Schlaf, Lernen und Gedächtnis



Kurz gesagt

Der Schlaf spielt für unser Erinnerungsvermögen eine bedeutende Rolle. Er hat Einfluss auf unsere Lernbereitschaft (das Vor) und die Lernverarbeitung (das Nach). Diese Erkenntnis hat die internationale Schlafforschung bereits bestätigen können.
Ein Mangel an Schlaf wirkt sich negativ auf unsere Stimmung, unser Urteilsvermögen und die Motivation aus.
Und obwohl noch einige Fragen ungeklärt sind, ist sich die Wissenschaft einig, dass ein gesunder Schlaf unser Lernvermögen und das Gedächtnis positiv beeinflussen.

Schlaf, Lernen und Gedächtnis

Lernprozess und Schlaf

Gut. Wir Menschen haben die Phänomene Schlafen, Lernen und Gedächtnis noch nicht richtig verstehen können. Erst recht auch nicht deren Zusammenwirken. Aber neueste Studien weisen darauf hin, dass Qualität und Quantität unseres Schlafes einen bedeutenden Einfluss auf das Lern- und Erinnerungsvermögen haben.
Die Schlafforschung geht dabei von zwei Grundsätzen aus:

  1. Eine um ihren Schlaf beraubte Person kann sich schlecht oder nicht optimal konzentrieren und daher auch nicht effizient lernen.
  2. Erfolgt die Verarbeitung des Erlernten im Schlaf. Diese Verarbeitung ist Grundvoraussetzung für einen weiteren Lernvorgang.

Und obwohl den Forschern die genauen Mechanismen noch unbekannt sind, werden Lernen und Gedächtnis in drei Schritte eingeordnet.

  1. Akquisition – Die Aufnahme neuer Information in unser Gehirn
  2. Konsolidierung – Die Verarbeitungsprozesse im Gehirn
  3. Recall (Abruf) – Die Fähigkeit, auf gespeicherte Information zurückgreifen zu können. Ganz gleich, ob bewusst oder unbewusst

Jeder dieser drei Schritte ist für die korrekte Speicherfunktion des Gehirns zwingend erforderlich. Während Akquisition und Recall nur im wachen Zustand erfolgen, deutet für die Schlafforscher vieles darauf hin, dass die Konsolidierung, also die Verarbeitung und Ablage unserer Erinnerungen, im Schlaf erfolgt.
Die Wissenschaftler erforschen die Zusammenhänge auf zweite Arten.
– Man unterteilt den Schlaf in verschiedene Stadien. Aus der Betrachtung dieser Stadien und deren Dauer sowie der Veränderungen erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse die Lernprozesse.
– Wie wirkt sich Schlafentzug auf das Lernen aus? Dabei gibt es wiederum diverse Einstufungen von komplettem über teilweisen (Früh- oder Spätschlafphase) bis hin zu selektivem Schlafentzug (es werden nur ganz bestimmte Schlafphasen „geraubt“).

Auswirkungen von Schlafentzug auf Lernen und Leistung

Welchen Einfluss hat Schlafentzug oder ein Mangel an Schlaf auf unser Lern- und Erinnerungsvermögen? Dieser Frage geht eine weitere Gruppe von Schlafforschern nach.
Demnach hat Schlafmangel zur Folge, dass wir unser Hauptaugenmerk auf Wachsamkeit und Aufmerksamkeit legen. Das führt dazu, dass wir nur noch wenige oder sogar gar keine Informationen mehr aufnehmen können. Die Neuronenverbindungen in unserem Gehirn sind „überarbeitet“ und können die aufzunehmenden Informationen nicht mehr richtig koordinieren. Folge, wir können nicht mehr auf diese Informationen zugreifen. Weiterhin haben wir Probleme bei der Interpretation von Ereignissen. Wir haben Schwierigkeiten, die richtige Entscheidung zu treffen, weil wir die Situation nicht richtig bewerten können. Unser Urteilsvermögen wird also beeinträchtigt.
Daraus lässt sich schlussfolgern, dass wer ermüdet oder erschöpft ist, weniger gut „funktioniert“. Unsere Neuronen sind nicht optimal verbunden, die Organe nicht richtig koordiniert und unsere Muskulatur ist nicht ausgeruht. So kann es zu Minder- und Fehlleistungen, ja sogar zu Unfällen sowie Verletzungen kommen.
Außerdem beeinflusst Schlafentzug unsere Stimmung. All dies hat zur Folge, dass unsere Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten eingeschränkt ist. Inwieweit im Detail, das muss die Forschung der nächsten Jahre noch belegen.

Noch offene Fragen

Neben den noch zu klärenden Detailfragen stellen sich den Wissenschaftlern noch weitere Fragen. So die Nebenwirkungen von Medikamenten auf uns Schlafverhalten und die verschiedenen Schlafstadien. Oder Verletzungen und Erkrankungen des Gehirns. Haben diese Folgen?

Und dann gibt es ja noch die Forscher, die die These vertreten, dass der Schlaf nicht diese herausragende Bedeutung hat, wie von einer Vielzahl von Wissenschaftlern. Es gibt Überlegungen, dass eine Veränderung der Schlafphasen nicht auf der Verarbeitung von Erlerntem beruht, sondern vielmehr im zu verarbeitenden Stress durch das Lernen geschuldet ist.

Zusammenfassung

Viele Forschungen und Studien deuten darauf hin, dass in unterschiedlichen Schlafstadien verschiedene Arten von Informationen verarbeitet werden. Sollte der Schlaf unter- oder abgebrochen werden, reduziert dies unsere Lernfähigkeit.

Und auch, wenn es noch einige Zeit dauern dürfte, bis die Wissenschaft die noch offenen Fragen beantwortet hat, können wir bereits jetzt davon ausgehen, dass ein gesunder Schlaf einen wichtigen Faktor für unsere Fähigkeit zum Lernen und unser Gedächtnis darstellt.


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