In bed with Oscar

Bewegender Moment mit Viola Davies

Bewegender Moment mit Viola Davies

Heute Nacht hat mich Punkt 3 Uhr eine innere Stimme für die Oscar-Übertragung geweckt. Zwar hatte ich den Schaulauf auf dem roten Teppich da schon verpasst, aber ich knipste im genau richtigen Moment ein, als eine Busladung ahnungsloser Touristen (die eine Hollywood Star-Tour gebucht hatten) durch einen Seitengang ins Dolby Theatre geschleust wurden und plötzlich vor den Super-Stars in der ersten Reihe standen. Super Einlage von Moderator Jimmy Kimmel und rührend, wie Denzel Washington, Meryl Streep, Nicole Kidmann, Ryan Gossling und Emma Stone ihren überraschten Fans die Hände schüttelten und ganz geduldig haufenweise Selfies über sich ergehen ließen. Für mich schon mal ein super Einstieg für die nächsten 3 Stunden. Kam es mir nur so vor, oder war die diesjährige.....Oscarverleihung recht kurzweilig? Es gab zwar kaum großartige Überraschungen – die Reden waren auch recht verhalten, was die politischen Spitzen gen Washington anbelangt. Einmal versuchte Moderator Kimmel, Trump via Twitter herauszufordern – doch darauf folgte leider keine Reaktion. Die Preisverleihung sprach aber auch so eine eigene Sprache: Der iranische Regisseur Asghar Farhadi bekam den Oscar für den besten ausländischen Film „The Salesman“ und bedankte sich per Brief für den Preis – eine Einreise war ihm leider nicht möglich.

Stylistin Petra Flannery hat Emma Stone das perfekte Kleid von Givenchy Couture ausgesucht

Stylistin Petra Flannery hat Emma Stone das perfekte Kleid von Givenchy Couture ausgesucht

Der bewegendste Moment: Die Dankesrede von Viola Davies als beste Nebendarstellerin für „Fences“. In ihrem schulterfreien roten Armani Privé Kleid setze sie ein deutliches Trend-Signal in dem Reigen sonst eher klassischer Roben. Karli kam in Stella (Mc Cartney), Taraji Henson in Alberta (Ferretti), Ruth Nega in Valentino, Dakota Johnson in Gucci und Charlize Theron in Dior und meine Lieblingsschaupielerin Meryl Streep in Elie Saab Couture. Sie alle waren well groomed (das heißt, die Haare sehen wie geleckt aus) und trugen old (eher klassische) Hollywood-Glamour Roben. Wirklich aufregend und  „zum 2x Hinschauen“ fand ich ehrlich gesagt nur wenige Outfits: Ich mochte die rothaarige Emma Stone in ihrem champagnerfarbenen Kleid von Givenchy Couture (denn eigentlich finde ich es unsexy, wenn der Hautton fast nahtlos in die Kleiderfarbe übergeht und strahlende Schönheiten wie Wasserleichen aussehen lässt). Auch Nicole Kidman verschwand mit ihrem Porzellan Teint (den sie mit Sicherheit im Korean Spa einem ziemlich zackigen Zuckerpeeling zu verdanken hat) auch Ton in Ton in ihrem Armani Privé–Kleid. Wirklich rockig und sehr sexy schwebte nur Scarlett Johansson auf die Bühne. Ohne BH (oder sagt man jetzt Bustier?) in einem Azzedine Alaia – Hauch von Nichts zog sie mit ihrer neuen Kurzhaarwelle ziemlich viele Blicke auf sich. Moderator Kimmel nennt die Damen-Unterwäsche der Hollywood-Diven übrigens nur noch Spanx. Die sah man nur unter den Kleidern hervorblitzen, als es plötzlich Süßigkeiten von der Dolby-Decke regnete! Ein weiterer Hingucker- Michelle Williams im stark erblondeten Pixie-Look und in schwarz - gold von Louis Vuitton.

mit Platin Pixie: Michelle Williams setzt auf starke Kontraste

mit Platin Pixie: Michelle Williams setzt auf starke Kontraste

Sie alle (davon kann man mal ausgehen) hatten eine Glam Squad ins Hause bestellt, die sie in stundenlanger Prozedur in ihre "Über-Ich’s" verwandelte. Doch der Oscarcountdown in Sachen Detox und Beauty fängt in der Regel wesentlich früher an (je nach Alter gleich nach Weihnachten oder ansonsten nach den Golden Globes im Januar). Denn gut Gift und ein Hauch von Hyaluron will Weile haben. Zwei Wochen vor den Oscars gibt es höchstens noch ein brush up mit Säure oder es wird sanft geneedelt, damit der Teint satt aufgepolstert und vor allem rosig am O-Day ist. Da die einschlägigen Beauty-Docs der Stadt überbucht sind, haben Top-Schönheitschirugen ihr Beauty Camp in den 5-Sterne Hotels der Stadt aufgeschlagen. Man stelle sich mal vor: Im Bungalow des Chateau Marmonts, wo John Belushi 1982 an einem Kokain-Heroin–Gemisch starb, sorgt jetzt Nervengift für entspannte Gesichtszüge.

Ich fiebere noch ein paar Stunden mit und warte gespannt auf’s Finale. Mein nächtliches Durchhalten wird belohnt: Warren Beatty öffnet den Briefumschlag und liest angeblich „Emma Stone“ und reimt sich „LaLaLand“ als besten Film zusammen (na, mit 14 Nominierungen galt das Musical ja auch als Favorit). Fred Berger, Produzent der Tanz-Romanze, durfte nur für kurze Zeit sein Oscar - Glück samt großer Dankesrede genießen, bevor er den goldenen Mann für das sozialkritische Filmdrama „Moonlight“ an Berry Jenkins abgeben musste. Kein weiterer Kimmel-Kalauer – sondern einfach nur ein menschliches Missverständnis. Eigentlich ganz beruhigend, dass bei so einer Mega Show doch auch mal Pleiten, Pech und Pannen passieren.


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