In JUMANJI kämpft Robin Williams in einem Brettspiel-Urwald

Wenn die Fantasie eines kleinen Kindes Amok läuft, dann kann es aus einem Kinderzimmer die unterschiedlichsten Welten machen. Da fliegt das Kind mit einem Pappkarton überm Kopf durchs Weltall oder kämpft mit einem Besenstiel in der Hand gegen Seeräuber. Wie gut, dass diese Kinder niemals ein Jumanji-Brettspiel in die Finger bekommen werden. Denn wie der CGI-starke 1995er Abenteuerfilm zeigt, kann es durchaus unangenehm sein, wenn aus den heimischen vier Wänden tatsächlich ein Urwald wird, der mit all seinen tierischen Bewohnern und Naturgewalten zwischen Wohnzimmer und Dachboden sämtliche Räume des Hauses durchwuchert.

Im Film wird der junge Alan Parrish (Adam Hann-Byrd) in seiner 1969er Jugend in das Jumanji-Brettspiel gezogen und dort gefangen gehalten, weil seine Spielpartnerin Sarah Whittle (Laura Bell Bundy) schreiend davonläuft, als sie von Fledermäusen umflattert wird. Es vergehen 26 Jahre bis die Geschwister Judy (Kirsten Dunst) und Peter (Bradley Pierce) das Spiel finden und spielen. Hierdurch kommt der erwachsen gewordene Alan (Robin Williams) frei. Er bemerkt, dass die beiden Kinder keinesfalls ein neues Spiel angefangen haben, sondern die ‘69er Runde weiterspielen, an der auch Alan und Sarah (Bonnie Hunt) teilnehmen müssen, um Jumanji zu beenden.

In JUMANJI kämpft Robin Williams in einem Brettspiel-Urwald

Jumanji

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Bradley Pierce und Kirsten Dunst als die Geschwister Peter und Judy (links) müssen mit Alan Parrish (Robin Williams) und Sarah Whittle (Bonnie Hunt) JUMANJI spielen.

Der Film kommt von Regisseur Joe Johnston, der großartige Familienunterhaltung wie Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft und Rocketeer gedreht hat, bevor er mit dem ersten Captain America: The First Avenger in das Marvel Cinematic Universe abtauchte. Hier arbeitet er nicht nur mit dem wundervollen Robin Williams zusammen, der gerade seine Filme Aladdin, Toys und Mrs. Doubtfire abgeliefert hatte, sondern auch mit einer 13 Jahre jungen Kirsten Dunst (Spider-Man, Die Verführten) sowie den Drehbuchautoren Greg Taylor, Jonathan Hensleigh und Jim Strain, die das gleichnamige 1981er Kinderbuch von Chris Van Allsburg adaptierten.

In 2005 entstand mit Zathura ein Sequel, aber als Weltraum-Abenteuer konzipiert, bei dem Kristen Stewart (Personal Shopper) und Josh Hutcherson (Die Tribute von Panem) sich mit ihrem Haus im Weltall wiederfinden. Ebenso wie Jumanji basiert auch dieser Film auf einem Werk von Van Allsburg.

Aber es ist keinem Film wie dem Original-Jumanji gelungen, trotz 90er Jahre CGI-Effekten, die nicht ansatzweise mit dem zwei Jahre zuvor erschienenen Jurassic Park mithalten können, den Dschungel ins Haus zu holen. Die Faszination und der Spaß dieses Films liegen in der langsamen Verwandlung eines Familienhauses in einen Urwald voller Moskitos, Affen, einem Löwen, giftigen Pflanzenranken, Treibsand, Spinnen und Monsun-Regenfällen, Erdbeben und einen durchgedrehten Großwildjäger.

In JUMANJI kämpft Robin Williams in einem Brettspiel-Urwald

Jumanji

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Keine Jurassic Park CGI-Qualitäten, aber dennoch ein bedrohlicher Löwe.

Mittendrin Robin Williams, der als Ausnahme-Schauspieler die perfekte Kind-im-Manne-Darstellung abliefern kann. Ganz gleich ob als alt gewordener Peter Pan, der seine kindliche Unbekümmertheit im Nimmerland wiederfinden muss (Hook) – oder aber hier als Mann, der in einem Brettspiel-Urwald aufwachsen musste und eigentlich keine Ahnung davon hat, wie man sich als Erwachsener in der wirklichen Welt zu verhalten hat.

Jumanji ist ein purer Abenteuerfilm, der es versteht Chaos – Stampede! – über uns zu bringen. Es geschehen immer gleich mehrere Dinge auf einmal, wodurch der Spaß-Faktor hochgehalten wird. Da versinkt Robin Williams auf dem Dachboden im Treibsand, während Spinnen zum Angriff übergehen, eine giftige Pflanze ihre Ranken ausstreckt, bevor ein Erdbeben das Haus in zwei Stücke spaltet, wodurch Williams freischwingend durch das Haus baumelt, wo ein Löwe seine Tatze nach ihm ausstreckt. Hektik, die mitreisst und ein Film, der uns trotz CGI-Schwäche in den Urwald holt.


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