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Partnersuche mit Kind

Erstellt am 1. April 2011 von Erospashop

Die Partnersuche ist an sich schon nicht immer einfach. Wer zudem allein erziehend ist, steht vor einer noch größeren Herausforderung. Oder ist das gar nicht so? Die Partnersuche mit Kind unter die Lupe genommen.

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Photo: vagawi

„Als Alleinerziehende hat man kaum Chancen“

So ähnlich äußern sich viele Singles, die Kinder haben. Manche schreiben das Kapitel Liebe sogar für Jahre ab und vertrösten sich mit der Partnersuche auf eine Zeit, wenn die Kinder Jugendliche oder sogar Erwachsene geworden sind. Allerdings sieht es weit weniger düster aus, als es erscheinen mag. Wichtig ist, einen potentiellen Partner nicht mit den vorhandenen Kindern zu überfahren, aber die Kinder auch nicht zu verschweigen. Man sollte auf keinen Fall das Gefühl vermitteln, dass ein Vater- oder Mutterersatz gesucht wird, sondern ein Liebespartner, der die Kinder akzeptieren und mögen will. Im Internet gibt es spezielle Single-Börsen für Alleinerziehende, da weiß jeder, woran er ist. Nicht nur dort gibt es sogar Singles, die sehr gerne eine Beziehung eingehen und in eine Familie aufgenommen werden wollen. Oder auch Singles, die selber Kinder haben und die damit verbundenen Umstände kennen.

Auf Partnersuche mit kleinen Kindern

Tatsächlich ist es schwierig, als alleinerziehender Vater oder Single-Mama die Zeit und die Nerven für die Partnersuche aufzubringen. Oftmals dreht sich der gesamte Alltag um Windeln, Brei und Fläschchen. Zwischen Bauklötzen, trotzigen Kleinkindern und dem Spagat zwischen optimaler Kinderbetreuung und Arbeit sinkt die Lust auf Ausgehen und Flirten. Selbst wenn die Kinderbetreuung durch die Oma oder einen Babysitter gegeben ist, fehlt oftmals die nötige Power, sich aufzuraffen, sich schick zu machen und mit guter Laune neue Leute kennenzulernen.

Besonders alleinerziehende Mütter wenden häufig nur wenig Zeit für sich als Frau auf. Friseurbesuche und sexy Klamotten shoppen gehen werden auf ein Minimum reduziert zu Gunsten der Kinder. Dabei ist das nicht der optimale Weg, auch wenn selbstredend die Kinder an erster Stelle stehen sollten. Trotzdem: Alleinerziehende sollten sich unbedingt Freiräume schaffen. Dieser oft ausgesprochene Rat hat seine Berechtigung, daher sieht, hört und liest man ihn an vielen Stellen. Solche kinderlosen Oasen schaffen neue Energien durch Erholung – und Raum für die Partnerfindung. Nimmt der andere Elternteil nicht regelmäßig die Kleinen, so sollte man Verwandte, Bekannte oder bezahlte Babysitter engagieren, um wenigstens zweimal im Monat ausgehen zu können. Wenn der Wunsch nach einem Partner groß ist, sollte diese Zeit auch genutzt werden fürs Fortgehen.

Auf Partnersuche mit größeren Kindern

Mit größeren Kindern ist die Partnersuche oft leichter, weil die Betreuung der Kinder nicht so anspruchsvoll ist wie bei einem Baby oder Kleinkind. Allerdings sind die Kinder schon in einem Alter, in dem sie sehr genau die neuen Beziehungen ins Auge nehmen und die Situation umfassend erkennen.

Größere Kinder ab sechs bis sieben Jahre sollten daher ruhig im Vorfeld von der allein erziehenden Mutter oder dem Vater erklärt bekommen, dass sie zwar die wichtigsten Menschen für die Eltern sind und unendlich geliebt werden, aber auch, dass die Mama bzw. der Papa sich einen Erwachsenen an der Seite wünscht, der sie auch lieb hat und unterstützt. Befürchtungen, dass der nicht in der Familie lebende Elternteil ersetzt werden soll, müssen von Anfang an zerstreut werden, um es der möglichen, neuen Partnerschaft so leicht wie möglich zu machen.

Jugendliche sind gelegentlich sogar mit Eifer dabei, die Mutti oder den Vati bei der Suche zu unterstützen und können den Wunsch nach einer neuen Liebe sehr gut nachvollziehen. Gelegentlich trifft man mit der Sehnsucht nach einer neuen Beziehung bei Pubertierenden aber auf Ablehnung. Dann helfen nur eine oder mehrere Aussprachen in ruhigem Ton, absolut ehrlich und mit Interesse an den Ängsten des Kindes. Nur so wird man die Barriere aufweichen können.

Ist er / sie der Richtige für mich und meine Kinder?

Egal, wo man einen möglichen Partner kennengelernt hat, auf dem Spielplatz, beim Einkaufen oder im Kino, die Frage wird aufkommen: Passt dieser Mensch zu mir und meiner Familie? Werden sich meine Kinder mit ihm verstehen?

Damit nicht zu schnell zu viel Chaos in den gewohnten Bahnen der Familie aufkommt, sollte der neue Partner unter die Lupe genommen werden. Mehrere Treffen vor der Bekanntmachung mit den Kindern ist oft besser, als dies übereilt zu tun und dann festzustellen, dass der Mensch doch nicht der passende ist. Falls der andere selbst Kinder hat, kennt er Situationen, wo Kinder einfach an erster Stelle stehen, wenn sie beispielsweise krank werden. Dafür muss der neue Partner Verständnis haben, sonst nützt die Beziehung nichts. Nur, wenn man das Gefühl hat, das kann echt was Ernstes werden und der Mensch versteht, dass die Kinder eine enorme Rolle im Leben einnehmen, macht es Sinn, ein erstes Treffen mit den Kindern beispielsweise im Park, in der Schwimmhalle oder im Eiscafé zu vereinbaren.

Die Kinder und der neue Partner

Kleine Kinder sind zu einem neuen Partner oft rascher aufgeschlossen und offener als ältere Kinder oder Jugendliche. Sie gehen unvoreingenommen auf die neue Person im Leben der Familie zu. Sicher kommt es auch bei Drei- und Vierjährigen zu Eifersüchteleien. Durch liebevolle Konsequenz und ein vorsichtiges Herangehen, lassen sich die Kleinen oft rasch darauf ein, dass da noch jemand Verantwortung übernimmt und auch mal was zu sagen hat.

Bei Grundschulkindern und Jugendlichen kommt es darauf an verstehen zu wollen, warum der neue Partner abgelehnt wird, nur dann kann man daran konkret arbeiten, Ängste zerstreuen und nach und nach eine freundschaftliche Verbindung mit dem neuen Menschen an Mamis oder Papis Seite aufbauen.

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