Ressort Literatur

Margos Spuren von John Green [Rezension]

Erstellt am 21. Oktober 2011 von Charlousie

Margo hat Rätsel immer geliebt. Und bei allem, was später passierte, wurde ich den Gedanken nicht los, dass sie Rätsel vielleicht so liebte, dass sie selbst zu einem wurde.

S. 13

Inhalt:
Quentin ist seit seiner Kindheit in Margo verliebt. In Margo Roth Spiegelman, die Margos Spuren von John Green [Rezension]seine Nachbarin ist und der viele verrückte Abenteuer nachgesagt werden. Abenteuer, die wahr sind und Margo für ihn zu einem magischen Wesen machen. Doch Margo ist rastlos wie ein Vogel. Als sie Quentin nach etlichen Jahren für die freakigste Nacht seines Lebens – gleichzeitig Rachefeldzug – auserwählt, spürt er nichts von ihrem Abschied. Margo ist volljährig und als sie zum wiederholten Male wegläuft, sind ihre Eltern sogar erleichtert.
Margo liebt Rätsel, weswegen sie immer Spuren zu ihrem Aufenthaltsort hinterlegt. Doch dieses Mal ist alles anders. Denn dieses Mal will sie nicht gefunden werden, nicht einmal von Quentin. Aber dieser bleibt hartnäckig und geht jeder Spur nach. Er befürchtet, dass es dieses Mal ein Abschied für immer gewesen sein könnte. Ein Abschied Margos von ihrer Familie, ihren Freunden und der ganzen Welt!
Quentin glaubt, dass sie sterben möchte und seine Suche ist mühsam, während die Zeit gegen ihn läuft.

Meine Meinung:
Dass zweite Buch von John Green kann ich mit seinem ersten absolut vergleichen. Beide sind einfach schön; in ihrer Sprache überzeugend und literarisch herausragend. In „Margos Spuren“ erzählt John Green eine anmutende, nachfühlbare Geschichte eines jungen Mannes, der auf dem Weg sich selbst zu finden, erst einmal seine Liebe Margo finden muss. Dieser Roman ist gespickt mit brillanten Dialogen, überraschenden Wendungen und einem absolut den Rahmen sprengenden Protagonisten.
Mir gefällt, dass dieser Autor in dieser `Brillanz´die Authentizität von „Margos Spuren“ wahrte.
Während er einerseits auf einer ernsten Ebene Probleme von amerikanischen Jugendlichen thematisierte, schwang doch immer wieder Humor in jedem Satz mit.
Da ich diese Geschichte während einer Zugfahrt las, war Lachen leider nicht angebracht, doch manchmal musste es einfach heraus und John Green hat selbst den banalsten Situationen etwas abgewinnen können.
„Margos Spuren“ ist zurecht für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. John Green benötigt keine große Effekthascherei oder bemüht sich zu angestrengt, irgendetwas mit seinem Werk zu erreichen. Sein Werk ist einfach und das ist vollkommen genug. Mich überkam beim Lesen das Gefühl, dass diese Geschichte etwas elementares bedeutet, einen tieferen Sinn besitzt und die Kraft hat, in unseren Köpfen etwas ganz außergewöhnliches zu bewirken.

Mein Fazit:
„Margos Spuren“ ist reine Poesie, die ich wieder und wieder erleben möchte. Doch so etwas und in dieser Form ist nur mit John Green möglich, was nur für seine Qualität als Autor spricht.
Der beste Wegweiser sind wohl die Corine-Auszeichnung und die Jugendliteraturnominierung, doch wenn das noch nicht genug ist, ich hebe diesen Roman hoch in die Lüfte, damit ihr ihn alle sehen könnt, denn man muss ihn einfach gelesen haben.

Margos Spuren von John Green [Rezension]

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
TASCHENBUCH AUSGABE
Euro 8,95 [D] 9,20 [A] SFR 12,90
Reihe Hanser
Aus dem Englischen von Sophie Zeitz
336 Seiten
Ab 14
ISBN 978-3-423-62499-2
Lehrerprüfexemplar
1. Auflage, November 2011
Zum Buch: Klick!

  • Ausgezeichnet mit der Corine 2010
  • Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 (Jugendjury)

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