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Tantra Massage

Erstellt am 25. Februar 2011 von Erospashop

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Photo: h.koppdelaney

Sexualität ist laut der Tantra-Lehre eine Energiequelle der Spiritualität. Erotische Berührungen sind bis hin zum Verkehr Teil eines Rituals, das eine spirituelle Erfahrung herbeirufen oder vertiefen soll. Im Laufe der Jahre und im Wandel der Zeit entwickelte sich die westliche Tantra Massage, die eine ästhetisierte Sexualität, ein besonderes Körperbewusstsein sowie ein Paarerlebnis vermittelt.

Das Missverständnis Tantra Massage

Tantra Massagen sind von Vorurteilen betroffen. Die Öffentlichkeit ist oft der Ansicht, es sei eine Form von esoterischem Sex mit dem einzigen Ziel, sexuelle Höhepunkte zu erreichen. Die Tantra Massage wird oft auch mit Kamasutra verwechselt, der indischen Lehre für Liebe und Beziehung. Doch eigentlich sind Tantra und insbesondere die Tantra Massage eigenständige Themen, die mit dem Kamasutra nur diverse Berührungspunkte besitzen.

Der Begriff Tantra und die damit verbundene Tantra Massage werden fernab der eigentlichen Definition und des Ursprungs auch als Vermarktungstrick für erotische Dienstleistungen gebraucht. Diverse Anbieter von Tantra Massagen zielen darauf ab, besonders dem Mann durch Massage seines Körpers und seines Geschlechtsteils einen Orgasmus zu bescheren. Auch andere Angebote wie das erotische Massiertwerden von zwei Damen wird häufig als Tantra Massage verkauft, obwohl es mit Tantra nichts zu tun hat.

Sicher kann die eigentliche Tantra Massage eine höchst sexuelle Erfahrung mit Höhepunkt sein, doch eigentlich ist sie eine Handlung ohne Zielsetzung. Man möchte mit ihr weder nur einen Orgasmus herbeiführen noch konkret die Sexualität verbessern. Tantra Massagen sollen vielmehr ein ganzheitliches Körpererlebnis unter Einbeziehung des Geistes sein. Die Tantra-Lehre besagt, alles ist eins, alles steht im Zusammenhang. Alles sei eine Einheit und dementsprechend sollte man leben. Sich selbst und die anderen erleben, wahrnehmen und annehmen.

Die Tantra-Massage ist ein Ritual, um körperlich wie geistig die tiefgehende Energie der Ganzheitlichkeit zu erleben und ein höheres Bewusstsein zu erfahren. Sich selbst voll und ganz zu akzeptieren, das Hier und Jetzt zu akzeptieren sowie den anderen bedingungslos zu lieben sind tantrische Schlüsse. Die Tantra-Massage ist eine Möglichkeit, um dies zu erfahren. Zudem wird besagt, dass die sexuelle Energie rein sei und zu tiefer Spiritualität führen kann.

Tantra Massage vs. erotische Massage

Wie bereits erwähnt, ist die Tantra Massage zwar etwas Sexuelles, doch es ist nicht das Ziel, sexuelle Befriedigung zu erfahren, sondern eine Methode, eine höhere, spirituelle Erfahrung herbeizuführen. Im Gegensatz dazu steht die erotische Massage, die gewerblich eben des Öfteren als Tantra Massage verkauft wird, bei der der Höhepunkt im Mittelpunkt steht.

Für ein Paar, das durch eine intime Massage tiefergehende, andersartige sexuelle Erfahrungen sammeln möchte, ist der Unterschied in der Definition vordergründig unwichtig. Es spricht an und für sich nichts dagegen, erotische Massagen als Tantra Massagen zu bezeichnen und diese nach eigener Lust und Ideenfreude ohne Anleitung und spirituelle Hintergründe als Vorspiel zu genießen.

Entscheidend ist eine genaue Definition nur, wenn gezielt nach der geistigen, ganzheitlichen tantrischen Massagebedeutung gesucht wird und entsprechende Angebote wahrgenommen werden wollen. Hier hilft am besten, sich mit entsprechender Fachliteratur einzulesen, die entsprechenden Offerten dahingehend zu studieren und dann zu entscheiden, ob es sich um eine rein erotische Dienstleistung mit schmeichelndem Namen handelt oder um ein Erlebnis mit einer Tantra-Lehrerin beziehungsweise dem männlichen Pendant.

Tantra Massage – intime Massage des gesamten Körper

Bei der Tantra Massage stehen stets der gesamte Körper und der Geist im Zentrum der Aufmerksamkeit. Tatsächlich werden bei der Tantra Massage die Geschlechtsteile nicht ausgeschlossen, sondern mit in das ganzheitliche Erleben einbezogen. Für die Massage der Vagina wird die Bezeichnung Yoni-Massage verwendet. Die Massage des Penis heißt Lingam-Massage. Diese höchst intimen Parts der Tantra-Massage sollen auch das Herz berühren und öffnen, Blockaden werden – so heißt es – abgebaut.

Bei der Yoni-Massage wird die Vagina äußerlich wie innerlich massiert und verwöhnt. Eine Yoni-Massage wird auch Frauen empfohlen, die nicht oder nur schwer zum Orgasmus gelangen. Durch die sinnlichen Berührungen erreichen Frauen bei der tantrischen Yoni-Massage ein neues, verbessertes Bewusstsein für ihren Geist und Körper – und eben auch für ihre Intimzone.

Die Lingam-Massage ist die Massage des Penis, die sich intensiv mit sexueller Energie auseinandersetzt. Atemtechniken während der Lingam-Massage ermöglichen ein tiefgreifendes Erlebnis, der Beckenboden wird beweglicher und gelegentlich gelingt ein Orgasmus ohne Ejakulation. Jedenfalls steht nicht der Höhepunkt bei der Lingam-Massage im Vordergrund, sondern das energetische Erleben mit einer tiefgreifenden sexuell-spirituellen Erfahrung, bei der der Höhepunkt hinausgezögert wird. Daher ist die Lingam-Massage auch ein Training für mehr Standhaftigkeit beim Sex.

Tantra Massagen erleben

Wer es nicht so genau mit den Begrifflichkeiten nimmt und nur eine intensive Abwechslung zu sonstiger Erotik sucht, kann sich als Paar Literatur besorgen und aus diesen Büchern Anregungen für gegenseitige, erotische Massagen ziehen. Sollte es jedoch eine absolut ganzheitliche Erfahrung werden, nimmt man seriöse Kurse und Seminare wahr, die Tantra und das Ritual Tantra Massage eingehend theoretisch und praktisch vermitteln. Der Tantramassage-Verband e. V. ist hier eine zuverlässige Quelle für Deutschland und die Schweiz. Dort sind Studios und Seminare zu finden, die Massagen für Einzelpersonen und Paare anbieten und nach der tantrischen Lehre arbeiten. Diese Anbieter haben nichts mit der Erotikbranche zu tun.

 

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