Ressort Geschichte & Philosophie
Tang Hoi und Thich Nhat Hanhs Entstellungen
Erstellt am 9. Mai 2012 von Otaku00Zunächst versucht TNH aufzuzeigen, dass der Buddhismus in Vietnam ankam, bevor er in China Fuß fasste. Dann führt er Tang Hoi, der im 3. Jh. n. Chr. lebte, als Meditationsmeister ein und widmet sich dessen Schrift "Sammlung über die sechs Paramita" (T 152), die zunächst übersetzt wird. Bereits in dieser Vorlage zeigen sich einige Auffälligkeiten:
- Es wird von einer Meditation gesprochen, die sich damit beschäftigt, wie Menschen in die Welt der Götter geboren werden, weil sie die Vorschriften einhielten und Vegetarismus praktizierten. - Der Ausdruck "breathing in - breathing out" (einatmend-ausatmend), den TNH ja sogar in Singsangs bekannt machte, taucht in den sechzehn Methoden achtsamen Atmens regelmäßig auf. - Wenn ein Übender auf der ersten Stufe meditativer Konzentration verstürbe, würde er im siebenten Himmel wiedergeboren und dort eine Lebensspanne verbringen. - Meditiert ein Bodhisattva über Hunger, Krieg und soziale Ungerechtigkeit, empfindet er Mitleid und denkt, wenn er nicht meditieren würde, wäre auch er in Revolten verwickelt, um sich gegen die Missstände aufzulehnen.
Gerade beim letzten Punkt erahnen wir TNHs Heuchelei, denn nachdem er in Vietnam noch selbst in aktiven Widerstand war, begann er, an seiner eigenen Hagiographie im Ausland zu stricken, die fortan anderen ein passives Erdulden von Unbill nahelegte. Tang Hoi interpretiert er dann auch so: "Wenn wir wissen, wie wir atmen und Gehmeditation praktizieren sollten und wie wir uns selbst mit Gefühlen der Freude nähren können, dann wird sich unser Gesicht verändern." Dieses Wohlfühlbedürfnis ist das zweite, dass TNH neben der Sehnsucht nach Frieden und Gewaltlosigkeit bedient. Schließlich kommt er auf Plum Village, seinen Großbesitz in Frankreich, zu sprechen, wo man "das Speicherbewusstsein beobachtet und die Samen in unserem Speicherbewusstsein". Von da leitet er unmittelbar auf seine wiederholt geäußerte Abneigung gegen das Fernsehen über und beschreibt Kinder, die in Plum Village fröhlicher seien als solche, die von außen dazukommen und vom Fernsehkonsum verstört wären.
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