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Kehrt Samsung Android bald den Rücken?

Erstellt am 11. Februar 2013 von Apfelearth

Ein Blick zur Konkurrenz: Kehrt Samsung Android bald den Rücken?

Machen wir einmal einen Abstecher ins Android „Land“: Samsung ist der größte Handyhersteller und setzt bekanntlich auf Googles Betriebssystem Android. Immer mehr Anzeichen deuten darauf hin, dass die Koreaner schon bald Android den Rücken kehren und sich nach Vorbild Amazons sich ein eigenes Android bauen.

 

Was ist gemeint mit „eigenes Android bauen“?

Amazons Kindle Fire (HD) setzt auf Android - zumindest basiert es darauf. Das Kindle Fire hält in Sache Optik deutlich Abstand von Android, auch lassen sich keinerlei PlayStore Apps installieren. Diesen ersetzt Amazon mit dem hauseigenen App Store, welcher jedoch mit knapp 30.000 Apps dem PlayStore um einiges nachsteht.

 

Bald auch der Weg von bzw. für Samsung?

Dies stellt unsere Kernfrage dar, welche wir selbstverständlich nicht direkt beantworten können.

Benedikt Niederschmid von n-droid.de hat sich dieser Frage auch gestellt und ein bisschen recherchiert; wir haben es euch einmal zitiert:

 

„Samsung hat weltweit bereits 100 Millionen Stück seiner Galaxy S-Reihe verkauft, allein das Galaxy S III ging bereits mehr 40 Millionen Mal weg. Kein anderer Hersteller kann da mithalten – auch nicht Apple.

Zudem erweitern die Koreaner ihr Sortiment ständig um Geräte in allen Preisklassen. Erst heute gesellten sich das Galaxy Young und das Galaxy Frame hinzu. Auf dem MWC werden weitere hinzukommen. Nicht zu vergessen den Hype um das Galaxy S 4, der bereits vor Monaten eingesetzt hat, kräftig befeuert allerdings von Blogs und sonstigen Medien, die das Gerät nicht oft genug in die Überschrift quetschen können.

Weit mehr Menschen sind an TouchWiz als an die native Bedienoberfläche von Stock-Android gewöhnt, daran ändert auch der Erfolg des LG Nexus 4 oder des Nexus 7 nichts. Und: Schert sich der Durchschnittskäufer tatsächlich soviel um das Ecosystem? Kauft er nicht stattdessen das Smartphone einer bestimmten Marke?

Was passiert, wenn Samsung größer, erfolgreicher, populärer als Android geworden ist? Oder so reich, dass die Koreaner Google kaufen könnten?

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine weiter Beobachtung, von der Evans berichtet: Samsung wirbt nicht mit Android. Samsung steckt soviel Geld wie kein zweiter Hersteller in sein (erfolgreiches) Marketing und positioniert sich als Anti-Apple, Sport-Sponsor oder Familien-Versteher – aber eben nicht als Android-Hersteller. Mehr noch: Android wird nicht einmal erwähnt.“ 

 

Hierzu einmal eine Grafik der Google Trends. Hier ist deutlich zu sehen, dass „Samsung“ dem Betriebssystem „Android“ schon voraus ist, „Galaxy“ scheint auf der Überholspur zu sein. Diese Angaben sollten allerdings nicht zu ernst genommen zu werden, es sind lediglich Suchanfragen - Anfragen, die eventuell den Andrang darstellen.

Ein Blick zur Konkurrenz: Kehrt Samsung Android bald den Rücken?

So schreibt Niederschmidt weiter:

 

„Angenommen, Samsung setzt seine Erfolgsgeschichte fort: Das Galaxy S 4 verkauft sich noch besser als das Galaxy S III, mehr und mehr der Einnahmen, die über den Google Play Store erzielt werden, stammen von Galaxy-Nutzern. Für Google stiege sukzessive die Abhängigkeit von Samsung, der Erfolg von Android stünde und fiele mit dem Erfolg von Samsung.

Wäre es da nicht auch logisch, wenn Samsung mehr und mehr Einfluss auf die Entwicklung von Android forderte? Warum also nicht gleich ganz übernehmen, schließlich greift Samsung für TouchWiz schon jetzt tief in Android ein.

Die Frage ist: Wäre es sinnvoll für Samsung, mit wachsendem Erfolg dem Vorbild Amazons zu folgen, und Android unter eigener Ägide außerhalb des Android Open Source Projects und der Vorgaben der Open Handset Alliance weiterzuentwickeln? Welche Vorteile bietet es, weiterhin Googles Ecosystem zu bedienen? Samsung hat sein Angebot kontinuierlich ausgebaut, bietet über eine eigene Plattform Apps an, mit dem Media Hub bedient man Film- und Fernsehfreunde, der Music Hub erlaubt den Zugriff auf 19 Millionen Songs, E-Books gibt es ebenfalls. Samsung verdient selber bereits Geld mit Content.

Man wäre zudem selber verantwortlich für Software-Updates. Heißt: Man könnte sich vom Problem der Fragmentierung befreien, weil man nicht mehr von Dritten abhängig wäre. Man müsste sich nicht mehr dafür verantworten, wenn diese oder jene Android-Version für ein Gerät X überfällig wäre. Welche Vorteile also?

Nachteile allerdings liegen auch auf der Hand: Samsung-Nutzer hätten keinen Zugriff auf beliebte Google-Dienste wie Maps, Play oder GMail mehr. Samsung müsste alles teuer selbst entwickeln und liefe Gefahr, seinen Erfolg durch einen Misserfolg (wie Apple mit seiner Maps-Anwendung geschehen) aufs Spiel zu setzen.“

 

Meine persönliche Meinung: Samsung ist derzeit so erfolgreich wie nie zuvor, betrachtet man die Smartphone Reihe „Galaxy“. Wieso sollte Samsung umkrempeln?

 

Wie ist eure Meinung zum Thema Samsung und Android? Seht ihr Gefahr für Google, dass Samsung (bald) den Suchmaschinenriesen überrollt? (via)


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