"Ich war eigentlich nie dick"

Janina fiel mir in unserem Tennisclub als ein außergewöhnlich fröhliches Mädchen auf und ich gab alles, damit meine Tochter Emily bei ihr Tennistraining haben konnte. Daraus ist in den vergangenen fünf Jahren eine Freundschaft geworden und Janina ist mittlerweile für Emily wie eine große Schwester. Die beiden trainieren nicht nur zusammen - sie gehen auch mal gern in die Stadt, chatten am Telefon und beim Laufen um die Alster macht Janina meiner Kleinen ordentlich Dampf unterm Hintern.

Janina ist eine Energiebombe

Es gab allerdings eine Zeit, da haben wir uns große Sorgen um die 27-jährige Studentin gemacht und konnten beobachten, wie sie von Woche zu Woche schlanker wurde und ich vermutete, dass sie an Magersucht erkrankt war.  Es war gespenstisch, denn ihre Fröhlichkeit und Energielevel schien unverändert. Im Gegenteil – ich kenne kaum Jemanden, der so positiv und hilfsbereit ist wie Janina. Aber ich merkte auch, dass das Thema Essen/Kalorien versus Energieverbrauch das alles beherrschende Thema in Janinas Leben wurde, sie dadurch eine unsichtbare Mauer um sich herum aufbaute und ich selbst hilflos und verunsichert ihr gegenüber stand.

Heute studiert Janina Psychologie und sie hat ihre Krise überwunden. Ich bin sehr beeindruckt, wie ehrlich und detailliert sie über diese Zeit berichtet. Das ist sehr mutig von Janina und ich weiß, dass es viele Mütter, Freunde und Bekannte gibt, denen dieser Bericht bestimmt helfen wird zu verstehen, was und wie wir dem Thema Magersucht sicherer und verständnisvoller begegnen können.

Ich war eigentlich nie „dick“ – eigentlich.

Ich war 20 Jahre, hatte mein Abitur bereits in der Tasche. Wohlgemerkt ein 1ser Abitur. Mir fiel vieles zu in meiner Jugend. Ich brauchte für die Schule nicht viel tun – ich war erfolgreich im Tennissport und hatte eine tolle Kindheit. Natürlich muss ich sagen, dass ich mein ganzes Leben sehr ehrgeizig war und immer noch bin. Nach dem Abitur wollte ich unbedingt Medizin studieren. Es gab für mich zunächst keine andere Option! Medizin oder nichts. Ich bewarb mich also nach meinem Abitur für das Medizinstudium. Was ich jedoch dazu sagen muss: ich wollte in Lübeck bleiben (in der Nähe meiner Familie- ich war noch nicht bereit in die „Welt“ hinaus zu gehen und „erwachsen“ zu werden. Ich komme aus einem sehr gut behüteten Haus muss dazu gesagt werden. Meine Eltern haben ihr ganzes Leben immer alles für mich und meine Schwester gemacht, wofür wir sehr dankbar sind. Dennoch waren wir zu sehr unter ihrer „Kontrolle“.  Sie mussten immer wissen wo wir waren, wann wir wieder zu Hause sind und natürlich brachten sie uns auch überall hin und holten uns ab. Und nach 12 noch unterwegs zu sein – auf keinen Fall.

Ich war meine ganze Jugend sportlich aktiv. Ich absolvierte Tennis als Leistungssport und neben dem Tennistraining stand auch oft Krafttraining auf dem Plan. Mich hatte es nie gestört, nicht so eine „Bohnenstange“ zu sein wie doch viele aus meiner Klasse. Ich war einfach ich. Sportlich. Doch nach meiner Schulzeit änderte sich dieses.

Bei 45 kg war noch immer nicht Schluß

Ich habe es zweimal hintereinander nicht in Lübeck ins Medizinstudium geschafft. Ich, der immer alles gelingt, die 1ser-Abiturientin, die immer alles unter Kontrolle hat. Die sozusagen niemals einen Rückschlag oder einen „Schlag ins Gesicht“ bekommen hatte. Was ich mir in meiner Jugend für Ziele gesetzt hatte, konnte ich auch in die Realität umsetzen. Dieser Rückschlag „nicht meinen Uniwunschplatz zu bekommen“, hat irgendwas in mir ausgelöst. Was sollte ich nun mit meiner freien Zeit anfangen? Mein Freund (sowohl damals als auch heute immer noch derselbe) absolvierte ein duales Studium zum Fitnessökonom und war demnach viel unterwegs. Ferner spielte er Leistungsfußball und war abends oft beim Training... an den Wochenenden Spiele.

Fühlte ich mich auf einmal einsam und als Versager? Es mag ein Teil dazu beigetragen haben. Doch dieses Nichts-zu- tun-haben und in der Luft hängende machte mich kirre. Ich suchte mir etwas Neues, worin ich meine Kraft, meine Zeit und meine Kontrolle stecken konnte. Ich bin 163 cm groß und wog 58 kg. Nicht dünn – nicht dick. Ich war ein normales Mädchen was gern Sport machte und gern gegessen hat. Doch eines Tages sah ich in den Spiegel und dachte „Janina, dir könnten so 4-5 Kg weniger gut stehen – du hast doch nun die Zeit – taaadaaa und da war mein neues Lebensziel gesetzt. Über welches ich meine Kontrolle hatte. Ich las viel im Internet und durchstöberte Social Media Netzwerke. Die Models und schlanken Mädels waren toll. Sie waren so wunderschön. Sie waren begehrt. Sie hatten Kontrolle über ihr Leben. So was wollte ich auch schaffen. Ich schaffe doch alles was ich will (fast alles). Und so begann eine, wie sich erst sehr spät rausstellte, schreckliche Zeit in meinem Leben. Dazu muss ich noch sagen, dass ich Tennistraining in Hamburg beim Club an der Alster gab. Hauptsächlich waren es jugendliche Mädchen und Jungen, die ich am Wochenende im Tennis trainierte. Demnach war ich auch eine Art „Vorbildfunktion“ für die Kinder! Doch an so was hab ich zu der Zeit nie gedacht.

Ich begann also mit meiner Ernährungsumstellung und mit meinem neuen Sportplan. Auch da durchforste ich Instagram, Youtube und was es alles so gab. Gesunde Rezepte und Sportarten, die viel Kcal verbrennen, um an meinem Körper zu arbeiten und die 4-5 kg abzunehmen. Ich fing an 3-4 mal 8 km die Woche laufen zu gehen. Ich aß gesünder. Salate und Pute mit Gemüse oder auch Fisch standen hauptsächlich auf meinem Essensplan. Zum Frühstück ein Joghurt und Obst. Ich erlaubte mir sonntags einen Cheatday. Alles lief tip top und die Kilos purzelten ganz langsam. Ich war stolz auf mich. Dass ich wieder Erfolg mit etwas in meinem Leben hatte. Doch selbst als ich meine ersten 4 Kg runter hatte, reichte es mir nicht... ich erhöhte mein Sportpensum: 5-6 mal 8-10 km wurden absolviert und der Cheatday wurde gestrichen. Ich folgte immer mehr Mädels bei Instagram, die mir als Vorbild galten. Die schlank und sportlich waren... oder auch mager und süchtig – wie ich heute sagen kann.

Die ersten 6 Kg fanden mein Freund und meine Familie noch super. Sie fanden es klasse, dass ich etwas gefunden hatte, was mir Spaß machte. Doch ich war noch lange nicht am Ende angelangt.. ich wollte mehr und mehr und mehr. Ich machte immer mehr Sport: ich merkte ja wie gut es funktionierte. Ich fragte mich wie es noch besser klappen würde – Sport ohne Ende mache ich schon, also: essen!! Bzw. eher: STOP mit dem Essen. Ich fing an Kalorien zu zählen, lud mir eine App runter, die meine Kcal trackte. Ich begann bei 1000 pro Tag bei einem Sportdurchschnitt von 2 Stunden pro Tag. Ich nahm weiter ab, aber es ging mir plötzlich alles zu langsam.

Die Mädels im Internet mussten es doch auch irgendwie schneller und effektiver geschafft haben. Es konnte also nur übers Essen gehen. Ich reduzierte meine tägliche Kcal Aufnahme.. erst auf 900, dann auf 800 und am Ende war ich bei nicht mal mehr 500 kcal pro Tag angelangt. Und ich war dennoch jeden Tag morgens und abends je 8-10 kg joggen. Mir ging es gut... die Waage zeigte 48 kg an. Ich fand mich toll – aber wenn ich so recht gucke, da geht noch was... hier und da war noch ein wenig Speck...also weiter die Kilos verbrennen. Ob es das tägliche Laufen war oder auch die langen täglichen Cardioenheiten im Gym. Es wurde einfach immer mehr und ich füllte meinen Tag mit Sport und ohne essen. Ich wurde oft angesprochen „Mensch Janina, wie hast du das denn gemacht – toll siehst du aus!“ das machte mich glücklich! Ich suchte nach Anerkennung und fühlte mich stolz... und warum dann aufhören? Bei mir war ja alles gut.

Dann wurde ich von Freunden immer öfter angesprochen „Janina, alles ok bei dir?“ Du bist so dünn geworden, iss mal was, das ist doch nicht gesund“. Ich ignorierte es vollkommen, was wollten die von mir? Ich und zu dünn??? Niemals, so 1-5 Kg will ich doch noch runter. Und wenn ich in den Spiegel gucke: dünn? Nein dünn bin ich nicht... 45 kg: mein Freund machte sich große Sorgen. Meine Familie ebenso. Ich war einfach nur noch genervt, wollte meine Ruhe haben, meinen Sport machen und immer schlanker werden. „Die sind doch alle nur neidisch auf dich, auf das was du hier schaffst! Nur weil die nicht so einen Ehrgeiz haben“. „Sollen sie halt fett bleiben und weiter Kcal zu sich nehmen“. 

Aber auch bei 45 kg war nicht Schluss ... ich nahm weiter ab...38 kg war mein Tiefstgewicht. Und selbst da guckte ich in den Spiegel und dachte immer noch: „ach da am Bauch geht noch was und die Oberschenkel“.... doch da ging nichts mehr – ich war einfach nur noch mager und ein Gerippe. Doch ich selbst habe es nicht gesehen, ich habe ein ganz falsches Bild über die Zeit entwickelt. Habe mich an Vorbilder im Internet gehangen von denen ich dachte, das wäre das Schönheitsideal, solchen Personen kannst du nacheifern. So willst du sein. Doch dass ich Selbst irgendwann dünner als die Mädels war, das glaubte ich nicht und sah ich auch wirklich nicht ein.

Mein Freund verzweifelte immer mehr, er sagte es mir täglich. Er fand mich nicht mehr schön. Wie nicht mehr schön dachte ich? Ich „quäle“ mich hier so gut durch und habe so in Verzicht geübt und ich bin nicht schön?? Das muss einfach Neid gewesen sein. Wir stritten uns zu der Zeit oft. Ich war nicht mehr auszuhalten... ich aß den ganzen Tag nichts!! Abends aß ich mal einen kleinen Putensalat – natürlich ohne Dressing. Danach sagte ich meinem Freund sofort „guck mal mein dicker Bauch - puh da muss ich direkt noch mal eine runde joggen gehen“.  Er verstand mich einfach nicht. Ich machte immer und immer weiter... und machte alles kaputt!!!! Ich war mir so sicher, so sehr wie wir uns lieben, der verlässt mich niemals! Wie oft er mir es sagte, zeigte, ich ignorierte alle Zeichen.

Ich lebte in meiner eigenen Welt. Ich wurde beim Tennistraining in Hamburg angesprochen, die Kinder, die Eltern... ich war schon richtig genervt! Ich merkte nicht, dass sie sich Sorgen gemacht haben... ein Vater brachte mir von Woche zu Woche Schokoriegel mit zum Tennistraining seiner Tochter. Ich lächelte, sagte nett danke und warf sie danach in den Müll. Schokolade? Das macht fett! Nein danke! Ich gönnte mir nichts mehr. Ich hab in der Zeit so viele Freunde verloren. Warum? -  Weil nur noch ich wichtig war – ich, mein Sport und mein Essen. 

Dann kam der Punkt... ich, 38 kg, wollte immer noch abnehmen. Mein Hausarzt sagte dann eines Tages zu mir: „Janina, du gehörst in eine Klinik. Ich kann es nicht mehr mit ansehen. Du steuerst grade zu auf den Tod – das, was du da machst, ist reiner Selbstmord“. Er zählte mir die Folgen auf: Haarausfall, Organstörungen, Unfruchtbarkeit – doch nicht mal so etwas erschreckte mich – ist das nicht furchtbar? Dir wird gesagt, du kannst wenn du so weiter machst, nie Mutter werden. Nur weil du dünn sein willst? Ja, heute bekomme ich Elefantenpickel auf meiner Haut, da reicht die Gänsehaut nicht mehr aus. Tränen laufen mir über mein Gesicht. Was war ich bereit alles aufzugeben, nur um einen Schönheitsideal nachzueifern, welches ich längst überschritten hatte? Und bei Schönheitsideal spreche ich von dem Schönheitsideal, welches die Medien uns vermitteln. Dünn, dünner...MAGER!!! 

Ich wollte auf keinen Fall in eine Klinik – die übertreiben doch alle –mir geht’s gut – ich bin gesund. Sollen sie doch erzählen. Ich hab die Kontrolle über mein Leben – ich ganz alleine! Ich bin alt genug. Meine letzten Freunde distanzierten sich nun auch noch. Sie hatten auf die leidigen Diskussionen und das ständige über Essen Gerede keinen Bock mehr. Wer mag es ihnen verübeln – es gab kein anderes Thema mehr für mich. Ich zählte jede Kcal. Und war es die der Cola Zero, die ich trank. Purer Wahnsinn! Und absolut krank!

Und dann machte es mein Freund wahr, er beendete die Beziehung. Er sagte mir, dass er mich so einfach nicht mehr lieben kann. Er möchte keine Freundin, die aussieht wie 14 Jahre jung und die kurz vorm „Selbstmord“ steht, weil sie nur noch 38 Kg wiegt. Er mochte mich nicht mehr anfassen, nahm mich schon lange nicht mehr in den Arm. Die Zärtlichkeit, unsere Liebe ging verloren. Was hab ich nur gemacht? Was war ich bereit einzugehen? Für was überhaupt? Ich war ganz allein... mein Freund zog aus unser gemeinsamen Wohnung aus und ich brach vollkommen zusammen. Ich liebte ihn doch über alles. Aber auch so sehr, dass ich sagen kann, na gut dann nimm ich halt zu für dich??? ich weinte Tage und Wochen... ich ging zunächst dennoch weiter joggen und aß nicht viel. Zunächst aufgrund dessen, dass ich ihn zurück haben wollte, begab ich mich auf die Suche nach „Hilfe“ – für ihn.  Zunächst nicht für mich „mir ging es ja gut“ – „alles war super“. Aber ich wollte ihn zurück. Die langen vielen Nächte, die ich einsam alleine und traurig im Bett lag brachten mich zum Grübeln. So sehr, dass ich versuchte eine Therapeutin aufzusuchen, die sich meine Sorgen mal anhören sollte. Immer noch fest überzeugt, dass ich kein Gramm mehr auf den Rippen brauche. Ich fand eine gute Therapeutin in meiner Geburtsstadt Lübeck.  Als sie mich das erste Mal sah, schlug sie nur die Hände über den Kopf und sagte: „Mädchen, wir müssen hart arbeiten – aber ich weiß, wir schaffen das“. 

Mir schießen die Tränen immer und immer wieder ins Gesicht als wir in den zahlreichen Stunden redeten und redeten. Wir machten viele Trainings und Übungen für „Magersüchtige“.  Ich musste Essensprotokolle schreiben, Aktivitätsprotokolle, ich wurde ständig gewogen. Doch so richtig voran ging es zunächst nicht. Es wurde jedoch besser – dennoch hatte ich dabei immer noch ein schlechtes Gefühl. Ich war die einzige, die mich hübsch fand, wie stark kann die eigene Ansicht sein?? Wenn jeder Mensch um dich herum dich anguckt und dir Blicke zu wirft, bei denen du weißt, was sie wollen. In der Stadt beim Shopping (ich konnte nur noch in der Kinderabteilung einkaufen – fand ich trotzdem nicht beunruhigend) oder gar am Strand in Bikini. Die Blicke ließen nicht von mir ab – aber nicht weil ich so schön schlank war – sondern weil ich nur noch Haut und Knochen war und sich die Menschen um mich rum erschreckten.

Ich konnte nicht aufhören meinem Freund nach zu trauern, wir liebten uns doch?!  Und so fing ich an wirklich mal meinen Kopf einzuschalten und versuchte realer das Ganze zu betrachten. Naja, vielleicht täten dir 1-2 kg ja nicht so schlecht. Dann darfst du auch mal wieder Abendbrot essen – vielleicht noch einen Salat mit Thunfisch oder ein leckeres Rührei. Wenn es dir zu viel wird, stoppst du einfach. Ich arbeitete sehr viel mit meiner Therapeutin – das Oberziel war zunächst dennoch die Liebe zu meinem Freund. Ich liebte ihn so sehr, dass ich bereit war, es für ihn zu versuchen. Er ist mir wichtiger als meine „tolle, schlanke Figur“. Mir fiel es so wahnsinnig schwer, jedes Gramm mehr auf der Waage, machte mich innerlich verrückt. Zerrissen mich. Aber die Sehnsucht nach meinem Freund war größer. Die Therapie schlug an – ich begriff, dass das was ich verkörperte nur noch ein Skelett war und dass das nicht mehr attraktiv ist. Doch dennoch wollte ich es langsam angehen und es wurde selbst meiner Therapeutin zu langsam.

Auch 42 kg, die ich dann als Deal zunächst mehr als ausreichend fand, reichten ihr natürlich noch lange nicht. Ein weiteres prägendes Ereignis erlebte ich auf der Straße, in der Öffentlichkeit, von einem wildfremden Menschen, der mich ansprach und sagte: „Meine Liebe, es tut mir leid, aber ich kann es nicht mit ansehen, iss bitte was!“ Ich erschrak. Jetzt kommen doch schon wildfremde Menschen auf mich zu? Vielleicht muss an dem Ganzen doch was dran sein?! Ich wusste es nicht- mit Hilfe meiner Therapeutin schaffte ich den Sprung und schaffte es auf 45 kg! Da war erst mal eine Grenze für mich erreicht, in der ich mich unwohl fühlte. Dick und fett und eklig. Doch es kam der Tag – 2 Monate nach unserer Trennung – da schrieb er mir:“...ich habe gehört, du machst tolle Fortschritte, das finde ich super. Dass du die Therapie machst und dir helfen lässt- schön...“. Ihr glaubt gar nicht wie glücklich ich über diese Message war und wie viel Kraft sie mir gegeben hat. Wir schrieben langsam wieder, immer und immer mehr und näherten uns wieder an.

Meine Therapie lief weiter erfolgreich und lief zumindest nicht wieder in die falsche Richtung, was nach Aussage meiner Therapeutin zunächst ein wichtiger Schritt war. Ich habe wieder Spaß am Leben gewonnen, ich achtete immer noch auf meine Ernährung, hatte natürlich den einen oder anderen Rückfall, aber ich habe den steinigen Weg heraus geschafft. Wie fertig mich diese zwei Monate ohne meinen Freund gemacht haben, weiß ich heute, dass ich zu tiefst dankbar bin für den Mut, den er aufgebracht hat. Einen Schlussstrich zu ziehen und mich durch die stärkere Liebe wachzurütteln geschafft hat und mich wieder zurück ins Leben geholt hat. Natürlich dauert es bis heute immer noch an...diese Krankheit verschwindet nicht einfach. Ich wiege wieder über 55 kg. Führe aber ein glückliches Leben. Ich habe tolle Freunde, eine tolle Familie und meinen Freund, der mir mein Leben gerettet hat. Ich bin immer noch ein Sportsuchti, aber ich esse eben auch wie einer J ich esse wieder Nudeln und auch Brot, all das was ich damals NIE nur angerührt hätte. Ich bin wieder ausgeglichen und fröhlich. Fühle mich gut in meiner Haut und habe gemerkt, dass das Schönheitsideal, was uns Mädchen via Instagram dargelegt wird, ein Schönheitsfehler ist.

Man muss sich nicht jeden Tag Nudeln, Pizza oder Fleisch reinhauen... man kann sich gesund durch Salate, Gemüse und Obst ernähren. Gesunde Ernährung ist wichtig!! Aber noch wichtiger ist das Verhältnis! Mädels, hungert nicht!! Macht euch nicht kaputt für ein Bild, welches im Internet kursiert. Ihr wisst nicht einmal ob die Bilder nicht vielleicht sogar gefaked sind? Es gibt genug Foto-Apps, die Fotos bearbeiten können... Sie vermitteln euch etwas, was ihr bitte niemals werden wollt. Macht Sport, esst gesund! Da stehe ich voll hinter euch. Ihr sollt euch wohl fühlen. Ihr dürft toll aussehen und eine wunderschöne weibliche Figur haben! Aber bitte denkt daran: mager ist nicht schön!! Ich musste diese Erfahrung durchleben und wünsche es keinem anderen Menschen!! Das Leben ist zu kurz, als dass man mit Mitte 20 sein Leben fast ruiniert und schon kurz vorm Tod steht. Ganz wichtig: fangt an, euch selbst zu lieben!! Selbstliebe ist eines der wichtigsten Dinge im Leben. Lebt euer Leben und lasst euch nicht durch Social Media täuschen! Ich bin unheimlich froh und glücklich, den harten steinigen Weg aus dieser Krankheit herausgeschafft zu haben!!


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