Die Emanzipation der Frau

Vor ein paar Wochen sitze ich vor der Glotze und werde Zeuge der folgenden Szene:

Sitzen ein Moderator und ein männlicher Gast im Vorabendprogramm in einem Fernsehstudio und plaudern. Weil an jenem Tag der Internationaler Frauentag ist, ziemt es sich für den wohlmeinenden Mitarbeiter des öffentlich – rechtlichen Fernsehens,  ein paar Worte in Sachen Emanzipation und Gleichberechtigung der Frau zu verlieren.

Der Moderator bringt also geschickt das Gespräch in diese Richtung. Der Gast reagiert sofort. Er zeigt sein Fachwissen und erklärt, dass noch 1992 Nachtarbeit für Frauen verboten gewesen sei. Der Moderator setzt nach und erläutert, es hätte damals bei dem Sender für den er tätig ist, interne Schutzvorschriften für Frauen gegeben. Sie sollten z.B. nicht so schwer heben dürfen.

Aha, denke ich. Das ist Gleichberechtigung? Ich darf mir jetzt auch noch die Nächte mit Arbeit um die Ohren schlagen und Zentnersäcke schleppen. Klasse! Wenn das die Emanzipation ist, für die die Frauenbewegung kämpfte, dann pfeif ich drauf.

Hier wird doch nur ein Ziel erreicht: Die weibliche Arbeitskraft noch besser ausbeuten. Oder sehe ich das falsch?

Die Belastung unter der berufstätige und alleinerziehende Mütter stöhnend zusammenbrechen scheint mir ein Kollateralschaden der Frauenbewegung zu sein, die meinte Selbstverwirklichung und die sogenannte „Gleichberechtigung“ von Frauen erreichen zu können, wenn Frauen dasselbe Tun, wie Männer. Wenn Sie jemals in einem Fitnesstudio waren, dann wissen Sie, wie schwer es für Frauen ist Muskeln aufzubauen und wie flott die Dinger wieder verschwinden. Wer Kinder hat, schläft oft jahrelang nicht wirklich durch und dann auch noch Nachtschicht im Job. Nachtschicht hat bekanntermaßen gesundheitsabträgliche Nebenwirkungen.

Ist die Erlaubnis von Nachtarbeit und das Heben und Tragen schwerer Gegenstände im Job für ein Frauenleben ein Vorteil? Oder eher ein Nachteil?

Ist daran „Gleichberechtigung“ zu messen?



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