Oh. Mann. Ich habe die Einheit 4 als Patin ausgewählt, weil mir der Begriff der Wissenspirale so eingängig war.
Dies lag an folgendem Erlebnis inmitten meiner Kindheit.
Wir hatten gerade in Mathe irgendwelche Winkel berechnet. Dreiecke gezeichnet. Uns alle ein Geodreieck kaufen müssen. … und plötzlich, gleichsam aus heiterem Himmel… sprangen wir hinüber in die Algebra, liessen alle Winkelmesserei hinter uns. Ich verstand mal wieder Bahnhof. Was hatte das eine mit dem anderen zu tun? Beides war Mathe, aber wo war die Verbindung? Warum der so unvermittelte Sprung vom einen ins andere? Fragen über Fragen.
Der Referendar räusperte sich. Und äußerte sich dazu folgendermaßen. Das Fachgebiet der Mathematik sei in verschiedene Bereiche eingeteilt, die schon irgendwie zusammen hingen, aber das sei zu komplex für ihn. In der Schule sei der Plan, alle Bereich zu durchlaufen, auf niederem Niveau. Das Schuljahr drauf fange man wieder mit dem ersten Bereich an, nur ein bisschen schwieriger. Wie eine Wendeltreppe.
Das war das erste Mal, dass jemand mir eine Meta-Information zum Lehrplan/Unterricht zur Verfügung gestellt hatte. Und ich war überglücklich darüber. In diesem Moment entschloss ich mich wahrscheinlich, Erziehungswissenschaften zu studieren, … um meine Schulzeit irgendwie – zwar im Nachhinein, aber immerhin – logisch einordnen zu können.
Ich verliebte mich in das Bild der Treppe, die ich hinaufschreite… und die niemals enden würde. Solange nicht, bis ich im (damals war ich noch durch und durch katholisch) im Himmel angekommen war.
SCHNITT.
So leicht finde ich die Texte jetzt aber ganz und gar nicht zu verstehen, die uns zur Wissensspirale zur Verfügung stehen. Deshalb erklärt mal bitte eurer Patin, ihr aktiven #ocwl11′er, ob ich mit meinen folgenden Annahmen richtig liege. Die Wissensspirale besteht im Querschnitt aus vier verschiedenen Bereichen, die ich durchschreite und beim nächsten Durchschreiten diese wiederum durchquere, nur eben auf einer Ebene höher.
Diese Bereiche sind (z.B. bezogen auf mein Weblog):
Sozialisierung.
Ich mache einfach mal nach. Andere kommentieren, also kommentiere ich bei Anderen. Sie bloggen, also lege ich mir ein Blog an… und schreibe halt irgend was.
Externalisierung.
Vom irgend was Bloggen komme ich zum Bloggen über das Bloggen. Ich veräußere also mein Wissen, das ich vorher wusste, ohne es zu wissen.
Kombination.
Dazu lese ich ein Fachbuch. Es sagt mir, ich solle doch – so als richtige Bloggerin – mein Blog selber hosten. Gelesen getan. Ich tue mir die Prozedur nach Anleitung an.
Internalisierung.
Ich bin der Blogging-Crack. Werde gefragt, ob ich meiner Freundin ein Blog anlegen kann. Was ich natürlich kann. Ich tue es einfach. Weil ich es kann.
Oder habe ich beim Konzept jetzt irgend etwas grundlegend missverstanden?







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