Wutausbrüche haben wiederkehrende Muster und Rhythmen – dies zu verstehen, hilft Eltern, Pädagog/-innen oder sogar unbeteiligten Zeugen des Vorfalls, besser darauf reagieren zu können. Mutti verrät wie:
Der Schlüssel zur Theorie der Wutanfälle (engl. tantrum) liegt in der Analyse der Geräusche, die die Kleinkinder im Laufe eines Trotzanfalls produzieren. Diese Lautäußerungen treten in einem bestimmten Rhythmus innerhalb eines Wutausbruchs auf. Forscher/-innen der Universität Minnesota haben hierfür hunderte HiFi-Aufnahmen von Trotzanfällen gesammelt und verschiedene Audio-Signaturen innerhalb eines Anfalls gefunden. Diese verschiedenen Töne – schreien, brüllen, treten usw. – kommen und gehen in einen speziellen, wiederkehrenden Muster.
Ein Trotzanfall (engl. meltdown – steht übrigens auch für Kernschmelze und Finanzkrise!) beinhaltet:
- Zorn (schreien und brüllen) und
- Traurigkeit (weinen und wimmern).
Beide Gefühle treten mehr oder weniger gleichzeitig auf, wechseln sich gegenseitig ab.
Link zum Video, das die Phasen illustriert:
http://www.npr.org/templates/event/embeddedVideo.php?storyId=143062378
Der Trick, einen Wutanfall ehestmöglich zu beenden ist: Sobald die Wut-Spitze abflaut und in Traurigkeit umschwingt, ist das Kind erreichbar für Trost. Der schellste Weg, um die „Wut-Spitze“ rasch zu beenden, ist: Nichts tun! Alleine das Stellen von Fragen kann die Wutphase – und somit den gesamten Trotzanfall – verlängern, denn in so einer Phase können die Kinder nur schwer Information (die Frage) verarbeiten.
Wissenschaftlich betrachtet sind Wutausbrüche von Kleinkindern nichts anderes als Gewitter oder andere Naturphänomene. Diese Information könnte helfen, Trotzanfälle weniger traumatisch zu empfinden. (Quelle: npr.org)
Leichter gesagt als getan, aber es hilft ganz bestimmt, in solchen Situationen gelassen(er) zu bleiben.
Foto: AD arc



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