Manchmal fühle ich mich als Sisyphus der Familie – ich bin nicht nur mit dem täglichen Beseitigen des entstandenen Chaos beschäftigt, ich predige auch tagtäglich die selben Dinge … Der Humor schleicht sich da gerne aus meinem Leben raus. Wie dieser wieder Einzug in das Familienleben hält – und dadurch zusätzlich noch Leichtigkeit reinbringt – lest ihr hier:
Manchmal – nein, meistens, wenn ich ehrlich bin – bleibt mir das Lachen im Halse stecken: Da wird gestritten, getobt, gewütet und Chaos verursacht. Zu allem Überfluss kommt dann auch noch das große Brüllen zu Besuch (siehe: Das große Brüllen) Und ich wiederhole mich immer und immer wieder, ermahne wegen der immer wieder gleichen Dinge immer und immer wieder – tausendmal und mehr … und dann ist sie schon da: die Wut.

„Ein junger Vater hält sein brüllendes Kind im Arm und sagt immerzu: „ Ruhig, Moritz! Ruhig Moritz!“ Ein Fremder schaut zu und meint:“ Eine Geduld haben Sie mit Ihrem Moritz, allerhand! Was hat denn der kleine Moritz?“ „ Er heißt nicht Moritz“, antwortet der Vater, „Moritz bin ich!“
(Quelle: BewußtseinserHeiterung
)
Cool bleiben und alles mit Humor nehmen – ist die größte und schwerste Herausforderung für Eltern mit einem oder gar mehreren Chaos-Stiftern im Kleinkind- und Kindergartenalter. Damit könnte es klappen, denn der Überraschungsfaktor Humor ist dann auf Mutters/Vaters Seite (ab 3-4 Jahre):
- Schamlos übertreiben:
statt „Raus! Du trägst mit deinen Straßenschuhen so viel Dreck in die Wohnung!“
besser „Meine Güte, du hast ja einen halben Sumpf am Schuh kleben!“ - Flüstern statt Brüllen:
statt einem extra lauten „Haallooo! Ich rede mit dir!“
ein ganz leises „Weißt du, ich möchte dir Folgendes sagen …“ - Wettstreit anbieten:
statt „Zieh jetzt bitte endlich deine Jacke an!“
besser „Wer hat schneller die Jacke an: du oder ich?“ - Clever ablenken:
statt „Auf keinen Fall. Du kannst jetzt nicht mit diesem Wackel-Auto fahren.“
besser „Hast du dir überlegt, welche Frühstücksflocken wir kaufen sollen?“ - Originelle Sprüche:
statt „Jetzt trödel nicht so!“
besser „Beeil dich mal – so wie die schnellste Maus von Mexiko!“ - Einfach ein Gedicht:
statt „Jetzt heul nicht, nur weil die Schleife am Schuh nicht halten will.“
besser „Der Schuh, der Schuh, er geht nicht zu!“ - Eigene Missgeschicke ausplaudern:
statt „Ver*** nochmal, musst du jedes mal kleckern?!“
besser „Als ich noch klein war, hat man auch manchmal am Tischtuch gesehen, was es zu essen gab.“
Quelle: Elternwissen kompakt 24.5.2010
urbia.de berichtet ebenfalls von allerhand humorvollen Hilfsmittelchen:
- Das grauslichää Sockenmonster kreischt „Alläs aufstähn!“ und kitzelt den kleinen Morgenmuffel aus den Bettfedern
- Ein speziell zubereiteter Zaubertrank macht ganz bestimmt munter
- Statt in Schuhe und Jacken schlüpfen Nachwuchs-Raumfahrer morgens ganz schnell in Mondstiefel und Raumanzug; das Auto wird zur Rakete – Countdown inklusive
- usw.
Mein Fazit: Ich sollte wirklich dringend wieder einmal im wirklich hervorragenden Buch "Ein Löffelchen voll Zucker… und was bitter ist, wird süß! Das Mary Poppins-Prinzip" schmöckern! Ein Buch, das ich wirklich allen Eltern ans Herz legen möchte!






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