) sehen dabei für reine Wohnungskatzen eine Wurmkur von ein- bis zweimal im Jahr vor und für Freigänger eine monatliche Entwurmung oder alternativ Kotuntersuchungen.

Daneben wird von der ESCAAP empfohlen, das individuelle Risiko des Tieres herauszufinden, um anhand dessen einen Entwurmungsplan anlegen zu können. Das Risiko wird dabei unter anderem mit folgenden Faktoren bewertet:

  • Alter
  • Wohnungskatze oder Freigänger
  • Freigang mit oder ohne Auslauf
  • Kontakt zu anderen Katzen
  • Katzen, die Kot oder Aas fressen
  • Jagende Katzen (Mäuse und andere Beutetiere)

Durch Beantwortung einiger Fragen soll das Risiko einer Katze besser bewertet werden können, auch wenn nicht alle Fragen immer klar zu beantworten sind. Denn manche Tierhalter wissen vielleicht gar nicht, ob die eigene Katze gerne Kot frisst oder Mäuse und andere Beutetiere während ihres Freiganges jagt.

8. Zu welchen Zeitpunkt sollte ich meine Katzen entwurmen?

Eine Entwurmung ist in erster Linie dann angebracht, wenn der Verdacht auf Wurmbefall besteht. Dient die Wurmkur der Prophylaxe, dann kann der Zeitpunkt grundsätzlich frei festgelegt werden.

Allerdings wird häufig angeraten, eine ohnehin anstehende Wurmkur etwa ein bis zwei Wochen vor einer Impfung durchzuführen. Dadurch kann ein besserer Impfschutz erlangt werden. Denn ein bestehender Wurmbefall könnte die Wirksamkeit der Schutzimpfung beeinträchtigen.

Da sich bereits kleine Kätzchen mit Würmern über die Mutter anstecken können, wird empfohlen, auch diese frühzeitig zu entwurmen. Eine Entwurmung von Kitten fängt in der Regel ab der dritten Lebenswoche an.

Ein weiterer Zeitpunkt für eine Entwurmung wird bei Flohbefall angeraten, denn Flöhe können ebenso Würmer übertragen. Einer Ausbreitung soll durch die Gabe einer Wurmkur frühzeitig entgegengewirkt werden.

9. Gibt es Alternativen zur regelmäßigen Entwurmung von Katzen?

Es gibt verschiedene Meinungen darüber, ob die regelmäßige Entwurmung von Katzen sinnvoll und ob deren Wirksamkeit überhaupt gegeben ist. Als Argument wird häufig angeführt, dass durch die unterschiedlichen Präparate nicht alle Würmer vollständig aus dem Darm der Katze entfernt werden, sondern lediglich eine Ausbreitung durch das Abtöten der meisten Würmer vermieden werden kann.

Besteht Zweifel an den Entwurmungsmitteln, kannst du dich als Alternative auch für Stuhlproben entscheiden. Dazu wird der Tierarzt in regelmäßigen Abständen den Kot deiner Katze auf Würmer testen.

Kann im Zuge dieser Untersuchungen ein Befall festgestellt werden, wird Katzen in der Regel ein passendes Entwurmungsmittel verabreicht. Wichtig dabei ist, dass die Untersuchungen der Stuhlproben ebenso wie etwaige Wurmkuren in regelmäßigen Intervallen vorgenommen werden.

Dabei wird häufig angeraten, den Stuhlprobentest anstelle der ansonsten anstehenden Wurmkur durchzuführen. Andere Experten gegen davon aus, dass insbesondere bei Freigängern deutlich kürzere Intervalle gewählt werden sollten, beispielsweise ein Test je Monat.

Für eine hohe Sicherheit des Testes wird dabei häufig eine Drei-Tage-Kotprobe empfohlen, wodurch dieser Test sehr aufwendig sein kann. Eine 100-prozentige Sicherheit, ob bereits eine Infektion mit Würmern stattfand, kann es bei diesem Test allerdings auch nicht geben. Denn hat das Tier gerade erst Wurmeier aufgenommen, kann dies in der Regel nicht am Kot erkannt werden.

10. Welche Präparate zur Entwurmung von Katzen gibt es?

Wurmkuren für Katzen werden in unterschiedlichen Präparaten angeboten. Diese unterscheiden sich in erster Linie in der Darreichungsform.

So gibt es sogenannte Spot-Ons, Tabletten wie auch Pasten. Spot On Wurmkuren werden deiner Katze einfach in den Nackenbereich geträufelt. Der Wirkstoff wird somit über die Haut aufgenommen.

Tabletten und Pasten muss die Katze hingegen über das Maul aufnehmen. Sie können beispielsweise unter das Futter gemischt oder in einem Leckerli versteckt gegeben werden.

Allerdings wird dies nicht von jeder Katze gleichermaßen akzeptiert, wodurch du bei Gabe dieser Präparate genau darauf achten solltest, ob das Mittel tatsächlich aufgenommen wurde.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass nicht alle Präparate gegen alle Wurmarten gleichermaßen wirken. Häufig wirken Präparaten gegen Bandwürmer, welche auch auf den Menschen übertragbar sind. Andere wirken gegen gleich mehrere Arten von Würmern.

Die Dosis des Entwurmungsmittels richtet sich in der Regel nach dem Gewicht der Katze.

11. Haben Entwurmungsmittel für Katzen Nebenwirkungen?

In der Regel ist bei der Gabe der gängigen Entwurmungsmittel für Katzen nicht mit ernsthaften Nebenwirkungen zu rechnen.

Durchfall oder Magen- und Darm-Beschwerden sind allerdings durchaus üblich. Auch ein Juckreiz oder eine Hautreaktion, bei der Gabe von Mitteln, die über die Haut wirken, können Tierhalter in manchen Fällen beobachten.

Zeigt dein Tier eine Reaktion nach der Gabe von Entwurmungsmitteln, dann solltest du dies mit dem behandelnden Tierarzt besprechen. In der Regel ist es in diesen Fällen möglich, zukünftig auf ein anderes Präparat zurückzugreifen, welches eventuell besser vertragen wird.

12. Selbst entwurmen oder durch den Tierarzt?


Grundsätzlich kannst du selbst Mittel für Wurmkuren in Apotheken oder Online-Apotheken erwerben. Das ist meiner Erfahrung nach sehr viel günstiger als der Kauf beim Tierarzt.

Dein Tierarzt wird dich allerdings gut beraten können, welches Mittel deine Katze braucht - vor allem wenn er über eine Kotprobe die Art der Würmer festgestellt hat.

Es ist also sinnvoll bei einer Wurminfektion mit deiner Katze einen Tierarzt aufsuchen, um entsprechende Entwurmungsmittel zu erhalten und wichtige Informationen einholen zu können, wie du dich und andere Menschen im Haushalt schützen kannst.

13. Prävention von Wurmbefall - welche vorbeugenden Maßnahmen können getroffen werden?

Grundsätzlich ist es nicht möglich, durch vorbeugende Maßnahmen einen vollständigen Schutz vor Parasiten, wie Würmern oder auch gegen Flöhe und Zecken aufzubauen.

Die Übertragungswege sind dazu zu vielfältig und bestehen selbst unbemerkt und ohne Kontakt zu Artgenossen. Dennoch ist es möglich, durch einige Maßnahmen das Risiko einer Infektion mit Endoparasiten etwas herabzusenken.

Dazu zählt es in erster Linie, den Katzenkot täglich zu entsorgen. Dies sollte in der Katzentoilette genauso erfolgen, wie beispielsweise im Garten.

Auch das regelmäßige Reinigen der Umgebung sowie insbesondere der Schlaf- und Ruheplätze der Katzen zählen zu den vorbeugenden Hygienemaßnahmen. Eine penible Hygiene ist dabei nicht nur wichtig, damit Erkrankungen der Tiere ausgeschlossen werden können, sondern dies senkt auch das Risiko, dass eine Übertragung zum Menschen stattfinden kann.

Neben der Hygiene gibt es noch einige natürliche Alternativen. Diese können präventiv gegen Wurmbefall eingesetzt werden, bieten aber ebenso keinen vollständigen Schutz.

Zu diesen natürlichen Mitteln zur Prävention von Würmern bei Katzen zählt beispielsweise Kokos.

Kokosöl und Kokosraspeln sollen sich günstig auf die Darmflora der Tiere auswirken können. Es kommt bei der prophylaktischen Wurmbehandlung zum Einsatz, soll aber auch gezielt Würmer abtöten bzw. vertreiben können.

Die Gabe von Kokosöl erfolgt über das Futter. Zur Verbeugung wird dieses in der Regel täglich dem Futter beigemengt. Katzen erhalten dazu je nach Gewicht ¼ bis ½ Teelöffel Kokosöl täglich.

Darüber hinaus gibt es auch einige natürliche Alternativen, welche gezielt der Entwurmung bzw. der Vorbeugung dienen sollen. Dabei handelt es sich unter anderem um Mittel, welche durch Inhaltsstoffe wie beispielsweise grüner Walnuss oder Wermut das Darmmilieu der Katze verändern.

Andere wirken mit Kräutern und anderen Inhaltsstoffen, welche ebenso das Darmmilieu wirksam verändern sollen, wodurch Würmern im Darm der Katze das Leben schwer gemacht werden soll.

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