So fucking tired! Eine Nacht aus der Hölle

So fucking tired! Eine Nacht aus der Hölle

Kennst du sie auch? Diese Nächte, die dich daran zweifeln lassen, dass das was du machst gut und richtig ist? Diese Nächte, in denen du tatsächlich anfängst zu überlegen, ob Ferbern nicht doch eine Alternative ist? Du diesen Gedanken im gleichen Moment wieder verwirfst nur um ihn einige Minuten später wieder zu haben?

Am Limit
Wir hatten heute so eine Nacht. Alle 20 Minuten ist der Babyjunge aufgewacht. Das allein ist ja schon ziemlich anstrengend, doch um das Ganze dann noch etwas aufregender zu machen, wurde mal direkt beim Aufwachen geschrien, mal nach dem Stillen und mal dachte ich, dass er wieder eingeschlafen wäre und dann ging doch wieder das Geschrei los.

Und so habe ich nie mehr als 10 bis 20 Minuten am Stück geschlafen und so ziemlich die ganze Nacht mein Baby gestillt. Nie war der Wunsch, dass mein Baby ohne mich einschlafen kann größer.

Morgens um 5 Uhr konnte ich dann nicht mehr. Das Baby lag neben mir und schrie und ich war einfach fertig. Ich konnte ihn nicht mehr beruhigen. Ich konnte ihn nicht tragen und schaukeln. Ich lag einfach da, streichelte ihm über den Bauch und betete, dass er endlich schlafen würde.

Kontrollverlust
Zum Glück kam dann sein Papa. Er nahm ihn und verstand gar nicht, was mit mir los war. In dem Momentan merke ich, wie ich die Kontrolle verlor. Meine Baby schrie und plötzlich schrie ich mit. Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen und raufte mir die Haare (nein, nicht liebevoll verwirrt oder so, sondern sehr schmerzhaft). Finn flüchtete mit dem Baby auf dem Arm und ich weinte in mein Kissen.

Ich fühlte mich so wahnsinnig schlecht, weil ich mich nicht unter Kontrolle hatte. Das ich nicht stärker war. Nicht mehr aushielt.

Im Wohnzimmer hörte ich das Baby weiter weinen aber ich konnte einfach nicht aufstehen. Ich konnte meinem Baby in diesem Moment keinen Trost spenden, weil ich selber so leer war. Ich lag da, die Tränen liefen mir über das Gesicht und ich fühlte mich schwer, schuldig, kaputt und unfassbar müde.

Doch als Mama kann man nicht einfach alles hinschmeißen. Man kann kurz mal aus Situationen flüchten, weil man weiß, dass man gerade eine Grenze erreicht. Ich habe Glück und in diesen Situationen kann ich mich auf Finn verlassen aber er kann dem Baby dennoch nicht bieten, wonach es gerade verlangt. Das bin ich.

Aufstehen. Krönchen richten. Weiter machen.
Ich schaue auf die Uhr. Es sind gerade einmal 7 Minuten vergangen. Doch 7 Minuten lang schreit mein Baby nun schon auf Papas Arm und Mama kommt einfach nicht. Ich stehe auf und gehe ins Wohnzimmer. Nehme Papa das Baby ab und sofort beruhigt er sich. Nachts geht einfach nichts ohne Mama. Ich schaffe es nicht, mich jetzt bei Finn zu entschuldigen (der ja nicht weiß, wie anstrengend meine Nacht war), ich schaffe es nicht ihm zu sagen, dass ich ihn liebe und froh bin, dass er da ist. Alles, was ich kann, ist mein Baby zu tragen und ihm immer wieder zu sagen, dass es mir Leid tut und ich jetzt da bin.

Wir legen uns wieder ins Bett und ich stille ihn. Er schläft sofort ein und ich schaue in sein entspanntes Babygesicht. Werde überwältigt von der Liebe. Er ist so winzig. So klein. Nichts was er tut, macht er um mich zu ärgern. Oder mir das Leben schwer zu machen. Er ist selber müde und will schlafen, doch irgendetwas stört ihn. Irgendwas ist und eigentlich ist egal, ob er einen weiteren Zahn bekommt, krank wird oder einfach der Tag zu voll war, ich bin hier um ihn zu halten.

Nie wieder wird er so abhängig, so angewiesen auf mich sein wie jetzt. Niemals könnte ich ihn sich selbst überlassen. Sein Schreien hören und dennoch vor der Tür stehen bleiben und die Sekunden abzählen.

Ja, die Nächte sind manchmal schwer. Ja, ich frage mich manchmal, ob ich es richtig mache. Ob es nicht einen anderen Weg gäbe, der zu mehr Schlaf führen würde. Aber dann sehe ich mein schlafendes Baby und ich weiß: Dies ist der einzige Weg, den ich aus vollem Herzen gehen kann.

Kennst du sie auch? Diese Nächte?


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