Ressort Literatur

[Rezension] Der Stern der Göttin

Von Readandbeyourself
[Rezension] Der Stern der GöttinDer Stern der Göttin - Sandra Melli
Knaur Taschenbuch
Dezember 2011
511 Seiten
14,99 €
Die junge Kätzin Laisa darf zum ersten Mal eine Karawane begleiten, obwohl sie bisher ganz und gar ungewöhnlich ist. Sie ist nur ein Adoptivkind und größer, stärker und mutiger als ihre Ziehfamilie. Gerade deswegen möchte sie ihrem Ziehvater bei der neuen Aufgabe nur Lob einbringen.
Doch schon am ersten Tag der Reise zieht eine seltsame Magie die Kätzin in den Wald, wo sie von einer seltsamen Frau in eine ganz andere Welt versetzt wird.
Dort lässt sich Laisa gleich einfangen...
Gleichzeitig bekommt der mächtige weiße Magier Khaton hohen Besuch: Er hat zu viel Zeit in der stinknormalen Stadt verbracht, und soll endlich wieder seinen Pflichten als Magier nachgehen.
Wiederwillig macht sich Khaton auf den Weg, denn er soll jemanden finden, der ihm hilft.
Doch auch Magier sind nicht gefeit gegen Widersacher...
Das Land der Götter, unterteilt in seine Farben, ist in großer Gefahr. Können Laisa und Khaton die Dunkelheit aufhalten?
Mein erster Gedanke war "was für ein Schinken". Denn obwohl es "nur" 500 Seiten sind, ist das Buch etwas länglicher, und hat dadurch mehr Inhalt.
"Der Stern der Göttin" ist auch keine leichte Lektüre. Nein, pures Fantasy und eine ganz andere Welt erwarten den Leser.
Man lernt in drei Kapiteln drei unterschiedliche Settings kennen: Die verstrickten Machtgeflechte der schwarzen Magier, die Heimatwelt der Kätzin Laisa und anschließend noch den weißen Magier Khaton und seine Stadt. Wie alle zusammenhängen ist überhaupt nicht klar.
Das Land ist im Mittelalter stehen geblieben. Die Menschen leben in Burgen und Städten ohne fließendes Wasser, gehen jagen, benutzen Schwerter sowie Pfeil und Bogen und reiten Pferde.
Nach und nach erfährt man mehr über die Figuren und ihren Weg. Dass Laisa und Khaton aufeinandertreffen sollen war ziemlich schnell klar - dennoch wird das ziemlich in die Länge gezogen.
Pluspunkte macht das Buch bei mir mit der Idee. Ich fand es sehr gelungen, eine neue Welt zu entdecken, die in Farben unterteilt wird.
Auch punktet das Cover, das nicht nur anspricht sondern echt toll gestaltet ist. Ich mag so ineinander gehende Farben etc.
Weil mir die Handlung und die Namen sehr unübersichtlich und schwer vorkamen war ich auch sehr sehr dankbar über das Register am Ende. Dort werden Farben, Länder und Personen nocheinmal erklärt.
Jedoch störte mich sehr die Sprache und die Oberflächlichkeit. Einfach Sätze wie "Sie trank. Er schaute ihr dabei zu." kamen häufig und behinderten den Lesefluss. So sehr ich manchmal verschachtelte Sätze verfluche, hätte ich mir hier welche gewünscht.
Gut, über die Komplexität lässt sich streiten. Das Land ist halt etwas ganz eigenes. Mir war es jedoch zwischenzeitlich etwas zu viel, und ich konnte mich einfach mit den seltsamen Namen nicht anfreunden.
Für viel Fantasy mit einigen Ecken und Kanten vergebe ich 3 Sterne. Ich wünsche dem Autorenduo, dass hinter dem Namen steckt, weiterhin viel Fantasie: vielleicht im Folgeband etwas weniger kompliziert.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren :

Zurück zur Startseite von Logo Paperblog

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren :

Kommentar schreiben