
In wenigen Tagen hat Berlin mal wieder die Schnauze vorn: der neue Supperclub "Travels with my Folks" öffnet seine Pforten. Das neue Underground Restaurant wird von Mel Lang und Kelsie Mortimer betrieben. Sie schreiben bereits seit fast zwei Jahren in ihren Reiseblog „Travels with my fork“ über Speisen & Reisen, kommen aus den USA, gingen erst nach Glasgow und zogen dann später nach London, wo sie halfen den London Cooking Club zu gründen und im Ms Marmite Lovers – Supperclub mithalfen. Am 30. Oktober schließlich öffnen sich die Türen zu ihrem eigenen Foodie Himmel – in Berlin Spandau! Gerade genug Zeit, um mehr über die beiden und ihren Traum zu erfahren:
Reisefreunde: Ihr beginnt in diesem Monat mit eurem eigenen Supperclub - was können Gäste am ersten Abend erwarten?
Travels with my fork SupperClub: Für unseren ersten Abend planen wir ein mexikanisches Menü, um das „Dia de los Muertos“ Fest zu feiern. Wir lieben mexikanisches Essen und dieses Fest hat einen starken Fokus auf das Essen – was liegt also näher, als beides an unserem ersten Abend zu verbinden? Wir werden unsere Gäste mit Kelsies leckeren Margaritas begrüßen und danach ein paar Totopos mit unserer Lieblings-Salsas reichen. Mel feilt schon seit 20 Jahren an der Perfektion dieser Tomatensauce. Wenn alle eingetroffen sind, fangen wir mit dem Dinner an. Als ersten Gang wird es ein Lachs Ceviche geben. Ceviche ist eine Methode, mit der Meeresfrüchte für einige Zeit in Limettensaft mariniert werden und so ihren rohen Zustand verlieren. Ein toller Geschmack! Zum Hauptgang wir ziehen alle Register und servieren Mole Poblano, bei dem Truthahn mit vielen Gewürzen, Früchten und Schokolade seine Bestimmung findet. Ein echtes Geschmackserlebnis. Damit am Abend der Geschmack perfekt ist, wird Mel schon ein paar Tage vorher anfangen, die Sauce zu kredenzen und dann die Mole ziehen lassen, dann können sich alle Aromen entwickeln. Das wird einfach himmlisch werden. Das Mole Poblano wird klassische mexikanisch mit Bohnenkraut-Reis serviert, und wir runden das natürlich mit einem frischen Salat ab. Als Dessert gibt es mexikanischen Flan, das ist ähnlich einer Creme Caramel. Unsere Gäste bringen am besten ihren eigenen Wein oder ihr Bier mit. Für die, die das vergessen haben sollten, bieten wir aber auch noch eine lustige Lösung.
Erzählt uns ein bisschen mehr über euch - was sind eure Hoffnungen und Pläne, eure Lieblings-Gerichte?
Wir sind beide von Essen besessen. Wir trafen uns und verliebten uns durch eine Diskussion über Lebensmittel. Wir haben ganz viele verschiedene Ideen und Pläne für unsere Zukunft. Natürlich drehen sich alle um das Thema Essen. Am liebsten würden wir in den nächsten fünf Jahren, ein Künstler- Zentrum entwickelt haben, in dem Menschen zusammen an verschiedenen Projekten gestalten arbeiten und gestalten können. Wir wären dann natürlich für die schöne Umgebung UND für das gute Essen zuständig!
Wir haben auf eurem Reiseblog "Travels with my folk" gelesen, dass ihr überlegt hattet, Berliner um Hilfe zu bitten, damit ihr genug Stühle und Tische zusammenbekommt. (Wenn wir das nur früher gewusst hätten, wir kennen so viele Leute in Berlin!)
Wir haben Besteck von unserem Freund www.twitter.com/@misterrios bekommen und im Gegenzug haben wir ihn für unser kommendes vegetarisches Dinner (im November) eingeladen. Wir haben auch ein paar andere Hilfs-Angebote bekommen. Das Problem war, dass wir wirklich damals niemanden in Berlin kannten. Noch heute suchen wir Kontakte zu Berliner, also kommt alle!!! Wir hoffen inständig, dass wir durch den Supperclub viele tolle Leute kennen lernen werden!
Ihr seid aus den USA zunächst nach Schottland, dann nach London und jetzt nach Berlin gezogen. Was steht noch auf eurer Liste und wann und wo möchten ihr euch richtig niederlassen?
Ha Ha. Wann werden wir uns niederlassen? Das ist eine Frage, die wir uns oft stellen, denn wir hassen es, umzuziehen! Immer lassen wir Feunde und Familie zurück, das macht uns echt traurig. Allerdings öffnen sich dann auch immer neue Chancen, zum Beispiel eine neue Sprache zu lernen, Erfahrungen zu einer neuen Kultur zu machen und viele neue Freunde kennen zu lernen. Die Welt ist unser Zuhause - und nein, wir haben echt keine Ahnung, wo wir als nächstes sind.
Ihr öffnet euren Supperclub in einem ganz ungewöhnlichen Bezirk – im berühmten Spandau, einem Vorort von Berlin, der zumindest allen über 30jährigen durch die 80er-Band Spandau Ballet bekannt sein dürfte. Ihr als Blogger, Feinschmecker, Fotografen, Mel ist ja sogar gelernte Köchin - warum hat es euch nach Spandau verschlagen? Rockt West-West-Berlin wieder?
Es ist seltsam, bevor wir nach Berlin gezogen sind, mussten wir natürlich entscheiden, wo wir leben wollen. Kelsie ist ein großer Fan der Musik der 80er Jahre und sie dachte sofort an Spandau wegen der Pop-Band. Allerdings sind wir zuerst nach Pankow gezogen. Die Relocation-Agentur, die uns half, hatte den Bezirk empfohlen. Ganze fünf Monate haben wir dort gelebt, ohne dass wir uns wirklich wohl gefühlt haben. Jetzt ist alles anders. Wir haben Wälder, Flüsse und Seen vor der Haustür – und das lieben wir. Alt-Spandau gefällt uns auch. Eine tolle Mischung von Menschen. Leute, die zu uns rausfahren, werden erkennen, wie viel Lebensqualität in diesem Teil von Berlin zu finden ist. Am Ende ist es doch unsere gemeinsame Liebe zum Essen, das uns alle vereint- und genau dafür wollen wir unseren Freundeskreis erweitern. Ach ja, und natürlich wird West-West-Berlin wieder rocken, weil wir hier sind!





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KOMMENTARE ( 1 )
Veröffentlicht am Freitag, 29. Oktober um 11:29
Sieht echt schmackhaft aus. Das könnte ich mir auch gut gefallen lassen. Bei uns gibts andere Leckereien, auch mit Schaffleisch und Potatoes und kräftiger Sauce dazu.
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