[Rezension] Big Little Lies – Die Deperate Housewives aus Pirriwee

Vielleicht sollte ich dieses Jahr doch wieder eine neue Buchchallenge starten. Gerade bin ich jedenfalls ziemlich motiviert. Vor zwei Tagen habe ich Liane Moriarty's „Big Little Lies" beendet und bin bei Marc Elsberg's „Helix" nach 1,5 Tagen schon auf Seite 408. Trotz Kleinkind. Sie hat gestern Mittag wirklich gut geschlafen. Aber was ich eigentlich gar nicht glauben kann ist, dass ich diese Zeilen tippe während sie neben mir auf der Puzzlematte ihre Puppe an- und auszieht und zwischen drin zu Volker Rosin-Liedern tanzt. Selbstbeschäftigung - bisher eine Rarität, zur Zeit jedoch auf dem Vormarsch. Scheint zumindest so. Drückt mir die Daumen! Aber ich schweife ab. Denn eigentlich möchte ich euch den tollen Roman von Moriarty empfehlen. Die literarische Variante von Desperate Housewives wenn man so will. Ich habe mal wieder meiner Vorliebe für die englische Sprache gefrönt, deshalb für alle, die lieber in Deutsch lesen noch mal der deutsche Titel: „Tausend kleine Lügen". [Rezension] Big Little Lies – Die Deperate Housewives aus Pirriwee Leseprobe: Big Little Lies [en]

Format: Taschenbuch, 460 Seiten
Autor: Moriarty, Liane
Verlag: Pengiun, 2014 [en] | Bastai Lübbe, 2016 [de]

Quizabend an der Grundschule. Jemand stürzt vom Balkon und stirbt. Wer & vor allem was ist passiert?

Jane zieht mit ihrem Sohn Ziggy in das australische Küstenstädtchen Pirriwee. Bereits der Orientierungstag in der Vorschule wird zu einer Bewährungsprobe für die alleinerziehende Mutter - sie wird mit den unterschiedlichsten und zum Teil unerträglichsten Elterntypen konfrontiert, die Moriarty finden konnte: Übermütter, Helikoptereltern, Elternzeit-Papas, (Teilzeit) Working Moms... Alle tragen sie ihre eigenen Päckchen, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Die Fassade nach außen gilt es zu bewahren, das scheinbar perfekte Familienleben muss zumindest nach außen aufrecht erhalten werden. Jane freundet sich mit der Mode- und Make-Up fixierten Madeleine, sowie der reichen, aber in ihrer Persönlichkeit sehr bescheidenen Celeste an und wir lernen die Frauen langsam genauer kennen.

Moriarty schreibt ihre Kapitel aus den Perspektiven der drei Mütter und spickt die Geschichte zwischendrin mit Aussagen von Zeugen. Wir lernen zwar ausschließlich Celeste, Madeleine und Janes Hintergründe genauer kennen, können uns jedoch auch ein kleines Bild von den anderen Eltern der Pirriwee Vor- und Grundschule zu verschaffen. Der Spannungsbogen profitiert natürlich davon, dass man als Leser zwar weiß, dass etwas passieren wird, aber nicht genau was und vor allem warum. Man lechzt förmlich nach noch mehr Informationen und verschlingt so Seite um Seite dieses tollen Romans.

Ich kann euch „Big Little Lies" bzw. „Tausend kleine Lügen" nur wärmstens ans Herz legen!

***Big Little Lies wurde übrigens in Form einer Mini-Serie von HBO verfilmt. Die Serie mit Reese Witherspoon als Madeleine, Nicole Kidman als Celeste, Shailene Woodley als Jane und Alexander Skarsgård spielt Celestes Ehemann Perry startete am 19.02.2017 in den USA.***

4 von 5 Sternen

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