Ressort Gesellschaft

Wulff und der Bauunternehmer Ali Memari Fard

Erstellt am 10. Januar 2012 von Menschenzeitung
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Wulff und der Bauunternehmer Ali Memari FardDie ARD, so berichtet es heute Welt Online hat eine neue Freundschaft des Bundespräsidenten ausgegraben.

Dieses Mal aber ist der Freund zu der Zeit, als Wulff niedersächsischer Ministerpräsident war noch aktiv im Geschäftsleben gewesen, als er Herrn Wulff in Wirtschaftsdelegationen begleiten durfte. Es handelt sich um den Baumanager Ali Memari Fard, gegen den die Staatsanwaltschaft derweil wegen des Verdachts auf Betrug und Insolvenzverschleppung ermittelt, wie Welt Online uns wissen lässt.

Wie die Welt berichtet, wird heute ein Video in der ARD in den Sendungen „Menschen und Schlagzeilen“ sowie in der Sendung „Monitor“ am kommenden Donnerstag gezeigt, das die enge Verbindung zwischen Wulff und dem Geschäftsführer der Hamelner Cemag AG Ali Memari Fard aufzeigen soll. Eine Duzfreundschaft soll es demnach gewesen sein, die den umtriebigen Politiker und den Manager verband.

Fünf Mal soll der Bauunternehmer Ali Memari Fard in den Jahren 2006 bis 2009 an Delegationsreisen der Landesregierung mit Wulff ins Ausland teilgenommen haben, wie Welt Online berichtet, und wie es aus einer Kleinen Anfrage der SPD hervorgehen soll.

Wulff weicht der Frage der Welt Online in bekannter Weise aus und stuft die damalige Duzbeziehung herab, nennt sie jetzt:

 „mehr eine Bekanntschaft aus gesunder Distanz“.

Gesunde Distanz sieht allerdings anders aus, als das, was die Welt Online heute vorab beschreibt. Gesunde Distanz beinhaltet nicht überragendes, kumpelhaft anmutendes Lob und die Mitnahme auf fünf Delegationsreisen. Das riecht quasi nach massiver Bevorzugung und Vorteilsgewährung anderen Unternehmern gegenüber.

Es liegt also scheinbar noch längst nicht alles offen, immer wieder treten Fragen auf, kommen neue Details ans Tageslicht. Man darf also gespannt sein, auf die üblichen Anwaltsantworten, denn anders kommuniziert der Bundespräsident ja mit Medien und der Bevölkerung in letzter Zeit eher weniger.

Man darf auch abwarten, wie die CDU sich dazu stellt und sollte einmal anfragen, was Herr Gröhe von all dem wusste, als er am gestrigen Abend in der Sendung „Hart aber Fair“ den Bundespräsidenten und sein Verhalten, das von Transparenz Universen entfernt ist, erneut vehement verteidigte.

Wie wird doch immer gesagt? Es dürfe nichts mehr hinzukommen, zu dem, was bereits bis gestern der Öffentlichkeit bekannt war, dann sei Wulff nicht mehr zu halten. Nun, wir werden sehen, wie jetzt zukünftig die Begründungen lauten um den Präsidenten weiter auf seinem Sessel kleben zu lassen.

©denise-a. langner-urso

 

 

 

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