Microsofts Doppel-Patchday im März

Microsofts Doppel-Patchday im MärzWie erwartet hat Microsoft nicht nur die Updates des März-Patchdays freigegeben, sondern zusammen mit den März-Patches auch den vor vier Wochen abgesagten Februar-Patchday nachgeholt.

Deshalb stehen seit gestern Abend insgesamt 18 Updates zum Download bereit – 9 von denen sollen als kritisch eingestufte Sicherheitslücken beseitigen. Das betrifft sowohl Fehler in den beiden Browsern Internet Explorer und Edge, in Windows Hyper-V und in der Windows-PDF-Bibliothek.
12 Lücken schließt ein kumulatives Sicherheitsupdate für Internet Explorer in den Versionen 9, 10 und 11. Hier konnte das Anzeigen speziell gestalteter Internetseiten im Microsoft-Browser das Einschleusen und Ausführen von Schadcode ermöglichen.

Nach dem Sicherheitsbulletin MS17-006 könnten Angreifer sogar die komplette Kontrolle über ein betroffenes System übernehmen, was auch für 32 Anfälligkeiten im Browser Edge gilt.

Im Hypervisor Hyper-V stecken gibt es 4 Schwachstellen, die es dem Benutzer eines virtualisierten Gastbetriebssystems unter bestimmten Umständen gestatten, beliebigen Code auf dem Host-Betriebssystem auszuführen. Von diesem Bug sind Windows Vista, Server 2008, 7, 2008 R2, 8.1, Server 2012 und 2012 R2, 10 und Server 2016 betroffen.

Weitere Patches verteilt Microsoft für sicherheitsrelevante Fehler in allen unterstützten Versionen der beiden Office-Anwendungen Excel und Word. Diese Schwachstellen stecken auch in den Office-Paketen für Mac OS X. Außerdem sind Exchange Server 2013 und 2016, Windows IIS, der Windows-Kernel, die Windows Kernelmodustreiber, die Active-Directory-Verbunddienste, der Windows DVD Maker, DirectShow und Microsoft XML Core Services betroffen. Die genannten Bugs könnten zur Offenlegung von Informationen oder sogar zu einer nicht autorisierten Ausweitung der Nutzerrechte führen.

Microsofts Doppel-Patchday im MärzFür Nutzer von Windows 10 steht das Build 14393.953 zur Verfügung. Es enthält auch schon einen ersten Hinweis auf das bevorstehende Creators Update: In den Einstellungen zum Windows Update werden die Benutzer ab sofort aufgefordert, sich über das Funktions-Update zu informieren.

Das Ende letzter Woche für Windows Insider veröffentlichte Testbuild 15055 lässt außerdem vermuten, dass die Final des Creators Update noch im März oder spätestens Anfang April ausgeliefert wird: Das Build 15055 hebt die Versionsnummer von Windows 10 schon von 1607 (Anniversary Update) auf 1703 an. Das Kürzel steht immer für das Jahr und den Monat, in dem Microsoft das jeweilige Update fertigstellt bzw. veröffentlicht.


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