Fleiß, Ordnung,Sicherheit, und ein imaginäres  Versprechen!

Fleiß, Ordnung,Sicherheit, und ein imaginäres  Versprechen!

Wer kennt es nicht, das fast militante Prinzip der kleinbürgerlichen Ordnungsdoktrie. Ob die schwäbische Kehrwoche, oder der Platz auf dem nur der Hausherr Platz nehmen durfte. Alles fügte sich in eine unausgesprochene Gesetzmäßigkeit.

Vater sicherte sich als Alleinverdiener die Rolle des Patriarchen und Muttern fand ihre Bestimmung als Verwalter, Erzieher und Finanzberater. Die Kinder waren sauber und die Definition von Heimat war sowohl geographisch wie politisch überschaubar. Wer fleißig war und die Ordnung der Dinge nicht in Frage stellte konnte vor dem Hintergrund eines notfalls hoch subventionierten Arbeitsplatzes und steigender Löhne zu einem bescheidenen Wohlstand bringen. Das Maß war gegeben vom Vater zum Sohn!

Und heute?

Es wirkt fast wie ein letztes Aufbäumen wenn die letzten Überlebenden des alten Systems versuchen mit Parolen wie: Fairer Lohn für gute Arbeit, an alte Arbeitskampfzeiten anzuknüpfen!

Doch spüren auch sie zweifellos insgeheim das die Ordnung der Dinge ins wanken geraten ist.

Fairer Lohn für gute Arbeit, meines Vaters Wahrheit gilt nicht mehr!

Der Preis wird festgesetzt in einem erbarmungslosen globalen Wettstreit um die günstigsten Konditionen, soziale Normen bzw. gesellschaftlich – humane Überlegungen spielen hierbei keine Rolle mehr.

Ein System aus befristeten Werksverträgen, Leiharbeit und geringfügiger Beschäftigung stellt heute nicht nur das bestehende Gesellschaftsmodel in Frage sondern führt in Kombination mit „Steuersparmodellen“ und Politikverdrossenheit zunehmend zu einem sozialen Kollaps!

Heute wo auch Muttern jobbt um irgendwie über die Runden zu kommen und die Kinder ein Armutsrisiko darstellen ist das alte Versprechen einer sozialen Gesellschaft das der Fleißige sich versorgt wissen darf ebenso Absolutist, wie die Sicherheit das niemand Ausgegrenzt wird der unverschuldet in Not gerät!

Es ist wohl dieser Umstand den wir es zuschreiben können das sich immer häufiger sogenannte Wutbürger auf den Straßen und in sozialen Netzwerken zu Wort melden.

Extremismus als Zeichen der Resignation!

Demokratische Verweigerung als Waffe gegen „die da oben“!

Bürgerliche Wut trifft auf politische Ohnmacht!

In diesem System der zunehmend gesamt-gesellschaftlichen Lautmalerei und Reizüberflutung wird es nicht nur immer schwieriger eine Vision zu formulieren – Nein schlimmer noch, es ist zum Teil kaum noch möglich sie in einer sachlichen Diskussion zu erläutern, ohne einer populistischen Attacke zum Opfer zu fallen.

Und so hanteln sich ehem. Volksparteien immer häufiger nur noch mit kurzatmigen Maßnahmen von einer Wahlperiode zur anderen. Scheitern im globalen Wettstreit an nationalen Egoismen und bleiben der Gesellschaft ein tragfähiges Konzept schuldig. Wie leicht ist es jetzt für jene den Wähler einzusammeln die mit scheinbar einfachen Lösungen dem verunsicherten Bürger einen Ausweg aus der Misere versprechen.

So bleibt mir Letzt endlich nur die Hoffnung, das die Politik wieder die Kraft findet, über Generationen zu denken -

Der Markt sich wieder darauf besinnt, das er eine gesellschaftliche Verantwortung hat -

Und so Mancher von uns vielleicht noch einmal Hinterfragt, ob es wirklich unserem demokratischen Grundprinzipien entspricht, das Recht in die eigenen Hände zu nehmen.

Franz Molnar 15. 10. 2016


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