Feministische Regierungsformen der nahfernenirgendwannhalt Zukunft

Ich machs kurz. Heute gibt es mal wieder einen Vertreter aus meinem absoluten Lieblingsgenre: Post-Apokalypse aus den 80er Jahren. Das kann nur gut werden.

AMERICA 3000 – USA – 1986 – 92 Min.

Die Menschen haben es endlich geschafft und sich zurück in die Steinzeit gebombt. 900 Jahre später sind sie immer noch nicht weiter fortgeschritten. 900 Jahre? Der Film wurde 1986 gedreht. Moment mal:

1986+900=2886
2+8+8+6=24
2886+24=2910
2+9+1+0=12
2886+12=2898
1 und 0 und 2=102
2898+102=3000 AMERICA 3000

So entstehen also Filmtitel.

Scheinbar nicht ausgestorben im Jahr 3000 ist grauenhaftes Gitarrengeschreddel aus den 1980ern. Aber die Zeiten haben sich wirklich geändert. Die Welt wird von den Frauen regiert und die Männer sind nur noch Sklaven. Anführerin Tiara ist die Obersklaventreiberin und ihre Tochter ist halt ihre Tochter. Gruss ist ein Mann und er ist ein echter Draufgänger, denn er flieht direkt mit irgendeinem anderen Typen aus dem Wüstenlager. Sie fliehen in die radioaktive Zone, weil sich die Frauen da nicht hintrauen, oder so.

Und dann wird eine Mauer gebaut. Eventuell führt Donald Trump das Camp an. Aber er würde es vermutlich nicht „Camp Reagan“ nennen. Protagonist Korvis findet jedenfalls ein Malbuch für kleine Kinder und dadurch heraus, dass er ein „Mann“ ist. Besser spät, als nie.

Im Wald greifen irgendwelche Zurückgebliebenen eine Truppe Frauen an und kriegt so richtig vor die Fresse. Also, so richtig man das eben von so einem Film erwarten kann. Eigentlich hüpfen alle nur dämlich rum und wedeln mit ihren Keulen ins Leere. Venus hat natürlich eine Peitsche dabei und wedelt mit der ins Leere.

Irgendwo anders muss irgendeine Tucke in einem Käfig gegen Big Foot kämpfen. Ich habe den Faden verloren. Hat länger gedauert, als ich dachte.

Ach so, Tiara ist gar kein Name, sondern der Rang in dem Stamm. Quasi die Sklavenkönigin. Namedropping vom Feinsten als sie abnippelt und das Rennen für die neue Tiara für eröffnet erklärt. Keine Ahnung, wie die Kandidatinnen heißen, aber scheinbar sind sie alle ihre Töchter und haben eigentlich gar keinen Bock auf den Job.

Amie ist ein Typ ohne Zunge, weil er ein Haustier war. Fragt mich nicht, ich sags nur, wie es mir der Film erklärt. Korvis findet ihn zufällig in einem niedergeschnetzelten Dorf.

Dann das große Treffen der Sklaventreiberinnen und ein großes Besäufnis, weil man das halt so macht, wenn eine Tiara den Löffel abgegeben hat. Das hat sich also nicht wirklich geändert. Auch im Jahr 3000 wird noch jede Gelegenheit genutzt, um sinnlos zu feiern.

Die Gruppe von aufständischen Kerlen rund um Korvis will die Party sprengen und das Camp abfackeln. Und das ausgerechnet jetzt, wo in jedem Zimmer scheinbar heiße Lesbenaction angesagt ist. Sie warten bis zum Morgen, als alle verkatert sind und infiltrieren das völlig unbewachte Camp, in de wirklich absolut niemand wach ist. Wie zur Hölle haben diese Frauen es geschafft, die Macht an sich zu reißen?

Die Männer um Korvis befreien also problemlos alle Sklaven und den Big Foot und legen halt Feuer. Spannend ist das alles nicht gerade. Schon gar nicht, wenn man genau das vorher genau so ankündigt.

Das ist sicher ein guter Moment, um mal die Sprache des Jahres 3000 zu erläutern. „Machos“ sind Sexsklaven. „Toys“ sind Typen ohne Zunge, die als Haustier gehalten werden. „Seeders“ sind für die Besamung zuständig. Und „Plastic“ heißt schlicht, dass etwas scheiße gelaufen ist. Keine Ahnung, warum ausgerechnet „Plastic“. Vielleicht, weil das so schlecht abbaubar ist wie ein Scheißtag, der auch nie endet.

Korvis hat auch einen Scheißtag, denn er wird mit einer Armbrust abgeballert, fällt gefühlt hundert Meter einen Canyon runter und landet in einer Höhle. Mich würds nicht wundern, wenn gleich die Morlocks auftauchen, aber den Cameo hatte zu der Zeit ja schon ein anderer Knaller erledigt. Korvis folgt also dem Höhlenverlauf und findet sich in einem alten Bunker wieder. Darin findet er das güldene Lieblingshemd von Prince, ein neues Buch und eine Laserwaffe, mit der er natürlich erstmal voller Begeisterung wild rumballert. Auch daran hat sich im Jahr 3000 nix geändert. Männer schießen immer noch willkürlich in der Gegend rum, sobald sie ein Rohr in der Hand halten.

Korvis verkleidet sich als Darth Vader vom Planeten Vulkan und trifft draußen irgendeinen Opa. Dann raffe ich absolut nix und er lacht sich kaputt. Oh, und er hat einen waschechten Ghettoblaster gefunden.

Die Tiara-Tussen zicken sich an. In Camp Reagan werden die Machos unter Wasser gedöppt, um sie zu Männern zu machen. Das sind ja Methoden. Noch nie was von Waterboarding gehört, oder was?

Korvis kommt mit grauenhafter Kackmucke angeritten. Warum müssen die in diesen Filmen eigentlich immer diese fürchterliche 80er Rockmusik benutzen? Er hat Granaten dabei und er ist jetzt der Präsident. Oh, und eine Dose Haarspray für Big Foot gibt es auch noch.Yay! Party!

Korvis präsentiert sich dann den Frauen in voller „Präsidentenkluft“. Also im Strahlenschutzanzug. Dazu veranstalten seine Freunde ein Feuerwerk mit Granaten und Lasershow und allem Brimborium, das dazu gehört. Der „Präsident“ will mit der blonden Tiaraanwärterin labern und eine andere Trulla fällt n Ohnmacht. Wie haben diese Frauen noch mal die Macht erlangt?

Morha ist skeptisch. Um genau zu sein, hält sie das alles für einen Trick. Immerhin eine hier, die was in der Birne hat. Die verschwört sich dann mit anderen Trullas und will mit Dynamit die Macht an sich reißen. Aha. Geht doch. Endlich mal jemand, mit einem Plan, der auch funktionieren kann.

Präsident Korvis nimmt Blondie mit nach wasweißichwohin. Morha und Co. kochen Suppe, oder so. Ach so, Korvis und Blondie sind in dem Bunker. Hab ich erst nicht erkannt, wegen dem komplett eingerichteten Schlafzimmer, das aussieht, als hätte JR Ewing da gewohnt. Uiuiui, Geknutsche. Was dieser Film eindeutig nicht gebraucht hat, ist eine Liebesgeschichte.

Deshalb gehe ich da mal nicht weiter drauf ein und gucke mir die spannende Action an, bei der Männer und Frauen wahllos Granaten durch die Gegend werfen und Big Foot mit dem Ghettoblaster übers Schlachtfeld tanzt. Willkommen in der Post-Apokalypse.

Der Präsident muss also eine Entscheidung treffen und entscheidet, dass es das beste ist, alle wieder wegzubomben wie damals 1986. Also vor 900 Jahren, ihr versteht schon. Aber Blondie redet ihm ins Gewissen und nach ungefähr 3000 Minuten des Palavers legen alle ihre Waffen nieder und Big Foot springt erfreut mit dem Ghettoblaster in die Luft.

Ich will gar nicht wissen, wie beschissen die Filme in 900 Jahren sein werden. Ich gehe mich einer Frau unterwerfen …



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