Selbstjustiz einer Lehrerin: Geständnisse von Kanae Minato

Selbstjustiz einer Lehrerin: Geständnisse von Kanae Minato

Der Tod ihrer Tochter bringt eine Lehrerin dazu, die Täter selbst zu bestrafen. Denn sie glaubt nicht daran, dass die Polizei zwei Schüler rechtmäßig dafür bestrafen würde. Und so endet ein Schuljahr mit einem unglaublichen Geständnis und ein neues beginnt, in dem weitere Geständnisse folgen.

Es ist sowohl der letzte Tag vor den Ferien als auch der letzte Arbeitstag von der Lehrerin Moriguchi. Doch eines hat sie ihren Schülerinnen noch zu berichten, denn sie weiß ganz genau, dass der Tod ihrer Tochter kein Unfall war. Aber sie will sich nicht auf die Justiz verlassen und nimmt es selbst in die Hand.

Sachlich schildert sie der Klasse, was wirklich passiert ist und dass A und B daran schuld sind, dass ihre Tochter im Schulschwimmbad gestorben ist. Am Schluss offenbart sie allen, dass ihr Racheplan bereits in vollem Gange ist. Eine Feststellung, die alle geschockt zurücklässt und im nächsten Schuljahr für ungeahnte Folgen sorgt. Denn das ist nur der Anfang...

Über die Autorin

Kanae Minato wurde 1973 in Japan geboren. Geständnisse ist ihr erster Roman, allerdings hat sie aber auch einige Kurzgeschichten geschrieben. Bereits 2009 wurde Geständnisse mit dem Japanese Booksellers Award ausgezeichnet und ein Jahr später erschien die erfolgreiche Verfilmung. In Japan wird Kanae Minato als „Königin des Iyamisu" bezeichnet, einer Unterart des Thrillers, die sich mit den dunklen Seiten der menschlichen Natur beschäftigt.

Fazit

Dieses Buch hat mich eine Nacht gekostet, denn ich wollte es nicht mehr weglegen, bis ich wusste, wie es endet. Anfangs war ich schockiert, was die Lehrerin als ihre Rache wählt, doch beim weiteren Lesen entdeckt man die literarische Faszination an dem Titel. Denn jedes Kapitel erzählt die Ereignisse aus einer anderen Sicht und die der Lehrerin ist nur der Anfang. Stück für Stück erfährt man beim Lesen, wie es den anderen Charakteren ergeht, welche Motive sie haben und wie sie mit der Schuld umgehen, die sie zu verantworten haben.

Doch nie wird das Buch urteilend. Es beantwortet nicht die Frage nach der Schuld, sondern skizziert die Umfelder der handelnden Personen und welche Motivation sie für ihr Handeln hatten. Immer wieder schafft es die Autorin, die Ereignisse zu steigern und baut damit eine unglaubliche Spannung auf. Wobei diese Spannung auch durch die Erzählungen der Personen ausgebaut wird, denn jeder hat eine eigene Sicht auf die Tragödie und ihre Folgen und zieht dadurch Schlüsse, die nicht immer korrekt sind.

Selbstjustiz einer Lehrerin: Geständnisse von Kanae Minato

Junge Buchhändlerin aus Wien. Neben meiner Leidenschaft für die Literatur zocke ich gerne auf den unterschiedlichsten Konsolen, aber auch gerne Brettspiele. Erst spät auf Manga aufmerksam geworden, hat mein Bestand mittlerweile eine imposante Größe erreicht, die regelmäßig weiter wächst.


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