Sind Männer denn beratungsresistent?

Ich gebe zu, ein etwas provokanter Titel. Oft merke ich aber in der Paarberatung, dass es meistens die Frauen sind, denen es gefühlterweise in der Beziehung nicht mehr gut geht, während für die Männer alles in Ordnung ist und sie sich über das Verhalten ihrer Partnerin wundern, es auch nicht nachvollziehen können. Es kommen sehr selten die Männer als Initiatoren zu mir ins Coaching oder die Paartherapie. Ich kann nur ahnen, woran das liegt:

  • Oft sind die Männer so mit ihrer Versorgerrolle beschäftigt, dass sie gar keinen Zugang zu ihrer Emotionalität mehr haben
  • Oft wurde es den Männern abtrainiert, dass sie auch Spaß und Lebendigkeit haben dürfen – Passt scho, Augen zu und durch

Denn wir Menschen sind emotionale Wesen, egal, ob wir die Emotion zeigen oder nicht. Sie ist da, wenn auch vielerorts gut versteckt. Ein weiterer Punkt ist der, dass viele Menschen/Männer fürchten, dass wenn sie mehr Emotion/Empfindung zulassen, sie nicht mehr das können, was sie bisher gekonnt haben. Ein Verlust wertvoller Ressourcen also. Dann lieber im Hamsterrad drin bleiben, auch wenn es die Partnerschaft kostet.

Jede Veränderung sollte die Ressourcen stärken und den Ballast abwerfen

Dabei ist diese Angst unbegründet: Wenn ich etwas gut kann, dann sollte ich das stärken und auf Basis dieser Stärke beginnen, den Ballast abzuwerfen, der mich von meiner Lebendigkeit trennt. Darum geht es! Festen Boden unter den Füßen zu behalten und dann mit einem Fuß einen kleinen Schritt ins Neuland wagen, sich neue Dinge aneignen und alte ablegen. Dazu vielleicht ein prägnantes Beispiel: Wenn ein Mann gewohnt ist, viel zu arbeiten und mit der Zeit so viel zu arbeiten, dass er eigentlich nur noch Arbeit und keine Lebensfreude mehr hat. Dann wäre ein kleiner Schritt Neuland der, sich vielleicht einmal die Woche eine kleine Auszeit zu gönnen: Das Mountainbike zu schnappen oder golfen zu gehen. Und erst am Mittag im Büro zu erscheinen. Arbeiten kann er dann immer noch, aber er hatte schon einmal Spaß.

Und genau diese kleinen Schritte bringen dann auch nachhaltigen Erfolg und Veränderung. Ohne auf die liebgewonnenen Ressourcen verzichten zu müssen. Probieren Sie es aus! Un um eine Antwort auf die Überschrift zu geben: Ich glaube nein, ihnen fehlt es nur an Mut.


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