Ressort Europa

Norwegen treibt Strompreis nach oben

Erstellt am 1. Oktober 2010 von Balticproducts
Die schwedische Zeitung Dagens Nyheter berichtet, dass das norwegische Unternehmen Statnett dafür Verantwortung trägt, dass die Strompreise vermutlich im Winter in Schweden steigen werden.

Statnett liefert seit einiger Zeit Strom von Norwegen nach Schweden. Dafür hatte sich im Gegenzug Schweden bereit erklärt, eigene Kraftwerkskapazitäten zu reduzieren. Nun nutzt Statnett dies aus.

Nun soll die EU Kommission prüfen, inwieweit das Handeln des norwegischen Unternehmens Statnett in Übereinstimmung mit den getroffenen Vereinbarungen steht. Denn Sinn und Zweck der Kooperation mit Norwegen war es, eine gleichmäßige Auslastung von Kraftwerkskapazitäten in Skandinavien zu erreichen und nicht, dass Norwegen den eigenen Strommarkt zu Lasten anderer Länder subventioniert. Denn die Unterschiede im Preis pro Kilowattstunde zwischen dem Süden Norwegens und Schweden sind derzeit mehr als erheblich.
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KOMMENTARE ( 2 )

Von Teja552
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. Februar um 16:38
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Das sieht mir ganz nach Wettbewerbsverzerrung aus, naja so kann man es machen, so sollte es aber nicht sein, das ist kein fairer Deal!

Von Rainer
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Januar um 11:51
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Das nenn ich ja mal interessant. Und genau die Statnett möchte jetzt den deutschen und den norwegischen Strommarkt miteinander verbinden. Zwei Kabel sollen dafür verlegt werden. Einmal das NorGer-Kabel http://www.umspannwerk-moorriem.de/norger-kabelverbindung-deutschland-norwegen/ und dann auch noch in Kooperation mit E.ON das Kabel NORD.LINK http://www.umspannwerk-moorriem.de/allgemein/e-on-und-statnett-planen-seekabelprojekt/ Beide Kabel werden zusammen eine Übertragungskapazität von 2.800 MW haben, was in etwa zwei Kernkraftwerken entspricht. Wenn es stimmt, dass Norwegen den eigenen Strommarkt subventioniert, was steht uns dann nach Verlegung der beiden Seekabel bevor? Profitieren wir in Deutschland vom norwegischen Strom aus Wasserkraft oder werden wir Strom exportieren und auf der anderen Seite für höhere Gewinne der Atomlobby sorgen? Das NORD.LINK-Kabel wird übrigens niergends in den Medien erwähnt, obwohl das Genehmigungsverfahren parallel zum NorGer Kabel verläuft. Es wäre doch mal interessant zu erfahren, weshalb vielleicht bewusst das Kabel mit der E.ON Beteiligung verheimlicht wird.

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