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Wie findet man einen geeigneten Campingplatz?

Erstellt am 29. November 2011 von Weltwunderfrau
Dies ist Teil 3 von 3 der Artikelserie Camping in Neuseeland

Im dritten Teil der Camping-Reihe beschäftigen wir uns mit dem Suchen und Finden eines Campingplatzes. Was man tut, wenn man keinen findet – oder keinen finden will! -, das erkläre ich unter dem unter Touristen inzwischen fast mythischen Stichwort “Freedom Camping” an einer späteren Stelle, versprochen.

Wie findet man einen geeigneten Campingplatz?Unser Auto-Atlas von Hema verzeichnete mit kleinen Symbolen das Vorhandensein von Motorhome Parks (schwarzes Wohnmobil) und Dump Stations (blaues Wohnmobil); da die Karte von 2004 war, hatten einige Plätze in der Zwischenzeit leider geschlossen (z. B. in Purau und in Tairua). An diesen Stellen sahen wir uns dann – ermutigt von Eingeborenen “Locals” – zum Freedom Camping gezwungen…

Umfangreiche Infos zu Anfahrt, Ausstattung und Preisen von zig Campingplätzen findet der Wohnmobil-Reisende ohne Road Atlas auch im „AA Accommodation Guide“ oder im „Jason’s Book Holiday Parks and Campgrounds“. Das sind handliche Broschüren, in denen schätzungsweise 80 % aller privat geführten Campingplätze eingetragen sind. Sie liegen auf vielen Campingplätzen und in den i-Sites kostenlos zum Mitnehmen aus – während unserer Reise war das „Jason’s Book“ ein handlicher und täglich genutzter Begleiter. Da es jährlich kurz vor der Sommersaison neu erscheint, ist es auch in 99 % aller Fälle topaktuell – was man von wesentlich seltener überprüften Reiseführern wie dem Lonely Planet leider nicht sagen kann.

Das DOC gibt eine weitere Unmenge an Broschüren heraus, die man (teilweise kostenlos) in den DOC-Offices im ganzen Land mitnehmen kann. Sämtliche DOC-Campsites findet man, getrennt nach Inseln aufgelistet, in zwei kostenlosen Booklets, die man hier und hier auch schon vor der Reise als PDFs herunterladen kann (Achtung, groß!).

Wer des Englischen mächtig genug ist, sollte sich gerade in der Hauptsaison nicht scheuen, mit den Caretakern zu reden oder beim nächsten Campingplatz auf der Route anzurufen. In den bei Kiwis beliebten Feriengegenden (hier handelt es sich besonders um den Großraum Auckland, Coromandel und die Bay of Plenty) schießen in der „Peak Season“ nicht nur die Preise in den Himmel, die Plätze sind häufig auch tatsächlich ausgebucht.

Am besten ist es natürlich, selbst zu schauen. Der Unterschied zwischen Broschürenfotos und Realität kann erschreckend – oder überraschend sein. Also nicht gleich einchecken, sondern erst einmal einen Rundgang machen. An der Rezeption bekommt man eigentlich immer einen Lageplan, auf dem die Caretaker markieren, wo Plätze frei sind.

  • Wie viele Stellplätze sind noch frei, wie viel „personal space“ ist zwischen den Plätzen?
  • Gibt es freie Picknickbänke in der Nähe der eigenen Campsite, an denen man essen kann?
  • Wie ist die “Communal Kitchen” ausgestattet?
  • Gibt es ein “Shelter”, in dem man sich bei schlechtem Wetter bequem aufhalten kann?
  • Sind die Toiletten sauber?
  • Kosten die Duschen extra?
  • Wo ist der Spielplatz, welche Attraktionen gibt es da?
  • Hat es einen Pool und wenn ja, wie warm ist das Wasser?
  • Gibt es Internet-Zugang und wenn ja, auch von allen Stellplätzen?
  • Wie aggressiv ist das örtliche Entenrudel?
  • Wann ist Check-out und wie streng wird diese Zeit genommen?

Viele kleinere, privat betriebene Campingplätze bemühen sich wirklich sehr um ihre Kunden, gerade in der Nebensaison, wenn mehr Zeit für den individuellen Gast ist. Eine solche zwischenmenschliche Wärme kann auf anonymen Riesenzeltplätzen wie den Top Ten Holiday Parks nicht aufkommen; genauso wenig wie auf menschenleeren DOC-Campsites natürlich.

CampingDOCFreedomWohnmobil

  • Campingplätze in Neuseeland – was man wissen muss (2)
  • Campingplätze – Ausstattung und Preise (0)
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