Sind dicke Menschen beim Laufen verletzungsanfälliger?



Viele Laufanfänger stellen sich die Frage, ob sie anfälliger für Verletzungen sind, nur weil sie ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringen. Schließlich sind alle Läufer, die man in TV-Berichten oder auch live bei Straßenläufen sieht, gertenschlank und haben kein Gramm zu viel auf den Rippen.

Zudem klingt das Argument, dass ein höheres Körpergewicht auch ein höheres Verletzungsrisiko von Muskeln, Bändern, Sehnen und Knochen birgt, auf den ersten Blick logisch.

Hohe Körpergewicht = hohes Verletzungsrisiko? Ist das wirklich so?

Sind dicke Menschen beim Laufen verletzungsanfälliger?

Die Antwort wird Sie sicherlich überraschen. Neueste Studien belegen sogar das Gegenteil. Demnach sind gewichtige Läufer sogar weniger verletzungsanfällig als ihre leichteren Sportkameraden.

So wurden beispielsweise in einer Untersuchung rund 2.000 Läufer über einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet und sportmedizinisch betreut. Während der Studie wurden regelmäßig Informationen zu Alter, Gewicht, Größe, Trainingsverhalten und allgemeinen Gesundheitsangaben erfasst. Man schloss mit der Erkenntnis, dass gewichtigere Läufer weniger zu Verletzungen neigten als leichtgewichtige Laufsportler. Das Ergebnis war überraschend, so dass man sich entschied, eine weitere Untersuchung mit ähnlichen Kriterien durchzuführen. Diese also ergab das gleiche Resultat.

Zwar gibt es auch (vor allem ältere) Studien, die das Gegenteil ergaben. In Summe aber überwiegen Untersuchungen, die ganz eindeutig belegen, dass „dicke“ Läufe seltener von Verletzungen geplagt werden.

Aber warum ist das so?

Gut, ein Argument ist, dass dickere Läufer eher dazu neigen, kürzere Strecken zu laufen. Was zwangsläufig zu weniger Verletzungen führt. Dazu kommt, dass viele im Laufe der Zeit ihr Körpergewicht bedingt durch das Training reduzieren. Was wiederum dazu führt, dass sie längere Strecken laufen. Was dann die Verletzungsgefahr erhöht, weil sie ihren Körper ja deutlich stärker belasten. Symbolisch möchte ich in diesem Zusammenhang ein Marathon-Training erwähnen.

Und selbst trotz der Tatsache, dass der menschliche Körper sehr anpassungsfähig ist, und sich schnell an Belastungen gewöhnen vermag, kostet es einfach mehr Kraft, zwanzig oder mehr Kilogramm zusätzlich über die Distanz zu bringen. Gewicht macht einen Läufer konsequent langsamer. Und wer langsam sowie kürzere Strecken unterwegs ist, verletzt sich nicht so schnell.

Es kommt also immer auf die Sicht des Betrachters an. Vielleicht ist aber, wie in vielen anderen Dingen auch, der Mittelweg der goldene. Einfach etwas abnehmen und etwas schneller laufen.


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© 2017 Volker Lauterbach

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