Drangsal: Wem die Stunde schlägt

Drangsal: Wem die Stunde schlägtDrangsal
Support: Flut
Ampere, München, 18. März 2017
Wer Max Gruber längere Zeit nicht gesehen hat, durfte schon einigermaßen irritiert sein: Kaum noch was übrig vom kurzgeschorenen Sonderling, der mit entrücktem Blick im Blitzlicht fremdelt - Drangsal, so der mittlerweile fast irreführende Name seiner Formation, kommen als fünfköpfige Liveband mit viel Schwung und (jawohl!) Charme daher und machen aus dem Debütalbum "Harieschaim" das, was es im Grunde schon von Anfang an war - eine ausgelassene Tanzplatte mit dunklen Untertönen. Und natürlich hätte es die bayerische Verstärkung in Person des schlacksigen Keyboarders und Gitarristen Theo Kraus gar nicht nötig gehabt, um hier in München Pluspunkte zu sammeln. Kürzlich erst im Vorprogramm von Casper zu sehen, brauchte Gruber im proppenvollen Klub keine drei Takte, um das Publikum zum Schwärmen zu bringen. Material dafür haben die Jungs ja genug im Programm: "Der Ingrimm", "Schutter", "Hinterkaifeck" und natürlich "Allan Align", alles schönster Wavepop mit willkommenen Verweisen an The Smiths, The Orange Juice, Prefab Sprout und den geschmackvoll ausgelassenen Teil der Neuen Deutschen Welle. Hinzu kommt Grubers angstfreie Liebe zur eigenen Sprache - wenn die Ansagen und Hörproben nicht täuschen, dann wird das neue Album, dessen Fertigstellung kurz bevorsteht, noch mehr davon enthalten - blaue Stunden, Liebeslieder, 10.000 Volt, solche Sachen. Klingt spannend. Daß sich die Band auch ihre Liebe zu Lärm und Krach bewahrt hat, ist ebenso lobenswert - für eine Hommage an die wundervollen Turbonegro wurde im Zugabenblock mal kurz durchgewechselt: Gruber an die Drums, die Gitarre zum Bass und am Mikro Sam Segarra, fertig war die Trashkombo. Und in Stammbesetzung am Ende sogar noch "For Whom The Bell Tolls" von Metallica - die Überraschung war ganz auf ihrer Seite. Die Botschaft: Bei Drangsal muß man mit allem rechnen. Beste Aussichten also für die Zukunft.

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