Infiltrierte die Stasi die Schwedische Kirche?

Infiltrierte die Stasi die Schwedische Kirche?
Diese Frage stellt sich in Angesicht eines lesenswerten Artikels der Theologin Annika Borg, welcher unter dem Titel "Med Marx som frälsare" - "Mit Marx als Heiland" am 18.04.2016 in der schwedischen Zeitung Barometern auf Seite 2 erschien. Unter Bezugnahme auf das Buch "68-kyrkan : svensk kristen vänsters möten med marxismen 1965-198" - "Die 68er Kirche - Schwedische Christen des Westens treffen den Marxismus"  von Johan Sundeen schildert Annika Borg anschaulich, welche tiefen Verflechtungen es zwischen der DDR und der Schwedischen Kirche einst gab.
Bekanntestes Beispiel dürfte der Stasipräst, der Stasipfarrer sein, der als Theologe der Schwedischen Kirche in LUND einst tätig massenhaft ausreisewillige DDR Bürgerinnen und Bürger unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an den Stasi verriet. Anstelle mit der Fähre von SASSNITZ nach TRELLEBORG in die Freiheit über zu setzen, rückten diese dann im Gelben Elend in BAUTZEN ein. Dies war bekanntlich der DDR Knast wo Kritiker Mund tot gemacht wurden.
Eine weitere schillernde diesbezügliche Figur ist Lars Carlzon. Als Pfarrer der Stockholmer Gemeinde und Chef des Förbundet Sverige - DDR, Schweden - DDR Vereins hatte er natürlich wie kein Anderer Zugang zur obersten Riege der DDR Führung wie aus besagtem Artikel von Annika Borg hervor geht. Auch schon lange kein Geheimnis mehr, dass die DDR Ostseewochen in ROSTOCK das ideale Medium unter dem Deckmantel "Die Ostsee muss ein Meer des Friedens sein" war, wo natürlich in den Hinterzimmern alles mögliche möglich war ohne, dass davon die Öffentlichkeit Notiz nehmen konnte. Das 1971 eröffnete Hotel "Neptun" steht ja nicht grundlos da, wo es steht. Dort wird sicher nicht nur ein Uwe Barschel ein und ausgegangen sein. Uwes dieses Schlages gab und gibt es sicher mehrere. Einige von ihnen waren Lehrer, ja sogar Unterstufenlehrer. Das aber nur zur Camouflage. Hinter dieser verbarg sich ein elterlich geschulter knallharter Stasikader gegen den der im Stahl gehärtete weltbekannte Pawel Kortschagin ein regelrechtes Halbfliegengewicht war.
Damit schliesst sich vielleicht gar möglicherweise auf noch vor Wochen unmöglich gehaltene Art und Weise der Kreis zu der Frage, ob alte Stasiseilschaften evtl. hinter den Cyber Attacken stehen, die am ersten Aprilwochenende Schweden heim suchten, ich berichtete und damit wieder zurück zum Thema.
+++Dass nach wie vor Stasikader der nun schon zweiten Generation in Schweden ihr Unwesen treiben und ihre eigenen Landsleute ausspionieren, das ist unter der deutschen Auswanderer Community mittlerweile absolut kein Geheimnis mehr. Dass weiterhin möglicherweise deren Zöglinge in Form der Stasi Generation 3.0 ihr Unwesen treiben ist ebenfalls sehr gut denkbar. Der Apfel fällt auch in der Familie Erich Mielke nie weit vom Stamm. Gut möglich daher weiterhin, dass so manch heute noch ungeborenes Wesen in wenigen Jahren schon ein Teil der Generation 4.0 sein könnte. Wie gesagt, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Auch staunt man hier in Schweden immer wieder fest zu stellen, wer hier aus deutschen Landen stammend gar auf dem Ticket schwedischer Sozialdemokraten Karriere macht und dann so ganz nebenbei fallen lässt, der noch bis vor kurzem regelmäßig mit einer gewissen Margot telefonierte. Schon komisch wie äußerst interessant, was sich doch da für wahrlich rote Fäden aus der Asche der längst verbrannten DDR in das hier und jetzt des zweiten Jahrzehntes des 21.Jahrhunderts ziehen. Manch deutsche Auswanderer investierte gar viel Geld um hier mitten in den tiefen schwedischen Wäldern ein DDR Traditionskabinett zu betreiben. Derweil dessen schwedischer Landsmann in perfektem Deutsch darüber berichtet, wie schön doch die Fahrten auf dem MS "Völkerfreundschaft" war, als er der Leisereiter die Reise seiner Landsleute leitete. Wer nun noch eins und eins zusammen zählen kann, dem könnte ein Licht aufgehen, warum nach dem 03.10.1990 doch nicht nur ein ehemaliger Stasioffizier einen auf Tourismus machte und dort nicht nur Wirt sondern sogar Tourismusfachwirt wurde. Anscheinend reichte es doch nicht so ganz zum Hochschulabschluss.
+++Um so wichtiger, dass die Theologin Annika Borg dankenswerter Weise über dieses Buch berichtete und damit vielleicht auch quasi nebenbei dahin gestellt ob beabsichtigt oder nicht die Antwort auf die Frage gibt, warum der Schwedischen Kirche schon seit längerem die Mitglieder in Scharen weg laufen. Dies ist mit Hinblick auf die schwedische Kirche wahrlich interessant. Im Gegensatz zu anderen Ländern war die Svenska Kyrkan noch bis vor wirklich sehr sehr kurzer Zeit die Staatskirche Schwedens. Basierend auf Luthers Reformation des Jahres 1517 wurde die evangelisch protestantische lutherische Kirche nach vielen vielen blutigen Auseinandersetzungen nach dem 30-jährigen Krieg zum Ende des 17.Jahrhunderts Schwedens Staatskirche. Damit einher gehend striktes Verbot anderen Glaubensrichtungen angehören zu dürfen. Noch im 19.Jahrhundert wurden in Schweden Katholiken nur wegen ihres Glaubens hingerichtet. Dies der Unterschied zur BRD wie der DDR. Selbst in der permanent linksdrehenden DDR gab es Protestanten wie Katholiken.

1951 wurde dann per Gesetz in Schweden Religionsfreiheit möglich. Ungeachtet dessen hatte die Schwedische Kirche noch bis vor kurzem eine sehr stabile und vor allem hohe Mitgliederzahl. Der Exodus aus hiesiger Kirche begann erst vor kurzer Zeit. Noch Ende der 1990er als ORREFORS unsere damals noch zweite und heute einzige Heimat wurde bzw. ist war es der Präst, der Pfarrer, die hier mehr oder weniger das sagen hatte. Wenn der Präst bspw. der Meinung war, dass im Winter gemeinsam Schnee zu schippen sei, da hatte dies noch vor rund 20 Jahren eine ganz andere Bedeutung als heute. Vor 20 Jahren schippte dann eben noch alles Schnee. Heute ist dann eher die Frage, dass dumm gefragt wird wieso ausgerechnet ich, wo ich doch so schön dabei bin, gerade meinen Mittagsschlaf zu machen?
+++Mit diesem Hintergrundwissen ist natürlich leicht erklärbar, warum sich die Stasi des Vehikels Svenska Kyrkan bediente, um in der schwedischen Gesellschaft Einfluss vielerlei Art zu gewinnen und diesen eben bis in das hier und jetzt zu behaupten. Auch heute ist es ja bei allem wenn und aber noch so, dass schon der vor Ort tätige Pfarrer seinen Einfluss hat. Dies auch dann, wenn nicht mehr alle Einwohner der Gemeinde angehören. Wer kann nun aber sagen, dass der Präst vor Ort wahrlich frei von jeder diesbezüglichen Schuld ist? Ist doch sehr gut denkbar, dass auch hier die von der DDR geprägte Generation 1.0 schon lange den Keim für die Generation 2.0 und 3.0 legte. Auch wenn dieser Gedanke absonderlich klingen mag, ist er leicht erklärbar. Zurecht bemerkt die Autorin besagten Artikels Annika Borg, dass das Denken und Handeln noch heute das Weltbild der Schwedischen Kirche bestimmt. Beispielhaft nennt sie aktuelles Schweigen der Schwedischen Kirche zur Christenverfolgung in totalitären Staaten des Orient. Hier schließt sich ein weiteres Mal der Kreis zur DDR.
Während auf der einen Seite der Ostsee die Stasi über die Schwedische Kirche ihre Arme bis heute sehr weit in die schwedische Gesellschaft steckte, bildete die Nationale Volksarmee der DDR natürlich rein zufällig auf der anderen Seite der Ostsee in Gehweite zum Fährhafen SASSNITZ vornehmlich Kader aus genau besagtem Mittleren Osten an der Offiziershochschule "Otto Winzer" in PRORA aus während an der Militärmedizinischen Fakultät der Ernst-Moritz Arndt Universität GREIFSWALD angehende Militärärzte der Befreiungsbewegungen studierten und im Reparaturwerk NEUBRANDENBURG in den Krisenherden dieser Welt zerschossene Gefechtstechnik wieder instand gesetzt wurde.
Besagter Stasipräst studierte übrigens in Thüringen. In Thüringen studierten ebenfalls DDR Kader, die dann in Margot Honeckers Ministerium für Volksbildung im wahrsten Sinne des Wortes den Kammerton A angaben. Thüringen wiederum ist schon immer neben Sachsen Anhalt eine der Hochburgen der Protestanten. Warum soll es also nicht so gewesen sein, dass der in Honeckers Ministerium tätige Referent für XYZ schon damals Kontakte welcher Art auch immer zu besagtem Stasipräst oder anderen Stasikadern gehabt hat? Zweifelsfrei belegt ist mittlerweile schon lange, dass dessen Wohnung im Berliner Friedrichshain einer der konspirativen Wohnungen war, die die Stasi betrieb und logischerweise besagter Referent nicht nur auf einer Gehaltsliste stand. Nun muss man nur noch wissen, dass besagter Referent samt Gattin wie der Stasipräst in Thüringen studierte und die Hochschullandschaft der 1950er Jahre in Thüringen nun doch nicht so ausschweifend wie heute war. Sehr sicher daher anzunehmen, dass man sich kannte, sekundär dabei ob über die Kirche und bzw. oder das Studium. Vielleicht hatten sie gar den gleichen Doktorvater?
So kann aus meiner ganz bescheidenen Sicht eingangs gestellte Frage, ob die Stasi die Schwedische Kirche infiltrierte nur mit JA, das kann möglich sein beantwortet werden. Der heilige Geist wird wohl eher nicht dafür gesorgt haben, dass marxistisch maostisches Gedankengut den Weg in die Schwedische Kirche fand und deren Denken und Handeln zum Teil bis heute bestimmt wie die Theologin Annika Borg weiterhin treffend feststellt.
Die Zukunft wird zeigen, welchen Weg die Svenska Kyrkan gehen wird. Wohin dabei ausgerechnet im Jahr 500 nach Luther das Pendel ausschlagen wird, das kann man heute wirklich nicht sagen. Nach nun Schluß endlich schon über 50 Jahren Indoktrination der Svenska Kyrkan die die Autorin treffend anmahnt kann man nicht erwarten, dass sich schlagartig etwas ändert. Diejenigen, die von diesem System oft ganz persönlich profitierten, die werden natürlich alles tun, ihre Pfründe zu sichern. Diejenigen die wiederum schon lange erkannt haben, dass die Svenska Kyrkan nicht mehr das ihrige ist, gehen logischerweise schon lange eigene Wege. So ist gut möglich, dass genau daran die Svenska Kyrkan zerbrechen kann. Schließlich wäre es nicht das erste Mal in der Geschichte, dass ein auf tönernen Füssen stehender Koloss zerbricht. Zumal es ja heute reichlich Alternativen diesbezüglich gibt. Auch ist es noch immer so, dass ein weit ausgezogenes Pendel natürlich dann immer mit voller Wucht zurück schlägt. So zeigt sich gerade in der Diskussion um in Schweden ggf. vorhandene Hinterlassenschaften des SED und MfS Staates DDR, dass auch hier wieder einmal Jesus recht hatte. Jesus stellte nicht grundlos schon vor tausenden von Jahren die Frage, wer den ersten Stein warf.
+++Besagtes obiges Buch scheint sich übrigens hoher Nachfrage zu erfreuen. Unser hiesiger Buchhandel bat gestern darum, uns noch etwas zu gedulden. Gut möglich also, dass Annika Borg wie Johan Sundeen einen absoluten Volltreffer landeten.

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